Play-offs

WM-Aus! Europameister Italien scheitert an Nordmazedonien

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Topstürmer Ciro Immobile (M.) kann es nicht fassen: Auch die WM 2022 findet ohne Italien statt.

Topstürmer Ciro Immobile (M.) kann es nicht fassen: Auch die WM 2022 findet ohne Italien statt.

Foto: Fabio Ferrari / IMAGO/LaPresse

Auch Österreich und die Türkei scheiden im Play-off aus. Portugal darf dagegen weiter auf die Endrunde in Katar hoffen.

Palermo. Historische Blamage für Italien: Der Fußball-Europameister hat sensationell die WM-Teilnahme verpasst. Die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini verlor am Donnerstag im Play-off-Halbfinale in Palermo überraschend gegen Außenseiter Nordmazedonien mit 0:1 (0:0).

Dagegen darf Superstar Cristiano Ronaldo darf weiter auf die Teilnahme an der Endrunde in Katar hoffen. Die Portugiesen gewannen gegen die Türkei um Nationaltrainer Stefan Kuntz mit 3:1 (2:0), am kommenden Dienstag (20.45 Uhr/DAZN) geht es nun aber nicht wie erwartet gegen die Italiener.

Trajkowski verpasst Italien den WM-K.-o.

Denn der Europameister unterlag Nordmazedonien trotz spielerische Überlegenheit, Aleksandar Trajkovski (90.+2) traf in der Nachspielzeit für die Gäste. Damit verpasst Italien erstmals in seiner Geschichte zweimal in Folge eine WM.

Für Österreich und den deutschen Trainer Franco Foda platzte der Traum von der WM in Cardiff. In Wales verlor die ÖFB-Auswahl mit 1:2 (0:1). Für die Waliser soll es nun im Sommer das Entscheidungsspiel gegen die Ukraine oder Schottland geben, dieses Play-off-Halbfinale wurde angesichts des russischen Angriffskrieges verschoben. Es soll im Juni stattfinden.

Wales kann sich auf Bale verlassen

In Wales war mal wieder auf Gareth Bale Verlass. Der Teilzeitarbeiter aus Madrid brachte sein Team erst durch ein traumhaftes Freistoßtor in Führung (25.), dann legte er mit einem Drehschuss nach (51.). Wieder einmal brillierte der 100-Millionen-Mann für sein Heimatland, während er bei Real in dieser Saison bislang nur zu fünf Pflichtspiel-Einsätzen gekommen war.

Österreich kam nur noch zum Anschlusstor. Ein Schuss des Bayern-Profis Marcel Sabitzer wurde von Ben Davies unhaltbar abgefälscht (64.). Bitter für die Gäste, dass der Hoffenheimer Christoph Baumgartner in der Anfangsphase nur die Latte getroffen hatte (5.).

Burak Yilmaz verpasst Ausgleich vom Punkt

In Porto trafen Otavio (15.), Diogo Jota (42.) und Matheus Nunes (90.+4) für die Gastgeber, Altstar Burak Yilmaz (65.) verkürzte noch – verschoss dann aber in der 85. Minute einen Foulelfmeter. Für Deutschlands früheren U-21-Coach Kuntz war es im fünften Spiel die erste Niederlage mit den Türken, deren Traum von der ersten WM-Teilnahme seit 2002 platzte damit.

Österreich scheiterte vor allem an Gareth Bale: Der Waliser Ausnahmespieler, bei Real Madrid nur noch zweite Wahl, traf doppelt (25./51.). Bayern Münchens Marcel Sabitzer (64.) gelang nur noch der Anschluss.

Dämpfer für Polen vor Play-off-Finale

Das Duell zwischen Schweden und Tschechien ging am Donnerstagabend torlos in die Verlängerung. Der Sieger wird am kommenden Dienstag in Polen antreten. Die Mannschaft um Bayern Münchens Stürmerstar Robert Lewandowski zog direkt in die Finalrunde ein, weil das russische Team aus dem Wettbewerb genommen wurde.

Ohne den Weltfußballer Lewandowski haben die Polen einen kleinen Stimmungsdämpfer gerade so vermieden. Sie trennten sich im Testspiel in Schottland mit 1:1 (0:0), der Ex-Herthaner Krzysztof Piatek traf in der Nachspielzeit (90.+4) per Elfmeter zum Ausgleich. Arsenal-Profi Kieran Tierney (68.) hatte die Gastgeber im Hampden Park in Glasgow in Führung gebracht.

Schottland sollte im Halbfinale am Donnerstag eigentlich auf die Ukraine treffen. Ein neuer Termin für diese Partie steht laut FIFA noch nicht fest, angedacht ist das Fenster vom 2. bis zum 14. Juni. Ob die Ukraine angesichts der russischen Invasion im eigenen Land spielfähig ist, ist aber noch offen.

( SID/dpa/HA )

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