Amateurmeisterschaft

Europas Golfelite schlägt in Falkenstein ab

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Genießt in Falkenstein Heimvorteil: Christin Eisenbeiß vom HGC.

Genießt in Falkenstein Heimvorteil: Christin Eisenbeiß vom HGC.

Foto: Witters

120 Spielerinnen starten bei der internationalen deutschen Amateurmeisterschaft. 15 Spielerinnen vom Gastgeber HGC sind auch dabei.

Hamburg.  Am Mittwoch war Trainer Christian Lanfermann mit „seinen“ Damen natürlich noch einmal auf dem Platz unterwegs, ein letztes Feeling bekommen für die Bahnen und die Grüns. Am Nachmittag noch ein wenig Arbeit auf der Range, bevor an diesem Donnerstag von 7.30 Uhr an 120 europäische Spitzenspielerinnen aus 17 Nationen im Hamburger Golf Club Falkenstein (HGC) zur internationalen deutschen Amateurmeisterschaft (IAM) abschlagen. 15 Spielerinnen vom Gastgeber HGC sind dann auch am Start.

„Es ist unfassbar wichtig für uns, dass es dieses Turnier gibt“, sagt Lanfermann, „man trainiert schließlich für Wettkämpfe, und solch ein bedeutendes Turnier auf der eigenen Anlage zu haben ist eine tolle Belohnung für die ganze Arbeit der vergangenen Monate.“

Erster Spieltag für die HGC-Damen in der Bundesliga

Erst am vergangenen Wochenende stand für die HGC-Damen in der Nordgruppe der erste Spieltag in der Bundesliga auf dem Plan. Davor war seit der Endrunde um die deutsche Meisterschaft im Oktober 2020 praktisch Stillstand. Während die Profis mit mehr oder weniger strengen Quarantäneregeln aktiv sein konnten, gab es für die Amateure so gut wie keine Turniere. Auch die 2020 geplante IAM in Falkenstein musste natürlich ausfallen.

„Wir haben vor drei Wochen entschieden, dass wir versuchen wollen, das Turnier durchzuführen“, erklärt HGV-Geschäftsführer Berthold Apel, „es gab schließlich in Deutschland kaum ein Angebot für einen Wettspielbetrieb für die Amateure.“ Die sinkenden Inzidenzzahlen machten Mut, es wurde ein Konzept entwickelt und dem Sportamt sowie dem Gesundheitsamt vorgelegt.

Es sind keine Caddies zugelassen

Und die haben es für gut befunden. „Mit dem angepassten Schutz- und Hygienekonzept wird die internationale und nationale Elite ein absolutes Highlight erleben“, erwartet DGV-Sportvorstand Marcus Neumann. Zumal der Platz nach der verzögerten Entwicklung im Frühjahr zuletzt laut Apel „explodiert“ und „in einem hervorragenden Zustand“ ist.

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Für die Spielerinnen bedeuten die Hygieneauflagen natürlich Änderungen. So sind keine Caddies zugelassen, alle Beteiligten müssen mit einem gültigen PCR-Test anreisen und sich vor den Finaltagen einem weiteren Schnelltest unterziehen. Zuschauer sind nicht zugelassen, also müssen auch Eltern und Freunde draußen bleiben. Insgesamt werden maximal 160 Menschen auf der weitläufigen Anlage zugegen sein.

Guter Golfsport kann erwartet werden

Dennoch dürfte das Turnier guten Golfsport bieten. Der Cut, um ins Teilnehmerfeld zu kommen, lag bei einem Handicapindex von minus 2,1. Es werden vier Runden Zählspiel absolviert, nach drei Runden wird das Feld für den Sonntag auf die besten 60 plus Schlaggleiche reduziert.

Die Dänin Amalie Leth-Nissen (-7,3) steht an der Spitze der Teilnehmerliste. Aber auch die amtierende Einzeleuropameisterin Paula Schulz-Hansen (-6,2/St. Leon-Rot) ist eine heiße Titelanwärterin. Die Falkensteinerinnen Christin Eisenbeiß (-6,4), Emilie von Finkenstein und Viktoria Hund (beide -4,2) wollen mit Heimvorteil auch ganz vorne mitspielen. „Die Konkurrenz ist unfassbar stark, aber natürlich wollen wir unsere Farben hochhalten“, sagt Lanfermann, „es wäre doch ein Traum, hier auf eigenem Platz auf dem Podest zu stehen.“

( ah )

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