Hamburger Tennisturnier

Rothenbaum: Nur einer von vier Deutschen ist im Achtelfinale

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Jan-Lennard Struff hadert mit seiner mangelhaften Chancenauswertung am Rothenbaum.

Jan-Lennard Struff hadert mit seiner mangelhaften Chancenauswertung am Rothenbaum.

Foto: WITTERS

Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier verlieren bei den Hamburg European Open Duelle mit serbischen Erstrundengegnern.

Hamburg. Es hätte der Tag der Deutschen werden können bei den Hamburg European Open am Rothenbaum. Doch dann kam am Dienstag nur einer von vier gestarteten Profis des Deutschen Tennis-Bundes ins Achtelfinale durch – und das auch nur, weil es das deutsche Duell zwischen Dominik Koepfer (27/Furtwangen/Nr. 59) und dem Nürnberger Qualifikanten Maximilian Marterer (26/Nr. 200) gab.

Zu stark war am schwülheißen Nachmittag die serbische Fraktion. Zunächst unterlag Wildcard-Inhaber Daniel Altmaier (22/Kempen/Nr. 149) dem an Position sechs gesetzten Filip Krajinovic (29/Nr. 44), der am Mittwoch im Achtelfinale nun den Augsburger Philipp Kohlschreiber (37/Nr. 117) fordert, 3:6, 7:6 (7:3), 1:6. Anschließend zog Daviscupspieler Jan-Lennard Struff (31/Warstein/Nr. 47) gegen Laslo Djere (26/Nr. 57) mit 4:6, 5:7 den Kürzeren.

Struff hadert mit seiner Niederlage am Rothenbaum

Altmaier, der im vergangenen Jahr mit dem Achtelfinaleinzug bei den French Open auf sich aufmerksam gemacht hatte, machte für die Niederlage vorrangig körperliche Gründe aus. „Seit vergangenem Donnerstag bin ich leicht erkältet, hatte nachts etwas Fieber“, sagte er – was ihn allerdings nicht davon abgehalten hatte, am Sonntag in Braunschweig den ersten Challengertitel seiner Karriere zu gewinnen. Am Dienstag kamen allerdings noch Blasen an der rechten Schlaghand dazu. „Auf so einem Niveau merkt man das schon. Trotzdem hatte ich meine Chancen und sehe meinen Auftritt hier alles in allem positiv.“

Auch Struff, der das Turnier als Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio nutzen wollte, die am 23. Juli beginnen, haderte mit seiner mangelhaften Chancenauswertung, sieben von acht Breakbällen vergab er. Viele Aufschlag­spiele gingen über mehrfachen Einstand, am Ende war es jedoch der zielstrebigere Serbe, der verdient gewann. „Er war der bessere Spieler. Ich habe versucht, alles rauszuholen, aber es hat leider nicht gereicht“, sagte der Unterlegene, der nun auf Hartplatz trainieren will, ehe am Montag der Flieger nach Japan geht.

Am Dienstagnachmittag musste der argentinische Lucky Loser Sebastian Baez (20/Nr. 164) wegen eines positiven Corona-Testergebnisses seinen Turnierstart beenden. Sein Achtelfinalgegner Nikolos Bassilaschwili (29/Nr. 29), der am Rothenbaum 2018 und 2019 den Titel holte, steht kampflos im Viertelfinale.

( bj )