Olympische Spiele

Jubel und Enttäuschung bei Hamburger Judoka in Tokio

Björn Jensen
Da durfte er noch jubeln: Dominic Ressel am Dienstag nach seinem Achtelfinalerfolg in Tokio.

Da durfte er noch jubeln: Dominic Ressel am Dienstag nach seinem Achtelfinalerfolg in Tokio.

Foto: Witters

Dominic Ressel verliert am Ende eines erfolgreichen Tages den Kampf um Bronze. Im Boxen darf ein Hamburger weiter hoffen.

Hamburg/Tokio. Bitteres Ende eines erfolgreichen Tages für Dominic Ressel. Der 27-Jährige, der für das Hamburger Judo-Team in der Bundesliga kämpft, verpasste die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm knapp.

Nachdem er im Viertelfinale durch eine umstrittene Waza-ari-Wertung im Golden Score gegen den späteren Olympiasieger Takanori Nagase (Japan) verloren hatte, kämpfte sich der Kieler durch die Hoffnungsrunde gegen den Russen Alan Chubetsow in das Bronzematch, verlor dort durch Ippon gegen den Österreicher Schamil Borchaschwili.

Bei den Frauen schied die beim Eimsbütteler TV aufgewachsene Kölnerin Martyna Trajdos (32) wie bereits 2016 in Rio im 63-kg-Limit in der Auftaktrunde aus, sie unterlag im Golden Score durch Waza-ari gegen Szofi Ozbas (Ungarn). Die für Australien startende Hamburgerin Katharina Häcker (28) schaffte es eine Runde weiter, verlor dort aber gegen Bronzegewinnerin Juul Franssen (Niederlande) durch Ippon.

Hamburger Boxer trifft auf den Weltmeister

Im olympischen Boxturnier darf sich unterdessen der Hamburger Schwergewichtler Ammar Riad Abduljabbar am Freitag dem Weltmeister widmen. Der 25-Jährige gewann seinen Auftaktkampf im 91-kg-Limit gegen den Peruaner José Maria Lucar Jaimes (28) mit der bestmöglichen Wertung, alle fünf Punktrichter hatten ihn in allen drei Runden vorn.

„Ich bin sehr glücklich über diese Leistung. Aber ich bin hier, um Gold zu gewinnen, deshalb muss ich am Freitag noch einiges draufpacken. Ich fühle mich bereit dafür“, sagte der gebürtige Iraker dem Abendblatt. Im Viertelfinale trifft der letzte verbliebene Starter des Deutschen Box-Verbands (DBV) nun auf den russischen Titelfavoriten Muslim Gadschimagomedow (24).

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport