Amateurfußball

Bruder von HSV-Coach macht das Spiel seines Lebens

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Bramfelds Kapitän Robin Polzin erzielte in der Abstiegsrundenpartie bei Union Tornesch gleich vier Tore (Archivbild).

Bramfelds Kapitän Robin Polzin erzielte in der Abstiegsrundenpartie bei Union Tornesch gleich vier Tore (Archivbild).

Foto: IMAGO / Hanno Bode

Bramfelds Robin Polzin knipst viermal, St. Pauli II verliert 0:5, Süderelbe führt BU vor, und der Eimsbütteler TV feiert den Aufstieg.

Polzins späte Premiere

Hamburg. 28 Jahre alt musste Bramfelds Kapitän Robin Polzin werden, um dieses Spiel zu erleben. Beim 4:1 in der wichtigen Abstiegsrundenpartie bei Union Tornesch erzielte der offensive Mittelfeldspieler zum ersten Mal in seiner Karriere als Oberligaspieler vier Treffer in einer Partie! „Da hat sich Robin viermal fein anschießen lassen“, scherzte Bramfelds Trainer Carsten Henning.

Um sogleich festzustellen: „Spaß beiseite. Robin war heute eindeutig unser Mann des Spiels!“ Dank Polzin, dessen Bruder Merlin Co-Trainer der HSV-Profis ist, schöpft der Bramfelder SV nun im Abstiegskampf wieder neue Hoffnung. „Wir haben ein knüppelhartes Programm vor uns“, so Henning. „Aber optimistisch sind wir trotzdem.“

Hirschs Bilanz

Die Beendigung der Zusammenarbeit zum Sommer aufgrund „unterschiedlicher Auffassungen“ gaben kürzlich Regionalligist Teutonia 05 und Trainer Dietmar Hirsch bekannt. Nach dem 1:1 in der Meisterrunde in Delmenhorst, durch das Teutonia seine letzten Aufstiegschancen verspielte, zog Hirsch eine Bilanz seiner bisherigen Zeit bei Teutonia.

„Ich bin mehr als zufrieden. Teutonia spielt die erste volle Saison als Aufsteiger. Wir hatten 16 neue Spieler zu integrieren und haben mit der Qualifikation für die Meisterrunde eine Menge erreicht. Ohne mich in den Vordergrund stellen zu wollen, glaube ich, dass auch ich auf meine Arbeit als Trainer aufmerksam machen konnte“, sagte Hirsch.

Derbe Pleite für St. Pauli II

Der Klassenerhalt für die U 23 des FC St. Pauli in der Abstiegsrunde der Regionalliga Nord bleibt eine wackelige Angelegenheit. Beim BSW Rehden kam die Truppe von Trainer Joachim Philipkowski 0:5 unter die Räder. „Wir haben die ersten 30 Minuten komplett verschlafen. Unsere Niederlage ist verdient“, sagte Philipkowski.

Entscheidend für sein Team wird der kommende Heimspiel-Dreierpack gegen Jeddeloh, Oberneuland und den HSC Hannover. „Da müssen wir mindestens sechs Punkte holen. Dann sieht die Tabelle wieder gut aus“, so Philipkowski.

Süderelbe führt BU vor

Der FC Süderelbe hat Barmbek-Uhlenhorst in der Oberliga-Abstiegsrunde auf dessen eigenem Platz vorgeführt. Nach 54 Minuten führten die Gäste bereits mit 5:0, siegten schließlich nach schwacher letzter halber Stunde „nur“ 5:3. „Wir haben zum zweiten Mal in dieser Saison einen Bus mit Auswärtsfans organisiert. Alle haben mächtig Alarm auf der Tribüne gemacht. Das hat unsere Team gepusht“, sagte FCS-Manager Seweryn Malyk.

Am kommenden Freitag treffen die Süderelber schon wieder auf BU – diesmal daheim. „Unsere Priorität wird dann sein, nicht nur 60, sondern 90 Minuten konzen­triert Fußball zu spielen“, sagte Malyk.

ETV steigt auf

Durch das 1:3 von Eintracht Lokstedt in der Landesliga 3 beim Ahrensburger TSV steht der Eimsbütteler TV als erster Aufsteiger in die Oberliga Hamburg fest.

( misch )

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