Vertrag endet im Juni

Gerüchte um Taylor: Droht den Towers der große Ausverkauf?

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Der US-Amerikaner Kameron Taylor überzeugte beim Spiel gegen Berlin.

Der US-Amerikaner Kameron Taylor überzeugte beim Spiel gegen Berlin.

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

Topspieler der Hamburger Basketballer sind im In- und Ausland begehrt. Schon 2019 wurden die besten Spieler weggekauft.

Hamburg. Der Fluch der guten Ergebnisse scheint jetzt erstmals konkreter zu werden. Der deutsche Meister und Pokalsieger Alba Berlin will angeblich Kameron Taylor, Shooting Guard des Bundesliga-Konkurrenten Hamburg Towers, im Sommer verpflichten. Das berichtet das Basketball-Magazin „BIG“. Albas Sportdirektor Himar Ojeda Pérez dementiert dieses Gerücht, da sei nichts dran, „es gibt keine Gespräche mit Taylor“, sagte er auf Abendblatt-Anfrage.

Towers-Sportchef Marvin Willoughby reagierte wie üblich: „Wir kommentieren so etwas nicht, wissen aber, dass unsere Spieler zu Recht Begehrlichkeiten wecken.“ Überraschend käme Albas Interesse nicht, war der US-Amerikaner doch beim 75:68-Sieg der Wilhelmsburger in Berlin mit 23 Punkten und acht Steals der überragende Spieler. Mit 14,2 Punkten, 5,5 Rebounds, 3,4 Assists, 1,8 Steals gehört Taylor (26) zu den derzeit formstärksten Bundesligaprofis. Sein Einjahresvertrag bei den Towers endet im Juni.

Towers keine Chance beim Mitbieten gegen Alba Berlin

Auch Maik Kotsar (24), mit 14,4 Punkten treffsicherster Center der Basketball-Bundesliga (BBL), hat längst die Aufmerksamkeit zahlreicher Clubs aus dem In- und Ausland erregt. Sein Arbeitspapier in Hamburg läuft ebenfalls in zwei Monaten aus. Der Este will danach über seinen künftigen Arbeitgeber entscheiden.

Dass die Mannschaft nach den jüngsten Erfolgen für die nächste Serie erheblich teurer wird, ist den Towers bewusst. Gegen Wettbewerber wie Alba Berlin, deren Vereinsetat sich auf zehn bis zwölf Millionen Euro beläuft, damit etwa dreimal so hoch ist wie jener der Hamburger, dürften sie momentan aber keine Chance beim Mitbieten haben.

Towers denken an erfolgreiche Gestaltung von Saison

Towers-Trainer Pedro Calles, Vertrag bis Mitte 2022, werden dennoch keine Albträume vor einem möglichen Ausverkauf plagen. Bei seiner vorigen Station in Vechta wurden ihm 2019 nach Erreichen des Play-off-Halbfinales auch seine besten Spieler weggekauft, in der Saison darauf führte der Spanier das neue Team wieder in die Spitzengruppe der BBL. Bei Abbruch der Spielzeit war Vechta mit 12:9 Siegen Tabellensechster.

Ohnehin denken die Towers erst mal daran, diese Saison weiter erfolgreich zu gestalten. In Chemnitz soll Montag (20.30 Uhr, MagentaSport) der zehnte Sieg in Serie folgen. Marvin Ogunsipe (Rücken), Bryce Taylor (Fuß) und Kotsar (Rücken) sind angeschlagen. Ihr Einsatz entscheidet sich am Spieltag.

Das für das Wochenende in München angesetzte Final4 des Basketballpokals wurde nach zwei positiven Corona-Tests bei der BG Göttingen verlegt. Es soll trotz der Terminengpässe nachgeholt werden. Verschoben wurde auch der letzte Bundesliga-Spieltag vom 8. auf den 9. Mai (alle Spiele um 15 Uhr). Die Hamburg Towers treten dann in Frankfurt an.

( HA )