Fußball-Ticker

Dursun wird künftig von Özil bedient statt von Kittel & Co.

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Zweitligatorschützenkönig Serdar Dursun hat seiner Heimatstadt Hamburg endgültig einen Korb gegeben.

Zweitligatorschützenkönig Serdar Dursun hat seiner Heimatstadt Hamburg endgültig einen Korb gegeben.

Foto: Imago/Xinhua

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 15. Juni 2021:

Dursun bei Fenerbahce Teamkollege von Özil

Zweitliga-Torschützenkönig Serdar Dursun bekommt seine Vorlagen künftig von Mesut Özil. Der 29-Jährige wechselt von Darmstadt 98 zum 19-maligen türkischen Meister Fenerbahce Istanbul, der im Winter bereits den Weltmeister von 2014 verpflichtet hatte.

Dursun unterschrieb laut Vereinsauskunft vom Dienstag einen Dreijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison. Er hatte in der vergangenen Saison 27 Tore für die Lilien erzielt. Zuletzt war auch dem HSV aus Dursuns Heimatstadt Hamburg Interesse nachgesagt worden. Dursuns Vertrag in Darmstadt läuft aus, er ist daher ablösefrei.

Liverpool vergrößert Stadion an der Anfield Road

Der englische Fußball-Topclub FC Liverpool hat Grünes Licht für den Ausbau seines Stadions an der Anfield Road bekommen. Die Erweiterung auf insgesamt 61.000 Sitzplätze soll bis zum Jahr 2023 abgeschlossen sein. Erfüllt Teammanager Jürgen Klopp seinen Vertrag bei den Reds, wird auch der Deutsche noch davon profitieren: Sein Arbeitspapier läuft bis 2024.

Am Dienstag stimmte der Stadtrat für den geplanten Ausbau der Anfiel-Road-Tribüne, hier sollen 7000 weitere Sitzplätze entstehen. Anwohner und Umweltschützer hatten sich zuvor besorgt geäußert, da der 45 Hektar große Stanley Park an das traditionsreiche Stadion grenzt. Zuletzt war bereits die Haupttribüne erweitert worden, von Anfang 2015 bis Sommer 2016 entstanden dort gut 13.000 neue Plätze.

Serdar-Wechsel von Schalke zu Hertha BSC perfekt

Ein Abgang beim FC Schalke 04 ist abgeschlossen: Suat Serdar (24) erhält beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC einen Fünfjahresvertrag bis 2026. Wie die Berliner am Dienstag verkündeten, bestand der Mittelfeldspieler den Medizincheck und unterschrieb seinen neuen Kontrakt.

„Dieser Transfer ist der erste wichtige Baustein auf der Abgangsseite, der aus kaufmännischer Sicht enorm wichtig für den Club ist“, sagte Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder laut Mitteilung. Zur Ablöse wurden keine Angaben gemacht. Der finanziell angeschlagene Revierclub befindet sich nach dem Abstieg in einer Umbruchphase.

Bereits in der Vorwoche hatten die Clubs den Wechsel Serdars vorbehaltlich der ausstehenden medizinischen Tests angekündigt. Der 24-Jährige erhält bei Hertha künftig die Rückennummer acht.

Serdar war 2018 vom FSV Mainz 05 nach Gelsenkirchen gewechselt und hat bisher vier Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft absolviert sowie seit 2013 alle Jugendnationalmannschaften durchlaufen. In der Bundesliga absolvierte Serdar insgesamt 116 Spiele und erzielte zwölf Tore.

Holstein Kiel will sein Stadion erweitern

Holstein Kiel will in absehbarer Zeit in einem neuen Stadion spielen. Die neue Arena soll auf dem Grund der alten errichtet werden und nach Fertigstellung rund 25.000 Plätze bieten. Das Holstein-Stadion verfügt derzeit über 15.000 Plätze, erfüllt bei Funktionalität und Sicherheit aber nicht die geforderten Standards. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat am Montagabend über den Neubau der Arena informiert. Konkrete Pläne und Termine gibt es jedoch noch nicht. „Herr des Verfahrens ist die Stadt“, sagte Vereinspräsident Steffen Schneekloth.

Ex-HSV-Spielerin Wübbenhorst neue Co-Trainerin bei Viktoria Köln

Trainerin Imke Wübbenhorst tritt ein neues Engagement im höherklassigen Männerfußball an. Ab dem 1. August soll die 32 Jahre alte Fußballlehrerin beim Drittligisten Viktoria Köln Chefcoach Olaf Janßen als Co-Trainerin Analyse unterstützen. „Ich freue mich, dass mir ein erfahrener Trainer die Möglichkeit gibt, in seinem Team zu arbeiten. Ich werde viel Zeit, Kraft und Energie in meine Tätigkeit stecken, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen“, wurde Wübbenhorst in einer Mitteilung des Kölner Vereins zitiert.

Vor einem halben Jahr war Wübbenhorst als Cheftrainerin beim West-Regionalligisten Sportfreunde Lotte freigestellt worden. In Lotte hatte sie im April 2020 als zweite Frau nach Inka Grings (SV Straelen) einen Männer-Regionalligisten übernommen, konnte aber in der vergangenen Saison die sportliche Talfahrt mit nur drei Siegen aus 19 Spielen nicht stoppen.

In Köln nimmt sie als Janßens Assistentin einen neuen Anlauf. „Sie ist eine Bereicherung für unser Trainerteam – schon durch ihre Ausbildung zur Fußballlehrerin – also der höchsten Qualifikation, die man in diesem Bereich haben kann“, sagte Janßen.

Torhüter Adrian bleibt Liverpool-Trainer Klopp erhalten

Der FC Liverpool hat den Vertrag mit dem spanischen Torhüter Adrian verlängert. Wie der Club von Trainer Jürgen Klopp bekanntgab, unterschrieb der 34 Jahre alte Adrian, dessen Zweijahresvertrag in diesem Sommer endete, ein neues Arbeitspapier. Zur Vertragsdauer machten die Reds zunächst keine Angaben.

Adrian war im Sommer 2019 ablösefrei von Liga-Konkurrent West Ham United nach Anfield gekommen, wo er die Nummer zwei im Tor hinter Stammkeeper Alisson wurde. Seitdem machte Adrian wettbewerbsübergreifend 24 Spiele für die Reds.

Leverkusen holt sich dänisches Toptalent

Bayer Leverkusen hat den erst 16 Jahre alten Dänen Zidan Sertdemir verpflichtet. Der Mittelfeldspieler kommt vom dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland und bindet sich bis 2024 an die Werkself, wie der Club am Dienstag verkündete. Zunächst solle er für die U19 spielen. Der U17-Nationalspieler solle sofort bei den Profis mittrainieren und an das höchste Niveau herangeführt werden.

Hannover-Präsident Kind wird zum Sportchef

eim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 ist Clubchef Martin Kind vorerst wieder für Transferangelegenheiten zuständig. „Zum Glück habe ich nicht vergessen, wie es geht“, sagte der 77-Jährige dem "Sportbuzzer". „Früher habe ich fast alle Verträge verhandelt.“ Die Managerrolle übernimmt Kind so lange, bis es einen neuen Sportdirektor gibt. Der bisherige Amtsinhaber Gerhard Zuber ist kaltgestellt und soll frei gestellt werden, wenn ein neuer Sportchef da ist. Dafür vorgesehen ist Marcus Mann von 1899 Hoffenheim. Der 37-Jährige muss zuvor aber erst seinen Vertrag in Hoffenheim auflösen.

Ob Kind bis dahin Spieler verpflichten kann, ist zweifelhaft. „Der Markt ist tot“, erkannte der Unternehmer. „Es werden Spieler angeboten, aber man kriegt keine Entscheidungen und keinen Abschluss.“ Ein angebliches Interesse des früheren Bundesligisten an Fiete Arp vom FC Bayern bestritt Kind zudem vehement: „Er steht bei uns überhaupt nicht auf der Liste, egal, welche man nimmt.“

Schalke lässt 500 Fans beim ersten Training zu

Erstmals seit dem vergangenen Oktober will Bundesliga-Absteiger Schalke 04 wieder Zuschauer beim Training zulassen. Das teilten die Gelsenkirchener mit. Demnach beginnt das Training für die neue Zweitliga-Saison an diesem Donnerstag (15 Uhr) vor bis zu 500 interessierten Anhängern. Anschließend sind im Rahmen der Vorbereitung zwei Trainingslager und fünf Testspiele geplant.

Interessierte Fans können sich bis zum Mittwochmorgen per E-Mail um Tickets bewerben. Zudem wird der Verein den Trainingsauftakt auf seinem YouTube-Kanal übertragen. Nach der Einheit ist eine Autogrammstunde geplant.

Bereits einen Tag nach dem ersten Training wird die Mannschaft um Cheftrainer Dimitrios Grammozis in ein zweitägiges Kurztrainingslager unter Ausschluss der Öffentlichkeit nach Billerbeck im Münsterland aufbrechen. Für den 23. Juni ist ein erster Test gegen den Landesligisten PSV Wesel-Lackhausen im Parkstadion angesetzt. Sein zweites Trainingslager bezieht S04 vom 29. Juni bis zum 10. Juli im österreichischen Mittersill. Dort sollen zwei weitere Testspiele stattfinden.

Rente mit 43? Buffon unterschreibt neuen Vertrag

Nach der Trennung von Fußball-Rekordmeister Juventus Turin setzt Star-Torwart Gianluigi Buffon seine Karriere in der Serie B fort. Der 43-Jährige einigte sich mit Parma Calcio, dem Club, bei dem er vor 26 Jahren seine Spielerkarriere begonnen hatte, auf einen Zweijahresvertrag.

Buffon, der am Ende der Saison die Trennung von Juve verkündet hatte, soll die Kapitänsrolle übernehmen. Buffon hatte bereits im Jahr 2006 in der Serie B gespielt, als Juve wegen Verwicklung in einen Manipulationsskandal zwangsabsteigen musste.

Der Vor-Vorgänger-Klub AC Parma gehörte in den 1990er-Jahren zur europäischen Elite, gewann einmal den Europapokal der Pokalsieger (1993), zweimal den Uefa-Cup (1995, 1999) und holte zudem dreimal den nationalen Pokal (1992, 1999, 2002).

Es folgte der Konkurs des Mutterkonzerns Parmalat im Jahr 2004, die Neugründung als FC Parma und die erneute Insolvenz 2015. Als Parma Calcio schaffte der Verein bis 2018 dann den Durchmarsch aus der 4. in die 1. Liga. Anfang Mai war Parma nach drei Jahren aus dem Fußball-Oberhaus wieder abgestiegen.

( sid/dpa/ber )