Thyssen-Krupp-Areal

Streit: Altona 93 will Teutonia nicht im neuen Stadion haben

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Altona 93 wird wohl bald eine neue Heimat bekommen (Archivbild).

Altona 93 wird wohl bald eine neue Heimat bekommen (Archivbild).

Foto: IMAGO / Lobeca

Auch der FC Teutonia 05 wollte in das neue Stadionprojekt einsteigen. Altona vertritt dazu eine klare Meinung. Die Hintergründe.

Hamburg. Regionalligist Altona 93 hat einem Einstieg seines Staffelrivalen FC Teutonia 05 in das Stadionprojekt am Diebsteich eine Absage erteilt. „Unser Verein steht für gewisse Werte. Durch millionenschwere Investoren finanzierter Fußball gehört definitiv nicht dazu“, sagte Altonas stellvertretender Vorsitzender Ragnar Törber (47). Teutonia habe nie angefragt, „ob sie bei uns Untermieter werden wollen“, so Törber. „Deshalb empfinden wir die plötzlich von Teutonia angefachte öffentliche Diskussion darüber als höchst verwunderlich.“

Als „höchst irritierend“ kritisierte Törber das Verhalten von Hamburgs Verbandspräsident Christian Okun, der für eine Stadionkapazität von mehr als 5000 Zuschauern wirbt. „Seit zehn Jahren befinden wir uns in guten Gesprächen mit der Stadt. Seit fünf Jahren ist auch der Hamburger Fußball-Verband involviert. Stets erhielten wir positive Rückmeldungen für unsere Stadionpläne, die seit Längerem in den Unterlagen der Stadt öffentlich einsehbar sind. Die Kehrtwende, die der Verband nun ohne jegliche Rücksprache hinlegt, ist für uns nicht nachvollziehbar“, klagte Törber.

Thyssen-Krupp-Areal: Neue Heimat für Altona 93

Die Diskussion laufe falsch. „Wir als Altona 93 haben mit der Adolf-Jäger-Kampfbahn unser Tafelsilber hergegeben, um Platz zu machen für dringend benötigten Wohnungsbau. Deshalb ist die erste Priorität dieses Stadions auch für die Stadt eine neue Heimat für Altona 93, die unseren Bedarfen entspricht“, stellte Törber klar. Eine Kapazitätsaufstockung sei nicht möglich.

„Die Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass dafür die Verkehrsflächen nicht ausreichend sind. Das ist einer von vielen Punkten. Und die kann man nicht einfach ignorieren.“ Mit den aus dem Stadionverkauf übrigen 9,65 Millionen Euro könne Altona alle für den Spielbetrieb notwendigen Flächen inklusive der Fantribünen bauen. „Das Konzept ist schlüssig, das Stadion wird sehr wohl zukunftsfähig sein. Auch die Anwohner des neuen Areals werden sich freuen“, sagte Törber.

Wetterbedingt fallen alle Amateurspiele des Wochenendes von der Oberliga an abwärts aus.

( misch )

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