Fußball-Ticker

Fürth zieht HSV davon – Man City auf dem Weg ins Finale

Lesedauer: 22 Minuten
Dennis Diekmeier (r.) konnte mit dem SV Sandhausen bei Greuther Fürth (l. Branimir Hrgota) seinem langjährigen Club HSV keine Schützenhilfe im Aufstiegskampf leisten.

Dennis Diekmeier (r.) konnte mit dem SV Sandhausen bei Greuther Fürth (l. Branimir Hrgota) seinem langjährigen Club HSV keine Schützenhilfe im Aufstiegskampf leisten.

Foto: Daniel Karmann / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Mittwoch, den 28. April 2021:

Manchester City gewinnt bei PSG 2:1

Bayern-Besieger Paris Saint-Germain hat das Hinspiel im Halbfinale der Champions League gegen Manchester City verloren. Das Team von Star-Coach Pep Guardiola setzte sich am Mittwochabend im Prinzenpark mit 2:1 (0:1) durch und darf auf das erste Endspiel in der europäischen Fußball-Meisterklasse hoffen. Nach dem Rückstand in der 15. Minute durch Marquinhos gelangen Kevin De Bruyne (64.) und Riyad Mahrez (71.) binnen acht Minuten die Wende.

In der Schlussphase musste PSG auch noch in Unterzahl spielen, nachdem Referee Felix Brych Idrissa Gueye (77.) nach einem Foul an City-Profi Ilkay Gündogan die Rote Karte zeigte. Der deutsche Nationalspieler konnte nach einer kurzen Behandlungsphase weiterspielen. Die Entscheidung um den Einzug ins Finale, wo der FC Chelsea oder Real Madrid warten, fällt nun am kommenden Dienstag in Manchester.

Sandhausen spät besiegt: Fürth zieht HSV davon

Die SpVgg Greuther Fürth hat im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga gegen den im Endspurt immer stärker aufdrehenden SV Sandhausen mit einem späten Sieg ein kraftvolles Zeichen gesetzt. In einem spektakulären Schlagabtausch mit kuriosen Toren und vielen Emotionen wendeten die Franken beim 3:2 (1:1) am Mittwochabend ihre zweite Niederlage nacheinander eindrucksvoll ab.

Mit vorerst einem Spiel mehr als Verfolger HSV hat der Tabellenzweite aus Fürth seinen Vorsprung sogar erst mal auf satte sechs Punkte ausgebaut. Die Hamburger auf Relegationsrang drei können aber am Donnerstag gegen den Karlsruher SC wieder herankommen.

Tabellen nach dem 34. Spieltag

1. VfL Bochum 34 Sp. / 66:39 Tore / 67 Pkt.
2. Greuther Fürth 34 Sp. / 69:44 Tore / 64 Pkt.
3. Holstein Kiel 34 Sp. / 57:35 Tore / 62 Pkt.
4. HSV 34 Sp. / 71:44 Tore / 58 Pkt.
5. Düsseldorf 34 Sp. / 55:46 Tore / 56 Pkt.
6. Karlsruher SC 34 Sp. / 51:44 Tore / 52 Pkt.
7. Darmstadt 98 34 Sp. / 63:55 Tore / 41 Pkt.

Die leidenschaftlichen und robusten Sandhäuser kassierten im Nachholspiel des 28. Spieltags nach drei Dreiern in Serie vor allem durch eigene Aussetzer wieder eine Niederlage. In dieser Form muss der Tabellen-15. aber keine Angst vor dem Abstieg haben.

Hans Sarpei (6. Minute) brachte die Fürther mit seinem ersten Profitor nach einem üblen Patzer von SV-Keeper Stefanos Kapino in Führung. Der frühere Fürther Daniel Keita-Ruel (36./52.) mit seinen Saisontoren zehn und elf drehte die Partie wieder. Ein Eigentor von Alexander Schirow (77.) und schließlich Kapitän Branimir Hrgota (86.) sorgten für das Fürther Happy End.

Hannover: Kocak muss nach der Saison gehen

Trainer Kenan Kocak wird Hannover 96 nach dieser Saison wie erwartet verlassen. Der Zweitligist bestätigte, dass der bis 2023 laufende Vertrag mit dem 40-Jährigen bereits in diesem Sommer aufgelöst wird. "In dieser Saison war die sportliche Entwicklung leider nicht zufriedenstellend. In den Gesprächen in den vergangenen Tagen sind wir zum Ergebnis gekommen, dass eine Auflösung des Vertrags für beide Seiten die richtige Lösung ist", wird Mehrheitsgesellschafter Martin Kind in einer Presseerklärung zitiert.

In den letzten vier Saisonspielen gegen Darmstadt 98, Holstein Kiel, FC St. Pauli und 1. FC Nürnberg soll Kocak noch auf der Bank sitzen. Der ehemalige Trainer des SV Waldhof Mannheim und des SV Sandhausen war im November 2019 als Nachfolger von Mirko Slomka nach Hannover gewechselt. In seiner ersten Saison führte er den Erstliga-Absteiger noch aus der Abstiegszone auf Platz sechs. Von der angestrebten Rückkehr in die erste Liga sind die Niedersachsen in der laufenden Spielzeit aber weit entfernt.

"Unser Wunsch war es, mit Kenan Kocak auf der Trainerposition Kontinuität zu bekommen, das haben wir mit der ursprünglichen Vertragslaufzeit auch zum Ausdruck gebracht", sagte Kind. Jetzt stehen die 96er aber wieder einmal vor einem personellen Neubeginn. Als mögliche Nachfolger von Kocak werden in Hannover bereits Steffen Baumgart und Tim Walter gehandelt.

Wahlhelfer: Marcelo droht Ausfall gegen Chelsea

Real Madrid muss im Halbfinal-Rückspiel der Champions League womöglich auf seinen Verteidiger Marcelo verzichten. Der Brasilianer wurde für den kommenden Dienstag als Helfer bei der Madrider Stadtratswahl ausgelost. Am gleichen Tag brechen die Königlichen allerdings schon nach London auf, um am Mittwoch (21 Uhr/Sky und Dazn) beim FC Chelsea anzutreten.

Real um Nationalspieler Toni Kroos war gegen das Team von Thomas Tuchel im Hinspiel nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus gekommen. Die Madrilenen hoffen nun, Marcelo von seinen bürgerlichen Pflichten entbinden zu können. Die offizielle Bestätigung für das Begehren des Klubs haben die Behörden bislang nicht erteilt.

Laut Regularien können Wahlhelfer aus beruflichen Gründen entschuldigt werden, wenn sie diesem Zeitraum wesentliche Dienste für die Gemeinschaft erledigen, zum Beispiel im Gesundheitswesen. Sollte Marcelo um seinen Dienst nicht herumkommen, könnte er alternativ auch erst am Tag des Rückspiels separat nach London fliegen, um noch rechtzeitig zur Mannschaft zu stoßen.

Wechsel in Würzburg: Jäger für Sauer

Christian Jäger wird neuer Vorstandsvorsitzender des Noch-Zweitligisten Würzburger Kickers. Der 53-Jährige löst am 1. Juli Daniel Sauer ab, der die stark abstiegsgefährdeten Unterfranken nach sechs Jahren auf eigenen Wunsch nach der Saison verlassen wird. Jäger war bislang beim Sportrechtevermarkter Sportfive tätig.

„Ich freue mich riesig auf meine neue Herausforderung. Die Kickers stehen vor einer herausfordernden wie reizvollen Zukunft“, sagte Jäger über seinen künftigen Job beim abgeschlagenen Tabellenletzten der 2. Liga.

Aufsichtsratsvorsitzender Thorsten Fischer lobte indes Sauer, „der Enormes geleistet und über sechs Jahre den Verein tagtäglich gelebt hat“. Doch jetzt breche am Dallenberg „ein neues Zeitalter an“.

Er sei überzeugt, so Fischer, dass der neue Vorstandschef Jäger „mit seiner Erfahrung, seinem Netzwerk und seinem Know-how für unseren Verein die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen wird“.

Wolfsburg: van Bommel und Terzic Trainerkandidaten

Der VfL Wolfsburg bereitet sich nach übereinstimmenden Medienberichten auf einen möglichen Weggang seines Trainers Oliver Glasner vor. Der frühere Bayern-Profi Mark van Bommel gilt nach Informationen der „Sport Bild“ als ein Kandidat für diesen Fall. Mit dem 44 Jahre alten Niederländer, der zuletzt als Jugend- und Cheftrainer der PSV Eindhoven arbeitete, sollen dem Bericht zufolge bereits Gespräche geführt worden sein.

Beide Wolfsburger Zeitungen und die „WAZ“ brachten zudem den Namen von Edin Terzic ins Gespräch, der noch bis zum Saisonende Borussia Dortmund trainiert.

Der 46 Jahre alte Glasner ist noch bis 2022 an die Wolfsburger gebunden. Im März wurde jedoch öffentlich, dass in dem Vertrag des Österreichers eine Ausstiegsklausel enthalten ist. Seitdem wird Glasner vor allem mit dem österreichischen Serienmeister RB Salzburg in Verbindung gebracht, dessen Trainer Jesse Marsch im Sommer als Nachfolger von Julian Nagelsmann zu RB Leipzig wechseln soll.

Hertha: Rückstand bei Lukebakio und Plattenhardt

Sportdirektor Arne Friedrich sieht die Profis von Hertha BSC kurz vor dem Ende der 14-tägigen Quarantäne „gut gewappnet“ für den komplizierten Neustart. „Wir freuen uns ungemein, am Freitag wieder in die Freiheit zu dürfen“, sagte der ehemalige Nationalspieler. Nach fünf Corona-Fällen waren das komplette Team und der Betreuerstab einschließlich des infizierten Cheftrainers Pal Dardai in häusliche Isolation geschickt worden. Am Freitag kehren die Profis nun auf den Trainingsplatz zurück, müssen dann in 20 Tagen sechs Spiele bestreiten.

„Die Mannschaft hat sehr intensiv in der Quarantäne gearbeitet“, berichtete Friedrich am Mittwoch. Athletiktrainer Henrik Kuchno habe einfallsreich und intensiv daran gearbeitet, „die Jungs so fit wie möglich zu machen und sie möglichst spielnah trainieren zu lassen“. Alle Spieler sind regelmäßig auf das Coronavirus getestet worden. „Allen geht es gut“, sagte der Sportdirektor: „Alle wollen zeigen, dass wir da unten rauswollen“. Hertha ist mit drei Spielen weniger als die Konkurrenz inzwischen auf Abstiegsplatz 17 zurückgefallen.

Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt, die leichte Symptome gezeigt hatten, konnten nicht wie ihre Kollegen zu Hause trainieren. „Sie haben erst nochmal eine Abschlussuntersuchung. Dann ist der Plan, dass sie langsam wieder herangeführt werden“, erklärte Friedrich. Für das erste Nachholspiel am kommenden Montag beim FSV Mainz 05 stehen sie nicht zur Verfügung. Mit Torwart Rune Jarstein, der schwerer von Corona betroffen war, sei laut Friedrich im Saisonendspurt nicht mehr zu rechnen.

Darmstadt: Auf Klassenerhalt folgt erster Transfer

Darmstadt 98 hat seine erste Neuverpflichtung für den Sommer bekanntgegeben. Österreichs Linksverteidiger Emir Karic kommt ablösefrei vom SCR Altach und erhält bei den Lilien einen Vertrag bis Ende Juni 2024, wie der hessische Zweitligist mitteilte.

„Mit der feststehenden Ligazugehörigkeit können wir nun auch unsere Kaderplanung für die kommende Spielzeit konkretisieren“, sagte Darmstadts Sportlicher Leiter Carsten Wehlmann.

Mit der Verpflichtung von Karic sei man nun auf der Position des Linksverteidigers „breiter aufgestellt“. Darmstadt hatte am Montag mit einem 3:1-Sieg gegen Tabellenführer VfL Bochum den Klassenerhalt am 31. Spieltag perfekt gemacht.

RB Leipzig: Alles klar mit Jesse Marsch?

RB Leipzig hat nach übereinstimmenden Medienberichten einen Nachfolger für Trainer Julian Nagelsmann gefunden. Wie "Kicker" und "Bild" berichten, wird Jesse Marsch zur kommenden Saison von RB Salzburg nach Leipzig wechseln. Der Bundesligist wollte das zunächst nicht kommentieren. "Wir werden uns zeitnah dazu äußern", sagte Florian Scholz, Kaufmännischer Leiter Sport bei RB. Auch Österreichs Serienmeister bestätigte den Weggang nicht.

Marsch wurde stets als Nagelsmann-Nachfolger gehandelt, seit das Interesse des FC Bayern München an dem 33-Jährigen publik geworden war. Nachdem Nagelsmanns Wechsel nach München am Dienstag offiziell wurde, kamen aber auch andere Namen ins Spiel: Oliver Glasner (VfL Wolfsburg), Pellegrino Matarazzo (VfB Stuttgart) und Roger Schmidt (PSV Eindhoven) wurden gehandelt.

Marsch war jedoch von Anfang an der Favorit der Sachsen. Der 47-Jährige war 2018 aus New York nach Leipzig gekommen, war ein Jahr unter Ralf Rangnick (siehe auch diesen Eintrag) Co-Trainer und zog mit RB ins Pokalfinale ein. Danach wechselte er als Cheftrainer nach Salzburg, wo er unter anderem Erling Haaland trainierte und bei der ersten Teilnahme ins Achtelfinale der Champions League vorstieß. Er selbst hatte trotz eines Vertrages bis 2022 ohne Ausstiegsklausel immer wieder sein Interesse beteuert, irgendwann als Chef nach Leipzig zurückzukehren.

Am vergangenen Donnerstag hatte Marsch gesagt: "Wenn ich die Möglichkeit als Trainer in Leipzig haben kann, dann ist es eine super Idee für mich."

Hertha: Weiter mit Dardai und Friedrich?

Hertha-Clubchef Werner Gegenbauer sieht in Trainer Pal Dardai und Sportdirektor Arne Friedrich die idealen Besetzungen auch für die kommende Saison. Personalentscheidungen würden zwar in den Bereich des neuen Sport-Geschäftsführers Fredi Bobic fallen, aber er würde sich freuen, „wenn Pal Trainer bleibt, wenn wir die Klasse halten“, sagte Vereinspräsident Gegenbauer in der „Sport Bild“ (Mittwoch). „Ich ziehe meinen Hut davor, dass er die Aufgabe angenommen hat. Pal hat sich weiterentwickelt, ist viel abwägender, ausgeglichener, aber auch viel fordernder geworden.“

Dardai hatte Hertha Ende Januar zum zweiten Mal als Cheftrainer übernommen. Nach einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne für das komplette Team wegen Corona-Fällen kann der abstiegsgefährdete Bundesligist ab Freitag wieder trainieren und muss dann sechs Spiele in 20 Tagen austragen. „Bei Hertha stehen alle mit durchgedrücktem Rücken da. Wir gehen jetzt gemeinsam da durch“, sagte Gegenbauer zur komplizierten Situation. Auch Dardai hatte betont: „Wir sind unser Kreis, da gibt es keine Hektik.“

Friedrich würde als Sportdirektor „positive Impulse setzen“, auch wenn der Ex-Nationalspieler selbst noch „ein Lernender“ in dem Job sei, erklärte der Hertha-Präsident. „Es wäre für beide Seiten eine tolle Lösung, wenn er es mindestens noch ein Jahr weitermachen würde.“ Für die Zeit nach der Saison kündigte Gegenbauer eine gründliche Aufarbeitung der jüngsten eineinhalb Jahre an: „Klar ist: Vieles ist selbst verschuldet. Es gibt aber nicht einen Kardinalfehler. Es sind einige Dinge falsch gelaufen.“

Rangnick Trainer-Kandidat bei Tottenham?

Nach dem Wechsel von Wunschkandidat Julian Nagelsmann zu Bayern München steht nach Medienberichten bei Tottenham Hotspur Ralf Rangnick auf der Shortlist für einen neuen Trainer. Wie der „Evening Standard“ berichtete, sollen zudem Erik ten Hag von Ajax Amsterdam und Brendan Rodgers von Leicester City zu den Kandidaten für die Nachfolge von Startrainer José Mourinho gehören.

Nach der Trennung von Mourinho hatten die Spurs Nachwuchscoach Ryan Mason zum Interimstrainer ernannt. Zur neuen Saison sucht der Verein aber einen neuen Coach. Erste Wahl war britischen Medien zufolge Nagelsmann – bis zum Dienstag.

Rangnick war in den vergangenen Monaten für mehrere Ämter gehandelt worden. Zuletzt war der 62-Jährige bei Eintracht Frankfurt als Nachfolger von Adi Hütter im Gespräch. Rangnick hat in seiner Karriere unter anderem RB Leipzig, Schalke 04, die TSG Hoffenheim, Hannover 96 und den VfB Stuttgart trainiert. Derzeit ist er ohne Job.

Das Team um Stürmerstar Harry Kane und den ehemaligen HSV-Profi Heung-min Son hatte zuletzt schwache Leistungen gezeigt. Als Tabellensiebter der Premier League haben die Spurs derzeit einen Punkt Rückstand auf einen Europa-League-Platz.

Lewandowski: Nagelsmann macht Teams besser

Weltfußballer Robert Lewandowski hat sich lobend über seinen zukünftigen Bayern-Trainer Julian Nagelsmann geäußert. „Ich kenne Julian Nagelsmann nicht gut, aber was ich sagen kann: Er schafft es immer, Mannschaften auf ein Niveau zu heben, das man ihnen nicht zutraut. Die Performance der Mannschaften liegt bei Nagelsmann meistens über den Erwartungen, über der Summe der Qualität der Einzelspieler“, sagte der 32 Jahre alte Stürmer des deutschen Rekordmeisters in einem Interview der „Sport Bild“.

Lewandowski sprach in den höchsten Tönen über Flick, mit dem die Bayern schon sechs Titel geholt haben und auch in dieser Saison aller Wahrscheinlichkeit nach wieder deutscher Meister werden dürften. „Er ist nicht nur ein toller Trainer, sondern auch ein super Mensch“, sagte Lewandowski. „Mit ihm kann man auch über Privates sprechen, wir haben mit Hansi Flick Historisches geschafft. Das war meine mit Abstand beste Zeit bei Bayern, er hat uns immer einen klaren Plan mitgegeben, was er erwartet.“

Ginter: Hütters Art passt nach Mönchengladbach

Nationalspieler Matthias Ginter freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem künftigen Trainer Adi Hütter bei Borussia Mönchengladbach. „Er macht einen ruhigen, sachlichen und bodenständigen Eindruck und kommt dabei ganz cool rüber. Das passt, glaube ich, gut nach Gladbach“, sagte der 27-Jährige in einem Interview der „Sport Bild“ (Mittwoch).

„Es ist für mich natürlich wichtig, wer Trainer ist. Adi Hütter hat in Frankfurt über drei Jahre erfolgreich gearbeitet, in Bern zuvor auch. Jetzt mit Frankfurt auf Champions-League-Kurs zu sein ist keine Selbstverständlichkeit.“

Der Österreicher Hütter wird nach dieser Saison Nachfolger von Marco Rose, der Mönchengladbach in Richtung Borussia Dortmund verlässt.

ARD-Sender erweitern Bundesliga-Berichterstattung

Die Radio-Sender der ARD werden ab der kommenden Saison so viel über die Bundesliga berichten wie noch nie. „Wir stocken das Angebot auf und bieten Voll-Reportagen von allen Spielen der 1. und 2. Bundesliga an“, sagte Marcus Tepper der Deutschen Presse-Agentur. Der ARD-Sportkoordinator für den Hörfunk kündigte zudem eine 90-minütige Konferenz am Sonnabendnachmittag an.

Gesendet werden die neuen Angebote nicht im klassischen UKW-Radio, sondern auf verschiedenen Online-Angeboten wie den Apps und Internetseiten der Sender. „Die ARD ist bemüht, ihr digitales Portfolio zu erweitern“, erklärte Tepper. „Das ist eine Investition in die Zukunft.“

Bis zum Ende der laufenden Saison besitzt die ARD für ihre Radiosender lediglich die Audio-Broadcast-Rechte der Bundesliga für den klassischen Empfang über UKW. Im Juni vergangenen Jahres ersteigerte der Senderverbund auch die Audio-Netcast-Verwertungsrechte für das Internet. Bis zum Ende der Spielzeit liegen diese Rechte noch bei Amazon.

Referee Siebert zu EM-Premiere: Erst Alsterwasser, dann Asket

Diese Nominierung war Daniel Siebert einen kleinen Belohnungsschluck wert. Nachdem der 36 Jahre alte Referee in der Vorwoche für die EM berufen wurde, stieß Siebert nach dem Bundesliga-Spiel Hoffenheim gegen Gladbach im Sinsheimer Bundesliga-Stadion mit seinen Kollegen an.

„Das Spiel lief gut. Und danach haben wir im Stadion mit einem Glas Alsterwasser beziehungsweise Radler angestoßen. Das musste sein. Aber jetzt bleibe ich bis nach der EM Asket“, sagte Siebert, der bei der EM-Endrunde (11. Juni bis 11. Juli) sein erstes großes Turnier pfeifen wird.

Routinier Felix Brych und Siebert stehen auf der EM-Schiedsrichterliste der Uefa. Insgesamt benannte der Verband 19 Unparteiische für das Kontinentalturnier im Sommer, darunter auch den Argentinier Fernando Rappallini. Vom 7. Juni an werden alle Referees ein EM-Camp in Istanbul beziehen. Über die Einsätze bei den 51 Partien wird von der Uefa kurzfristig entschieden.

Sportwissenschaftler Siebert ist seit 2012 in der Bundesliga und leitet seit 2015 internationale Spiele im Seniorenbereich. Er wird von Jan Seidel und Rafael Foltyn an der Seite unterstützt.

Eintracht Frankfurt setzt Zeichen für Meinungsfreiheit

Eintracht Frankfurt setzt im Kampf für Menschenrechte ein spezielles Zeichen. Wie die Hessen mitteilten, werde der Verein vom 3. bis 10. Mai aktiv an der erstmals durchgeführten Woche der Meinungsfreiheit teilnehmen. Dabei soll es eine von der SGE organisierte virtuelle Podiumsdiskussion sowie weitere Inhalte zu diesem Thema auf den Plattformen der Eintracht geben.

Dazu unterschreiben Präsident Peter Fischer und Vorstandssprecher Axel Hellmann stellvertretend die Charta der Meinungsfreiheit. „Wir als Eintracht Frankfurt stehen mit unseren Grundwerten für ein konstruktives Miteinander und Fairness ein“, sagte Hellmann: „Nicht nur im Sport ist eine vorurteilsfreie und hassbefreite Debattenkultur das höchste Gut, das es zu schützen gilt.“

Initiiert wurde die Woche der Meinungsfreiheit vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Unter dem Titel #MehrAlsMeineMeinung formierte sich letztlich ein breites gesellschaftliches Bündnis, das bundesweit zahlreiche Onlineveranstaltungen, Aktionen und Kampagnen organisierte.

Daum lobt Nagelsmann: "Julian hat alle Anlagen"

Christoph Daum sieht in Julian Nagelsmann den richten Trainer für den FC Bayern. „Julian hat alle Anlagen für den nächsten Schritt. Er ist ein absoluter Fußball-Fachmann und hat auch die Führungskompetenzen, um mit so einem Star-Ensemble umgehen zu können“, sagte Daum im Interview mit Sky Sport News. Aus seiner Sicht verstehe es Nagelsmann zudem, junge Spieler im Profi-Bereich zu integrieren. Er sei einer „der besten deutschen Trainer“.

Darüber hinaus äußert sich Daum noch zu weiteren Trainern aus der Bundesliga. Über Kölns Trainer Friedhelm Funkel sagt Daum, dass er es verstanden hätte, „die Mannschaft an ihre Stärken zu erinnern.“ Auch wenn der Trainerwechsel in Köln funktioniert hat, begrüßt Daum, dass in Bremen an Trainer Florian Kohfeldt festgehalten wird: „Ich befürworte es, dass Werder mit Florian Kohfeldt weitermacht und sich keinem blinden Aktionismus hingibt. Ich weiß nicht, ob jemand anderes da der Mannschaft nochmal einen Push geben könnte“.

Schaaf kann sich Investor bei Werder vorstellen

Ex-Meistertrainer Thomas Schaaf steht dem Einstieg eines Investors bei Werder Breme aufgeschlossen gegenüber. „Grundsätzlich glaube ich, dass strategische Investoren gut sind, die eine Zeit lang gemeinsam einen Weg mit einem Verein gehen, von dem beide profitieren – ohne konkret eine genaue Struktur oder ein System zu nennen“, sagte Schaaf der „Sport Bild“.

„Heute ist die Wirtschaftlichkeit noch wichtiger als vor 15, 20 Jahren, um einen Kader zu erstellen, mit dem man erfolgreich im oberen Ranking dabei ist“, sagte Schaaf, der bei den vom Abstieg bedrohten Bremern als Technischer Direktor arbeitet.

Viele Vereine stünden dahingehend vor den gleichen Herausforderungen. „Durch die finanziellen Probleme, die unter anderem auch die Corona-Pandemie hervorgerufen hat, ist das noch viel schwieriger geworden – auch für Werder“, sagte Schaaf.

( HA/sid/dpa )