Fußball-Ticker

Gericht ordnet Haftstrafe gegen Bayern-Weltmeister an

| Lesedauer: 20 Minuten
Frankreichs Fußballweltmeister Lucas Hernandez vom FC Bayern München muss laut einem Gerichtsurteil eine Haftstrafe antreten.

Frankreichs Fußballweltmeister Lucas Hernandez vom FC Bayern München muss laut einem Gerichtsurteil eine Haftstrafe antreten.

Foto: imago images/Philippe Ruiz

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 13. Oktober 2021:

Gericht: Bayern-Weltmeister Lucas Hernandez muss in Haft

Ein spanisches Gericht hat die Vollstreckung einer Haftstrafe gegen Bayern Münchens Weltmeister Lucas Hernandez angeordnet. Der 25-Jährige war im Dezember 2019 wegen Verstoßes gegen ein Annäherungs- und Kontaktverbot gegenüber seiner früheren Freundin verurteilt worden, mit der er inzwischen nach der Versöhnung verheiratet ist.

Das 32. Strafgericht in Madrid ordnete am Mittwoch an, Hernandez müsse am 19. Oktober dort erscheinen und innerhalb von zehn Tagen eine Haftstrafe von sechs Monaten antreten. Die beantragte Aussetzung sei abgelehnt worden.

2017 war der Profi wegen einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit seiner heutigen Ehefrau mit dem Kontaktverbot belegt worden. Laut Gericht hat das Paar dagegen verstoßen, indem es wenige Monate später gemeinsam nach Miami flog.

Kosovo trennt sich von Trainer Challandes

Der Fußballverband des Kosovo hat sich von Trainer Bernard Challandes getrennt. Einen Tag nach der 1:2-Niederlage in der WM-Qualifikation gegen Georgien wurde der Vertrag des Schweizers vorzeitig aufgelöst, wie beide Seiten am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Pristina bekanntgaben.

Der 70 Jahre alte Coach hatte die Mannschaft im März 2018 übernommen. In der WM-Qualifikation liegt die Auswahl des Kosovo mit vier Zählern aus sieben Spielen auf dem letzten Platz der Gruppe B hinter den punktgleichen Georgiern.

Frankreichs Theo Hernandez positiv auf Corona getestet

Der französische Nationalspieler Theo Hernandez vom italienischen Spitzenklub AC Mailand ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Klub am Mittwoch bekannt gab, gehe es dem 24 Jahre alten Bruder von Bayern-Star Lucas Hernandez so weit gut.

Der Außenverteidiger war zu Beginn der Woche von der Nationalmannschaft zurückgekehrt, mit der er am Sonntag das Nations-League-Finale gegen Spanien gewonnen hatte (2:1). Zuvor hatte Hernandez den Weltmeister im Halbfinale gegen Belgien mit seinem Last-Minute-Tor zum 3:2 ins Endspiel geschossen. Nach dem Halbfinale war bereits der französische Mittelfeldspieler Adrien Rabiot (26) positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Gericht spricht Klopp Künstler-Status ab

Fußballtrainer und Werbefigur Jürgen Klopp (54) ist trotz aller Erfolge kein Künstler im juristischen Sinne. Das hat das Sozialgericht Darmstadt im Streit zwischen der Deutschen Rentenversicherung und Klopp-Werbepartner Opel entschieden.

Die Versicherung hatte von dem Autobauer für den Zeitraum 2011 bis 2015 die Nachzahlung von Beiträgen an die Künstlersozialkasse in sechsstelliger Höhe verlangt, weil der damalige Dortmund-Trainer Klopp in den Werbespots als Künstler aufgetreten sei. Das Gericht hat aber in dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil entschieden, dass prominente Trainer wie Profi-Sportler nach ihrem Hauptberuf eingestuft werden müssen. Die Tätigkeit als Testimonial (Markenbotschafter) sei nicht als Kunst anzusehen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Rassismus-Vorfall bei U-21-Länderspiel in Italien

Ein Spieler des schwedischen U-21-Nationalteams ist nach eigener Aussage bei einem EM-Qualifikationsspiel gegen Italien in Monza am Dienstag (1:1) rassistisch beleidigt worden. Der schwedische Fußballverband machte den Vorfall auf seiner Website öffentlich. Bei dem betroffenen Spieler handelt es sich um Anthony Elanga, der in England bei Rekordmeister Manchester United unter Vertrag steht.

„Wir haben unsere Version der Ereignisse mitgeteilt und sowohl den Schiedsrichtern als auch den Spieldelegierten einen mündlichen Bericht vorgelegt“, wurde U-21-Trainer Claes Eriksson auf der Verbandswebsite zitiert. Man warte nun auf Rückmeldung und werde dann über das weitere Vorgehen entscheiden. Details zu mutmaßlichen Tätern wurden zunächst nicht bekannt.

Der italienische Verband FIGC widerspricht den Darstellungen „auf entschiedene Weise“, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde. Kein Spieler der Azzurri habe sich rassistisch gegenüber einem Gegenspieler verhalten. Auch sei kein Vorfall von den Unparteiischen notiert worden. Die FIGC werde auf jede erdenkliche Art das Bild von sich und jenes ihrer Spieler verteidigen. Der ganze italienische Fußball und vor allem die Nationalmannschaften bekämpften Rassismus intensiv.

FIFA-Chef schlägt WM in Israel und Nachbarstaaten vor

Gianni Infantino sieht den Fußball als ein mögliches Element zur Friedensstiftung unter den verfeindeten Staaten des Nahen Ostens. Der Präsident des Weltverbands FIFA ermutigte bei seiner ersten Israel-Reise die Länder der Region, über eine gemeinsame WM-Bewerbung nachzudenken. „Nichts ist unmöglich. Wir müssen groß denken. Man muss Visionen, Träume und Ambitionen haben“, antwortete Infantino bei einer Podiumsdiskussion der „Jerusalem Post“ auf die Frage nach einer WM-Ausrichtung Israels und nannte in diesem Zusammenhang die Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten: „Warum nicht Israel? Vielleicht ist es eine Möglichkeit, als Co-Gastgeber aufzutreten.“

Die nächste „freie“ WM-Endrunde wäre die im Jahr 2030. Nach der WM im kommenden Jahr in Katar wird 2026 in den USA, Kanada und Mexiko erstmals eine Endrunde mit 48 Teilnehmern gespielt.

Für 2030 sind mehrere Kandidaten im Gespräch. Uruguay, Argentinien, Paraguay und Chile wollen sich gemeinsam bewerben. Das gilt auch für die vier britischen Verbände in Kooperation mit Irland. Zudem werden Spanien und Portugal wie auch China gehandelt. Über die Endrunden-Vergabe entscheiden 2024 alle FIFA-Mitgliedsländer bei einem Kongress.

FIFA ermittelt nach Vorfällen in England und Albanien

Der Fußball-Weltverband hat die Ausschreitungen bei den WM-Qualifikationsspielen in England und Albanien „auf das Schärfste“ verurteilt und Ermittlungen eingeleitet. „Die FIFA weist darauf hin, dass sie jegliche Form von Gewalt, Diskriminierung oder Missbrauch entschieden ablehnt. Die FIFA hat eine ganz klare Null-Toleranz-Haltung gegenüber solch abscheulichem Verhalten im Fußball“, teilte der Weltverband am Mittwoch mit.

Derzeit würden die Berichte über die WM-Qualifikationsspiele zwischen England und Ungarn sowie Albanien und Polen analysiert, „um die angemessensten Maßnahmen zu ergreifen“, hieß es in der Mitteilung. Beim 1:1 im Londoner Wembley-Stadion waren Dutzende Einsatzkräfte auf den Tribünen mit Gästefans aneinandergeraten. Kurz nach Beginn des Spiels hätten Beamte die Tribüne betreten, um einen Zuschauer wegen eines rassistischen Vorfalls zu verhaften, hieß es von der Polizei.

In Tirana waren nach dem 1:0-Siegtreffer der Polen durch Karol Swiderski (77. Minute) Plastikflaschen in Richtung der jubelnden Spieler geflogen. Die Partie wurde für rund 20 Minuten unterbrochen.

Rassismus: DFB-Gericht reduziert Strafe gegen Erdmann

Die Sperre für Drittliga-Spieler Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen Rassismus-Vorwürfen ist vom DFB-Bundesgericht verkürzt worden. In der Berufungsverhandlung am Mittwoch in Frankfurt/Main änderte das Gremium das Strafmaß für den 30-Jährigen. Die noch bis Ende der ursprünglichen Sperre am 25. Oktober ausstehenden zwei Spiele wurden bis zum Ende der laufenden Saison auf Bewährung ausgesetzt. Erdmann hat bereits fünf Spiele aussetzen müssen. Zudem wurde die Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro gestrichen, wie der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mitteilte.

Einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Strafmaßes hatte der DFB-Kontrollausschuss gestellt. Erdmanns Club Saarbrücken hatte Einspruch gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts eingelegt. Erdmann soll in der Partie der Saarländer am 25. August gegen den 1. FC Magdeburg mehrere Gegenspieler rassistisch beleidigt haben, wie Zeugen des sächsischen Clubs versicherten. Der Abwehrspieler wies die Anschuldigungen mehrfach zurück.

Erdmanns Anwalt Horst Kletke erklärte nach DFB-Angaben in der Verhandlung, dass die eingelegte Berufung auf das Strafmaß beschränkt sei. Der Spieler habe zwar die ihm unterstellten Äußerungen nicht getätigt, aber wenn es zu Missverständnissen gekommen sei, dann täte dies Erdmann leid. „Strafmildernd hat das Bundesgericht trotz der schwerwiegenden Vorfälle berücksichtigt, dass den 13 Zeugen durch dieses fiktive Geständnis die erneute Vernehmung und Belastung erspart blieb“, erklärte der Vorsitzende Richter Achim Späth. Das Urteil des Bundesgerichts ist bindend.

Hoffenheims Hübner nach mehr als einem Jahr zurück

Bundesligist TSG Hoffenheim kann im Jahresendspurt womöglich wieder auf Innenverteidiger Benjamin Hübner zurückgreifen. Der einstige Kapitän der Kraichgauer kehrte in der Länderspielpause nach seiner komplizierten Fußverletzung und mehr als einem Jahr Pause zumindest teilweise ins Mannschaftstraining zurück. Ein Einsatz gegen den 1. FC Köln am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) komme aber noch deutlich zu früh, sagte Trainer Sebastian Hoeneß.

Neben Hübner werden gegen die Rheinländer auch weiter die langzeitverletzten Ermin Bicakcic und Havard Nordtveit fehlen, Linksverteidiger Marco John fällt mit einer Schulterverletzung vier bis sechs Wochen aus.

Hoeneß erwartet nach dem 1:3 in Stuttgart eine Reaktion von seinem Team, auch wenn die Partie alles andere als einfach werde. „Die Kölner haben sich eine Überzeugung angespielt und strotzen vor Selbstvertrauen. Ich würde sie als Mannschaft der Stunde bezeichnen“, sagte der 39-Jährige: „Wir werden Leidensfähigkeit brauchen, wir müssen dagegenhalten. Das wird die große Aufgabe sein.“

Rassismus-Eklat – Ungarn droht nächste Strafe

Nach den Zusammenstößen zwischen ungarischen Fans und der Polizei während des WM-Qualifikationsspiels von England gegen Ungarn (1:1) will der englische Fußballverband den Vorfall untersuchen und dem Weltverband FIFA melden. Dem ungarischen Verband droht damit eine erneute Strafe.

In der Anfangsphase der Partie am Dienstagabend im Londoner Wembley-Stadion waren Dutzende Einsatzkräfte auf den Tribünen mit Gästefans aneinandergeraten. Die Polizei setzte Schlagstöcke gegen die Zuschauer ein. Kurz nach Beginn des Spiels hätten Beamte die Tribüne betreten, um einen Zuschauer wegen eines rassistischen Vorfalls zu verhaften, hieß es in einer Polizeimitteilung. Daraufhin habe es Unruhe gegeben, an der andere Zuschauer beteiligt waren. Die Ordnung sei aber schnell wiederhergestellt worden.

Vor dem Anpfiff hatten einzelne ungarische Fans gebuht, als die englischen Nationalspieler als Zeichen gegen Rassismus knieten und die Ungarn auf die „Respect“-Aufschrift auf ihren Trikots zeigten. Von den Pfiffen waren die Three Lions unbeeindruckt. „Wir wurden kritisiert, weil wir gekniet haben, und wir haben gemeinsam leidenschaftlich zusammengehalten“, sagte Verteidiger Tyrone Mings. „Das hat uns als Mannschaft getragen. Es ändert sich nicht, wenn Leute Banner hochhalten oder anderer Meinung sind.“

Im September hatten ungarische Fans in Budapest englische Spieler rassistisch beleidigt, Gegenstände geworfen, Feuerwerkskörper abgefeuert und Treppen blockiert. Ungarns Nationalmannschaft war vom Weltverband FIFA dafür mit einem Heimspiel in der WM-Qualifikation ohne Zuschauer bestraft worden. Demnach droht dem Verband ein weiteres Geisterspiel, sollten sich ähnliche Vorfälle wiederholen. Das könnte nun der Fall sein.

Nübel-Rückkehr zu Bayern hängt von Neuer ab

Eine mögliche Rückkehr von Alexander Nübel zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München hängt aus Sicht seines Beraters auch von der Zukunft von Manuel Neuer ab. „Wenn Manuel verlängert und in zwei Jahren im Alter von 37 immer noch unantastbar ist, dann werden wir eine Lösung finden. Dann wird Alexander einen anderen Weg einschlagen. Das ist kein Problem“, sagte Nübels Berater Stefan Backs bei Sport1.

Der Vertrag von Nationaltorhüter Neuer (35) läuft bis 30. Juni 2023. Dann endet auch die zweijährige Leihe von Nübel (25) an die AS Monaco. Nübel hatte 2020 seinen Stammplatz beim FC Schalke 04 aufgegeben und beim FC Bayern einen Vertrag bis 2025 unterschrieben. Dort wollte er sich zum Nachfolger von Neuer entwickeln – in München und im DFB-Team. Neuer hatte aber unlängst gesagt, er könne sich vorstellen, noch lange zu spielen. „Vom Alter gibt es aber für mich keine Vorgabe. Ich sage nicht, dass mit 40 Jahren Schluss ist“, sagte der Ex-Weltmeister in einem Interview der „Bild am Sonntag“.

Manchester City arbeitet an Haaland-Transfer

Manchester City will einem englischen Medienbericht zufolge im kommenden Jahr seine Bemühungen um Starstürmer Erling Haaland von Borussia Dortmund verstärken. Es werde erwartet, dass Haalands Berater Mino Raiola im Januar mit dem Premier-League-Club von Trainer Pep Guardiola über einen Wechsel im folgenden Sommer sprechen werde, berichtete die „Times“ am Dienstag.

Haaland sei der angestrebte Transfer mit der höchsten Priorität beim englischen Meister. Sein Vertrag beim Revierclub läuft noch bis 30. Juni 2024, Berichten zufolge soll es eine Ausstiegsklausel für den Norweger in Höhe von 75 Millionen Euro geben.

Haalands Vater Alf-Inge spielte zum Ende seiner Karriere für City. Aus England gilt auch Manchesters Stadtrivale United als möglicher Rivale im Buhlen um den 21-Jährigen, zudem sollen von den europäischen Spitzenclubs unter anderen Real Madrid und Paris Saint-Germain interessiert sein.

Stuttgart wochenlang ohne Millot

Bundesligist VfB Stuttgart muss in den kommenden Spielen auf Neuzugang Enzo Millot verzichten. Der Mittelfeldspieler habe sich am Dienstag im Training einen Anriss am Innenband des rechten Knies zugezogen, teilte der VfB am Mittwoch mit. Der 19-Jährige falle daher mehrere Wochen aus. Millot war im Sommer von der AS Monaco nach Stuttgart gekommen, bestritt in der Bundesliga bisher aber erst zwei Kurzeinsätze.

„Enzo hatte seinen Trainingsrückstand aus dem Sommer aufgearbeitet und war körperlich zuletzt auf einem guten Weg“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. „Jetzt muss er sich leider einige Zeit gedulden, ehe er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.“

Brasiliens Nationalteam stärkt Neymar den Rücken

Nach der Ankündigung eines möglichen Abschieds aus der brasilianischen Nationalmannschaft nach der Weltmeisterschaft in Katar 2022 hat Brasiliens Superstar Neymar von seinen Kollegen bei der Seleção eine Welle der Solidarität erfahren. In einer Veröffentlichung auf dem Instagram-Account von Verteidiger Thiago Silva etwa hieß es: „Wenn Du jemanden brauchst, der stark ist, weißt Du, dass ich immer für Dich da sein werde! Die Familie Silva liebt Dich!“ Neben dem Text ist ein Foto zu sehen, auf dem Silva seinen engen Freund Neymar umarmt.

Mittelfeldspieler Fred hatte in einer Pressekonferenz gesagt: „Es ist schwer, über den Kopf eines anderen Menschen zu sprechen. Der Typ steht manchmal unter enormen Druck. Nicht nur Neymar, sondern auch (Lionel) Messi, Cristiano Ronaldo, aber wir hoffen, dass er noch lange bei uns bleibt. Er ist einer der besten Spieler, die wir je in Brasilien gesehen haben.“ Stürmer Richarlison, der sich von einer Knieverletzung erholt, twitterte ein Bild von Fans in Manaus mit einem Banner, auf dem zu lesen ist: „Neymar, wenn du im Himmel spielen würdest, würde ich sterben, um Dich zu sehen.“

Für den 29-Jährigen von Paris Saint-Germain wird die WM in Katar 2022 voraussichtlich der letzte Auftritt auf der größten Fußball-Bühne. „Ich denke, es ist meine letzte Weltmeisterschaft“, sagt er in dem Dokumentarfilm „Neymar Jr. and the Line of Kings“ (etwa: Neymar Jr. und die Erbfolge der Könige), den der Sender DAZN am Sonntag veröffentlicht hatte. „Ich sehe sie als meine letzte an, weil ich nicht weiß, ob ich danach noch die mentale Kraft habe, mich mit Fußball zu beschäftigen.“

Brasilien bereitet sich in Manaus derzeit auf das WM-Qualifikationsspiel gegen Uruguay am Donnerstag vor. In dem Film geht es darum, welch großer Druck auf Neymar als Erbe Pelés und Hoffnungsträger der Seleção lastet. Ein WM-Titel fehlt ihm bisher. Das 1:7 gegen Deutschland im Halbfinale im eigenen Land 2014 verpasste er verletzt. Die WM in Katar 2022 wäre seine dritte. Er werde alles geben, um das Turnier mit seinem Land zu gewinnen und sich den größten Kindheitstraum zu erfüllen, sagt Neymar in dem Film.

Knieverletzung – Köln vorerst ohne Skhiri

Bundesligist 1. FC Köln muss „bis auf Weiteres“ auf Mittelfeldspieler Ellyes Skhiri verzichten. Das gab der Klub am Mittwoch bekannt. Der 26-Jährige Tunesier war im Länderspiel am Sonntag gegen Mauretanien verletzt ausgewechselt worden. Nach seiner Rückkehr nach Köln ergab eine MRT-Untersuchung nun eine Knieverletzung. Am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) sind die Rheinländer bei der TSG Hoffenheim zu Gast.

Danny Schwarz übernimmt Würzburger Kickers

Danny Schwarz wird neuer Cheftrainer beim kriselnden Drittligisten Würzburger Kickers. Der 46-Jährige ersetzt beim Tabellenvorletzten Torsten Ziegner, der in der vergangenen Woche entlassen worden war. Ex-Profi Schwarz hatte jahrelang im Nachwuchsbereich bei Rekordmeister Bayern München gearbeitet und fungierte zuletzt als Betreuer der Leihspieler.

Schwarz sei „die beste Wahl“, um die Mannschaft „schnell in die Erfolgsspur zurückbringen zu können“, sagte Christian Jäger, Vorstandsvorsitzender der Kickers. „Die Herausforderung bei den Kickers reizt mich sehr“, betonte Schwarz.

Der Zweitliga-Absteiger, der sechs von elf Spielen verloren hat, spielt am Sonntag bei Viktoria Köln. Die Unterfranken hatten im Zuge einer Neuausrichtung auch Sportvorstand Sebastian Schuppan abberufen.

Flaschenwürfe überschatten Polens Sieg in Albanien

Überschattet von einer Spielunterbrechung wegen Flaschenwürfen hat Polen um Weltfußballer Robert Lewandowski seine Chance auf das WM-Ticket gewahrt. Nach den Flaschenwürfen auf die polnischen Nationalspieler war das WM-Qualifikationsspiel in Tirana am Dienstag für gut 20 Minuten unterbrochen worden. Nach dem Treffer zum 1:0 durch Karol Swiderski (77. Minute) flogen von den Tribünen Plastikflaschen in Richtung der jubelnden polnischen Spieler.

Nach der Zwangspause behielten die Polen die Nerven und gewannen die Begegnung mit 1:0 (0:0). In der Gruppe I liegt das Team von Trainer Paulo Sousa nun mit 17 Punkten auf Platz zwei, drei Zähler hinter Spitzenreiter England (20). Albanien ist Dritter (15).

Nach den Flaschenwürfen hatten sich die Polen lautstark beim Referee beschwert. Beide Teams verschwanden in den Kabinen, der französische Schiedsrichter Clement Turpin unterbrach die Partie. Nach der Pause konnte das Match fortgesetzt werden. Der Stadionsprecher wies die Zuschauer laut Nachrichtenagentur AP darauf hin, dass das Spiel bei weiteren Vorfällen abgebrochen und gegen Albanien gewertet werden könnte.

( dpa/SID )

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