Tennis

Im Juli schlagen die Damen am Rothenbaum auf

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Zum ersten Mal wird ein WTA-Turnier im frisch renovierten Tennisstadion am Rothenbaum ausgetragen.

Zum ersten Mal wird ein WTA-Turnier im frisch renovierten Tennisstadion am Rothenbaum ausgetragen.

Foto: dpa

Nach 19 Jahren wird auf der Anlage an der Hallerstraße wieder ein WTA-Turnier ausgerichtet. Viele deutsche Spielerinnen sollen dabei sein.

Hamburg. Die Zusage, am Rothenbaum wieder ein international hochklassiges Damenturnier austragen zu dürfen, hatten Sandra und Peter-Michael Reichel bereits Ende Februar von der Damentennisorganisation WTA erhalten. Seit Donnerstagmittag steht nun fest, dass schon in diesem Sommer gespielt wird. Auf dem digitalen Boardmeeting der WTA wurde als Termin für die Rückkehr nach 19 Jahren der 5. bis 11. Juli festgelegt. Damit spielen die Damen in einem 28er-Hauptfeld in der Woche vorm Herrenturnier (10. bis 18. Juli), Halbfinals und Endspiel überschneiden sich mit dem Qualifikationswochenende der Herren.

Veranstalter: Wimbledon-Überschneidung kein Problem

Dass parallel zum Damenturnier, das wie die Herrenkonkurrenz unter dem Namen „Hamburg European Open“ firmieren wird, die zweite Woche des Grand-Slam-Events von Wimbledon ausgetragen wird, stört die österreichischen Macher nicht. „Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern unseren Wunschtermin finden konnten“, sagt Sandra Reichel. Ihr Vater glaubt, dass das Londoner Traditionsturnier sogar positiven Einfluss auf das Hamburger Starterinnenfeld haben kann. „Die meisten Spielerinnen scheiden in der ersten Woche aus, dann sind aber viele in Europa und haben vielleicht Interesse, bei uns anzutreten“, sagt er.

Hamburgs Sportlerin des Jahres soll am Rothenbaum aufschlagen

Wie viele Topspielerinnen sich zwischen dem Rasenevent in Wimbledon und dem olympischen Turnier in Tokio auf Hartplatz (24. bis 31. Juli) überhaupt den Wechsel auf Sand antun, ist aktuell nicht absehbar. Die Belgierin Kim Clijsters (37), 2002 Siegerin der bislang letzten Damenkonkurrenz, steht auf der Kandidatinnenliste. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf den deutschen Spielerinnen, vor allem Andrea Petkovic (33/Darmstadt) soll von einem Start an der Hallerstraße überzeugt werden. Auch der lokale Nachwuchs wie Hamburgs Sportlerin des Jahres 2020, Noma Noha Akugue (17/Club an der Alster), soll präsentiert werden, und das hoffentlich einem großen Publikum. Zum auf September verschobenen Herrenturnier 2020 waren täglich 2300 Fans zugelassen. „Wir hoffen sehr, dass wir Zuschauer begrüßen dürfen, sind mit den Behörden im intensiven Austausch“, sagt Sandra Reichel. Der Start des Kartenvorverkaufs ist noch nicht terminiert und soll so spät wie möglich beginnen, um Planungssicherheit zu bieten.

Neben Stuttgart (in dieser Woche), Bad Homburg, Berlin (beide vor Wimbledon), Köln (Mai, für 2021 abgesagt) und Karlsruhe (August) ist Hamburg das sechste WTA-Turnier in Deutschland, allerdings schlagen nur am Rothenbaum Damen und Herren auf. Die Siegerin erhält 250 Weltranglistenpunkte, das Gesamtpreisgeld wurde coronabedingt von 275.000 auf 235.000 Euro reduziert.

( bj )