Fußball-Ticker

Klopp und Messi haben Corona – drei neue Fälle bei Liverpool

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Liverpool-Coach Jürgen Klopp hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Liverpool-Coach Jürgen Klopp hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Foto: Imago / PA Images

Aktuelle Meldungen und Transfergerüchte. Der Fußball-Ticker vom Hamburger Abendblatt hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Sonntag, den 2. Januar 2021:

Liverpool und Chelsea liefern Spektakel ab

In einem spektakulären Premier-League-Duell zwischen dem FC Chelsea und dem FC Liverpool hat es vier Tore, aber keinen Sieger gegeben. Die beiden Manchester-City-Verfolger trennten sich nach einem hochklassigen Fußballspiel mit 2:2 (2:2) und verpassten es dadurch, den Rückstand auf Spitzenreiter Man City wesentlich zu verkürzen.

Chelsea kam vor eigenem Publikum besser ins Spiel, doch die Gäste gingen an der Stamford Bridge in Führung. Sadio Mané (9. Minute) und Mohamed Salah (26.) trafen für die Reds. Doch kurz vor der Halbzeitpause schlugen die Blues durch Mateo Kovacic (42.) und Christian Pulisic (45.+1) zurück. In der zweiten Hälfte lieferten sich beide Mannschaften einen unterhaltsamen Schlagabtausch, bei dem sowohl Chelsea-Torwart Edouard Mendy als auch Liverpools Ersatzkeeper Caoimhin Kelleher Großchancen parierten.

Drei weitere Corona-Fälle beim FC Liverpool?

Torhüter Allison Becker, Offensivspieler Roberto Firmino und Innenverteidiger Joel Matip stehen dem FC Liverpool am frühen Abend im Topspiel beim FC Chelsea (17.30 Uhr/Sky) nicht zur Verfügung. Wie die Reds bekannt gaben, haben wie zuvor beim deutschen Teammanager Jürgen Klopp auch Corona-Tests beim Spielertrio einen „Verdacht auf ein positives Ergebnis“ erbracht. Klopp (54) sitzt mit „milden Symptomen“ in Quarantäne, er wird von seinem Assistenten Pepijn Lijnders vertreten.

Köln: Czichos vor Wechsel in die USA

Übereinstimmenden Kölner Medienberichten zufolge wechselt Abwehrchef Rafael Czichos vom 1. FC Köln mit sofortiger Wirkung in die USA zu Chicago Fire. Beim Trainingsauftakt der Kölner am Sonntag fehlte der 31-Jährige ebenso wie die verletzten Spieler Kingsley Schindler, Mark Uth und Sebastian Andersson. Czichos, der noch einen Vertrag bis zum Sommer 2022 hat, spielt seit 2018 beim FC und absolvierte in der Zeit 111 Pflichtspiele für den Club.

Vor der ersten Einheit, an der auch Torhüter Timo Horn, Dejan Ljubicic und Tomas Ostrak wieder teilnahmen, hat der Club seine Test-und Hygienemaßnahmen nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt intensiviert und das Team einen PCR-Test absolviert. Große Teile des Trainerteams, der Mannschaft und des Staffs hatten sich nach dem letzten Hinrundenspiel bereits einer Booster-Impfung unterzogen.

14 Millionen! Augsburg vor Rekordtransfer

Beim FC Augsburg bahnt sich vor dem Start in die Rückrunde ein spektakulärer Transfer an. Nach übereinstimmenden Medienberichten steht der Tabellen-15. vor einer Verpflichtung des US-Nationalspielers Ricardo Pepi. Der 18 Jahre alte Angreifer vom MLS-Club FC Dallas soll rund 14 Millionen Euro Ablöse plus mögliche Bonuszahlungen kosten. Pepi soll beim abstiegsbedrohten FCA einen Vertrag bis 2026 erhalten, mit der Option auf eine weitere Saison. Er wäre der bislang teuerste Einkauf des FCA.

Pepi sollte sich am Sonntag bereits auf dem Weg nach Deutschland befinden, um in Augsburg den Medizincheck zu absolvieren. Die Augsburger wollen mit dem Sturm-Talent ihre Offensive beleben. Die bewährten Angreifer Florian Niederlechner und Alfred Finnbogason fielen in der Hinrunde immer wieder wegen Verletzungen aus. Auch der VfL Wolfsburg und der FC Bayern sollen an einer Verpflichtung von Pepi interessiert gewesen sein.

Messi positiv auf Corona getestet

Fußball-Superstar Lionel Messi hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das gab der französische Topklub Paris St. Germain am Sonntag bekannt. Der 34 Jahre alte Argentinier befindet sich nach Klubangaben wie die ebenfalls positiv getesteten Teamkollegen Juan Bernat, Sergio Rico und Nathan Bitumazala in Isolation.

Tuchel wirft Lukaku aus Kader – Klopp hat Corona

Chelsea-Coach Thomas Tuchel verzichtet im Spitzenspiel gegen den FC Liverpool am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) auf Torjäger Romelu Lukaku. Der belgische Stürmer, der zuletzt öffentlich Unzufriedenheit über seine Situation bei den Londonern geäußert hatte, steht nicht im Kader der Blues. Es handelt sich dabei um eine Disziplinarmaßnahme. Zu Silvester hatte Lukaku in einem Interview mit Sky Sport Italia gesagt, dass er bei Chelsea und unter Trainer Tuchel „nicht glücklich“ sei. Er fügte an, dass er „wirklich hoffe“, wieder für sein Ex-Team Inter Mailand zu spielen.

Dabei war Lukaku erst im vergangenen Sommer als teuerster Transfer der Vereinsgeschichte für 115 Millionen Euro aus Italien nach London gewechselt und dort Teamkollege der deutschen Nationalspieler Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger geworden. Bei Chelsea läuft es für den 28-Jährigen noch nicht rund, in den vergangenen beiden Spielen traf er jedoch.

Bei Liverpool wird Teammanager Jürgen Klopp fehlen. Der 54-Jährige, bei dem es einen auffälligen Coronatest gegeben hatte, befindet sich in Isolation und wird von seinem Assistenten Pepijn Lijnders vertreten.

Hoeneß ist „totaler Fan“ von Lauterbach

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß findet den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) richtig gut. „Solange er nicht im Amt war, hatte ich meine Probleme mit ihm. Ich fand, dass er alles besser weiß. Jetzt bin ich ein totaler Fan von Karl Lauterbach, weil ich das Gefühl habe, dass er von der Sache sehr viel versteht und ein Macher ist“, sagt Hoeneß (69).

Hoeneß lobt den SPD-Politiker für seinen Tatendrang in den ersten Wochen im Ministeramt und übt Kritik an dessen Vorgänger: „Er macht etwa eine Bestandsaufnahme beim Impfstoff und besorgt, was fehlt. Kaum ist das Medikament Paxlovid gegen schwere Covid-Verläufe akzeptiert, bestellt er eine Million Packungen. Sein Vorgänger Jens Spahn war Ankündigungsweltmeister, hat aber wenig zustandegebracht.“ Lauterbach sei zwar „nicht jedem recht – aber er ist einer, der handelt, und so einer ist mir zehnmal lieber“.

Hoeneß ist ein klarer Befürworter des Impfens, bei der aktuell heiß diskutierten Einführung einer Impfpflicht in Deutschland hat er aber umgedacht. „Zeitweise war ich dafür, aber ich habe mir dann vorgestellt: Was macht man mit einem Menschen, der sich partout nicht impfen lassen will? Ich halte eine Impflicht ohne Wenn und Aber für ein zu großes Problem, das die Gesellschaft eher spalten kann. Aber so, wie sich die Situation gerade darstellt, bedeutet das auch, dass die Rechte für Ungeimpfte eingeschränkt sein müssen“, sagt der frühere Bayern-Präsident, der an diesem Mittwoch 70 Jahre alt wird.

Hoeneß begrüßt, dass Nationalspieler Josuha Kimmich (26) nach einer eigenen Corona-Erkrankung beim Impfen umgedacht hat. „Ich rechne es ihm hoch an, dass er sich hinstellt und sagt: "Ich habe das falsch eingeschätzt." Das würde ich mir bei mehr Menschen wünschen. Ich finde es gut, dass er sich, sobald es möglich ist, impfen lassen möchte. Das kann vielen Andersdenkenden einen Impuls geben.“

Corona-Alarm! Werder sagt Trainingslager ab

Wegen zahlreicher positiver Corona-Tests hat Werder Bremen sein Trainingslager in Spanien kurz vor dem Abflug abgesagt. Eigentlich hatte sich der Zweitligist am Sonntag gemeinsam mit dem Liga-Konkurrenten FC St. Pauli auf den Weg machen wollen. Da es bei den Testungen am Sonntagvormittag aber fünf Corona-Fälle gab, sagten die Werder-Verantwortlichen die Reise nach Murcia kurzfristig ab. Niclas Füllkrug, Manuel Mbom, Milos Veljkovic und Marco Friedl wurden positiv getestet. Auch bei Reha-Trainer Marcel Abanoz gab es ein positives Ergebnis.

„Nach den positiven Ergebnissen vom Sonntagmorgen war die Entscheidung alternativlos. Das Risiko, dass es in den nächsten Tagen weitere positive Fälle gibt, ist gegeben“, sagte Geschäftsführer Frank Baumann. „Auch mit Blick auf den gemeinsamen Flug mit dem FC St. Pauli mussten wir verantwortungsvoll handeln.“ Werder wird sich nun daheim auf den zweiten Saisonteil vorbereiten.

Corona: Düsseldorf sagt Trainingslager ab

Und noch eine Trainingslager-Absage eines Zweitligisten: Fortuna Düsseldorf wird in der kommenden Woche nicht nach Marbella (Spanien) reisen. Wie die Fortuna mitteilte, folge der Verein den Empfehlungen aller relevanten, medizinischen Entscheidungsstellen, die aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens von einem Trainingslager in Spanien abraten. Das Team wird nun ab Montag, 3. Januar, die Vorbereitung in Düsseldorf absolvieren – ein entsprechender Plan wurde bereits in den vergangenen Wochen vorbereitet.

„Nach intensiven Gesprächen zwischen dem Gesundheitsamt, der sportlichen Führung und der medizinischen Abteilung der Fortuna haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, nicht nach Spanien zu reisen. Nach der neuesten Informationslage zur rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante sind wir der Empfehlung der medizinischen Entscheidungsstellen gefolgt, die Reise nach Spanien nicht anzutreten“, erklärte Mannschaftsarzt Ulf Blecker.

Chiellini positiv auf Corona getestet

Europameister Giorgio Chiellini ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sein Verein Juventus Turin mit. Der italienische Innenverteidiger befand sich bereits einige Tage in häuslicher Quarantäne, nachdem er Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Am Freitag waren bereits Ersatzkeeper Carlo Pinsoglio and Arthur Melo bei Juve positiv getestet worden. Juventus startet am Donnerstag gegen die SSC Neapel ins neue Jahr.

BVB-Profi hat Corona – Quarantäne in Dubai

Auch Pokalsieger Borussia Dortmund hat nach der kurzen Winterpause einen Corona-Fall vermeldet. Wie der BVB bekannt gab, wurde Abwehrspieler Dan-Axel Zagadou (22) während seines Weihnachtsurlaubs in Dubai positiv auf das Virus getestet und wird für das erste Spiel des neuen Jahres bei Eintracht Frankfurt am kommenden Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) ausfallen.

„Der Franzose befindet sich nach wie vor an seinem Urlaubsort in Quarantäne“, schrieben die Schwarz-Gelben, die das Dortmunder Gesundheitsamt nach eigenen Angaben über die Infektion informierten. Der BVB von Trainer Marco Rose nimmt am Montag die Vorbereitung auf die restliche Saison auf.

Xavi wütet über Spielansetzung trotz Corona

Barça-Trainer Xavi Hernández schimpft und spricht von „Wettbewerbsverzerrung“. Der Coach des FC Barcelona bezeichnete es als „verrückt“, dass das Liga-Spiel seiner Mannschaft am Sonntag beim RCD Mallorca nicht verlegt wurde, obwohl bei Barça zehn Profis wegen einer Corona-Infektion außer Gefecht sind und bis zu acht weitere wegen Verletzungen oder Sperren zuschauen müssen.

„Das ist doch eine Grenzsituation (...) Man müsste das Spiel verlegen. Andernfalls macht man sich der Wettbewerbsverzerrung schuldig“, sagte der 41-Jährige. Der Weltmeister von 2010 legte Wert auf die Feststellung, es gehe ihm nicht nur um sein Team. Auch der Gegner habe eine Spielverlegung beantragt. Spiele seien in Spanien bereits aus weit geringfügigeren Gründen verlegt worden. „Es geht einfach um den gesunden Menschenverstand. Auch die Basketball-Liga hat jetzt Spiele (wegen Corona) abgesagt“. Man werde antreten, „wenn uns die Liga dazu zwingt“. Die Lage sei aber „chaotisch“.

Monaco bestätigt: Trainer Kovac entlassen

Niko Kovac ist nach nur eineinhalb Jahren als Trainer des französischen Ex-Meisters AS Monaco entlassen worden. Das bestätigte der Verein. Der ehemalige Bayern-Coach hatte den Job im Sommer 2020 übernommen, sein Vertrag lief noch bis 2023. Bereits am Donnerstag war Kovac über die Entlassung informiert worden.

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf Quellen innerhalb des Vereins berichtet, soll der Belgier Philippe Clement die Nachfolge des Kroaten antreten. Der 47-jährige Clement ist seit 2019 Cheftrainer des belgischen Meisters und aktuellen Tabellenzweiten FC Brügge.

Kovac (50) hatte mit Monaco in der Saison 2020/21 Rang drei geholt. Aktuell liegt das Team, zu dem auch Kevin Volland und Alexander Nübel gehören, aber nur auf Rang sechs. Im August war Monaco zudem in den Play-offs zur Champions League an Schachtjor Donezk gescheitert.

Teuchert wechselt von Union zu Hannover

Cedric Teuchert verlässt den 1. FC Union und spielt künftig wieder für Zweitligist Hannover 96. Teuchert war im Sommer 2020 zu den Eisernen gekommen. Der Stürmer bestritt in drei Wettbewerben seither 37 Spiele. In dieser Saison kam er allerdings kaum noch zum Zug. „Die letzten anderthalb Jahre in Berlin waren sportlich nicht immer leicht für mich, dennoch habe ich mich bei Union sehr wohl gefühlt“, wurde der 24-Jährige von Union zitiert. Teuchert spielte bereits 2019/20 als Leihspieler von Schalke 04 für Hannover 96.

( sid/dpa/HA )

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