Fußball-Ticker

Corona – DFL setzt zwei Spiele von HSV-Aufstiegsrivale ab

Lesedauer: 21 Minuten
Holstein Kiel muss wegen mehrerer Corona-Fälle noch bis 20. April in Quarantäne bleiben.

Holstein Kiel muss wegen mehrerer Corona-Fälle noch bis 20. April in Quarantäne bleiben.

Foto: Frank Molter / dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Montag, den 12. April 2021:

Leverkusen nur 0:0 in Hoffenheim

Bayer Leverkusen hat im Kampf um die Europacup-Teilnahme einen wichtigen Sieg vergeben. Die Werkself musste sich am Montag im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Hannes Wolf mit einem 0:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim begnügen und verharrt damit als Sechster zwei Punkte hinter Borussia Dortmund. Die ersehnte Rückkehr in die Champions League dürfte für Bayer nach dem Punktverlust im vorerst letzten Bundesliga-Montagsspiel vor der Abschaffung im Sommer endgültig vom Tisch sein. Seinen Auftakt hatte Trainer Wolf noch mit 2:1 gegen den FC Schalke 04 gewonnen.

Darmstadts Pfeiffer verletzt sich bei Sieg bei Ex-Club HSV

Der SV Darmstadt 98 muss im Saisonendspurt der 2. Bundesliga auf Abwehrspieler Patric Pfeiffer verzichten. Der 21-Jährige hat am Freitag im Auswärtsspiel bei seinem Ex-Club HSV (2:1) einen Anriss des Syndesmosebandes im rechten Fußgelenk erlitten und fällt mehrere Wochen aus, teilten die Hessen am Montag mit.

Zudem droht im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am kommenden Freitag der Ausfall von Torwart Marcel Schuhen (muskuläre Probleme in der Wade) und Mittelfeldspieler Tim Skarke (Adduktorenprobleme).

Corona: DFL setzt zwei Spiele von Holstein Kiel ab

Die anstehenden beiden Zweitligaspiele von Aufstiegsanwärter Holstein Kiel sind offiziell verschoben. Wie die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Montag mitteilte, können die Partien des in Quarantäne befindlichen Aufstiegsaspiranten gegen Hannover 96 (ursprünglich 14. April) und beim 1. FC Nürnberg (17. April) nicht wie geplant stattfinden. Bereits das für vergangenen Sonnabend geplante Heimspiel der Störche gegen Jahn Regensburg musste verlegt werden.

Über eine Absetzung der Spiele des HSV gegen den ebenfalls von Corona betroffenen Karlsruher SC sowie Holstein Kiel gegen SV Sandhausen am 30. Spieltag will die DFL laut ihrer Mitteilung bis Ende der Woche „unter Berücksichtigung des dann aktuellen Stands entscheiden“.

Tabellenspitze der 2. Bundesliga vor dem HSV-Spiel

1. VfL Bochum 32 Sp. / 62:37 Tore / 63 Pkt.
2. Holstein Kiel 31 Sp. / 50:27 Tore / 59 Pkt.
3. Greuther Fürth 32 Sp. / 62:40 Tore / 58 Pkt.
4. HSV 32 Sp. / 65:41 Tore / 55 Pkt.
5. F. Düsseldorf 32 Sp. / 50:43 Tore / 53 Pkt.
6. Heidenheim 32 Sp. / 47:42 Tore / 51 Pkt.
7. FC St. Pauli 32 Sp. / 50:51 Tore / 47 Pkt.

Auch die Lizenzmannschaften von Karlsruhe und Sandhausen mussten sich zuletzt infolge entsprechender Anordnungen der zuständigen Gesundheitsämter aufgrund von COVID-19-Fällen in häusliche Quarantäne begeben. Die für kommenden Freitag geplante HSV-Partie in Sandhausen war bereits verschoben worden.

München verweigert Garantie für Fans bei EM-Spielen

Die Stadt München kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Garantie abgeben, dass bei der Europameisterschaft im Sommer in der Allianz Arena zumindest teilweise wieder Zuschauer zugelassen werden. Das aber fordert der Kontinentalverband Uefa von den zwölf Ausrichterstädten für das paneuropäische Turnier. Städte, in denen Geisterspiele drohen, könnten noch als Ausrichter gestrichen werden.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wünscht sich zwar eine Rückkehr der Fans in das Stadion, wo drei Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung und ein Viertelfinale geplant sind. „Aber es ist aus heutiger Sicht natürlich leider nicht auszuschließen, dass aufgrund des Infektionsgeschehens und entsprechender Vorgaben der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu den Spielterminen im Juni keine Zuschauer*innen zugelassen werden können“, sagte er laut einer Mitteilung vom Montag.

Die Uefa hatte die Ausrichter München, Rom, Bilbao und Dublin in der vergangenen Woche aufgefordert, bis zum 19. April zusätzliche Informationen für die Durchführung der Partien nachzureichen. Dann entscheidet das UEFA-Exekutivkomitee endgültig über die Zahl der Gastgeber. Acht Städte haben die Ausrichtung der Spiele vor zumindest ei

Würzburg unterstellt DFB absichtliche Fehlentscheidungen

ie erneute strittige Entscheidung war eine zu viel. Die Würzburger Kickers wittern im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga eine handfeste Verschwörung. „Ich habe den Glauben wie Hoffnung an eine Gleichbehandlung und seriöses Geschäftsgebaren verloren“, sagte Aufsichtsratschef Thorsten Fischer in einer Stellungnahme und sprach von „krassen, mutwilligen Fehlentscheidungen“ gegen seine Kickers.

Dieser nahezu beispiellose Frontalangriff auf den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und seine Schiedsrichter birgt gewaltige Sprengkraft. Um seinen Ärger zu unterstreichen, kündigte Fischer auch das Ende des Engagements seiner Firma flyeralarm, zugleich auch Hauptsponsor in Würzburg, beim DFB an. „Wir sind stolzer Partner und Sponsor des DFB - mit heute gewesen“, sagte Firmengründer Fischer nach dem 1:1 im Derby gegen den 1. FC Nürnberg.

Es sei „überfällig“, sich zu wehren, fand auch flyeralarm-Fußballchef Felix Magath. Er habe „den Verantwortlichen bei den Kickers schon länger geraten, sich viel deutlicher zu den Fehlentscheidungen zu äußern, weil sie sonst nie gehört werden“, sagte der 67-Jährige der Bild: „Die Kleinen haben keine Lobby. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison.“

Die Vorwürfe reichen von vermeintlich falschen Elfmeterpfiffen über nicht gegebene Platzverweise bis hin zu fehlerhaften Eckball- oder Freistoßentscheidungen. „Nach heute elf spielentscheidenden Fehlentscheidungen kündige ich auf diesem Wege vorab in mündlicher Form - mit aller Gelassenheit und ohne Emotionen - sämtliche Verträge mit dem DFB“, teilte Fischer mit.

Bayern hofft in Paris auf Goretzka und Hernandez

itelverteidiger FC Bayern München versucht alles, um die angeschlagenen Fußball-Profis Leon Goretzka und Lucas Hernández für das Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain einsatzfähig zu bekommen. Das Duo absolvierte am Montag vor dem Abschlusstraining des deutschen Rekordmeisters auf dem Vereinsgelände in München bei Schneetreiben unter Anleitung zunächst ein individuelles Programm.

Auf den TV-Bildern war zu sehen, wie Trainer Hansi Flick danach mit den beiden Spielern auf dem Platz sprach. Verteidiger Hernández plagt seit dem 2:3 im Viertelfinal-Hinspiel eine schmerzhafte Rippenprellung. Der im Mittelfeld so wichtige Goretzka hat muskuläre Probleme.

Die Münchner müssen am Dienstag (21 Uhr/Sky) einige Ausfälle verkraften. Besonders bitter ist der Ausfall der Angreifer Robert Lewandowski und Serge Gnabry, da die Bayern für einen Halbfinaleinzug mindestens zwei Tore erzielen müssen. Das Abschlusstraining vor dem Flug nach Frankreich absolvierte Flick mit seinem Team noch bei Schneefall in München statt vor Ort im Prinzenpark. Dieser Ablauf ist in Corona-Zeiten inzwischen normal beim deutschen Rekordmeister.

Lewandowski steigt ins Lauftraining ein

Weltfußballer Robert Lewandowski von Rekordmeister Bayern München ist nach seiner Bänderdehnung im rechten Knie ins Lauftraining eingestiegen. Wie der Bundesliga-Tabellenführer mitteilte, absolvierte der 32-Jährige am Montagvormittag erstmals wieder eine Laufeinheit. Für das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Paris St. Germain am Dienstag (21Uhr/Sky) wird der Torjäger allerdings „nicht zur Verfügung stehen“.

Lewandowski hatte sich vor zwei Wochen im WM-Qualifikationsspiel der polnischen Nationalmannschaft gegen Andorra (3:0) verletzt. Die medizinische Abteilung der Münchner rechnete zuletzt mit einer Ausfallzeit von rund vier Wochen. In der Bundesliga fehlen Lewandowski nur noch fünf Treffer, um den „ewigen“ Rekord von Gerd Müller zu knacken, der 1971/72 40 Tore erzielt hatte.

Rangnick erstellt Konzept für Lokomotive Moskau

Ralf Rangnick hat einen Beratungsauftrag vom russischen Erstligisten Lokomotive Moskau angenommen. Wie ein Sprecher bestätigte, handelt es sich dabei um die Erstellung eines sportlichen und strukturellen Konzepts. In diesem Zusammenhang war Rangnick am Sonntag beim Derby zwischen Lok und Spartak Moskau, worüber russische Medien berichtet hatten. Der 62-Jährige, der weiterhin als ein Nachfolgekandidat für Bundestrainer Joachim Löw gilt, hat allerdings kein Interesse an einem Posten bei dem russischen Club.

Medien aus dem Land des dreimaligen russischen Meisters hatten spekuliert, dass Rangnick den Job des Sportdirektors übernehmen soll und bereits Gehaltsforderungen verbreitet. Dies trifft nach dpa-Informationen nicht zu. Lok Moskau ist derzeit Dritter der russischen Meisterschaft, hat bei acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Zenit St. Petersburg aber nur noch eine geringe Chance auf den Titel.

Vertrag perfekt: Funkel soll den 1. FC Köln retten

Routinier Friedhelm Funkel soll als Spezialist für schwierige Aufgaben den 1. FC Köln vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga bewahren. Knapp zwölf Stunden nach der Freistellung von Markus Gisdol beim rheinischen Abstiegskandidaten nahm der 67-Jährige das Angebot seines ehemaligen Clubs bis zum Saisonende an. Und er verbreitete gleich Optimismus. „Ich bin überzeugt davon, dass wir das schaffen können“, sagt der neue FC-Cheftrainer, der am Montagnachmittag vorgestellt wird, einer Mitteilung zufolge.

„Friedhelm hat nicht nur große Erfahrung, sondern ist auch mit solchen Situationen absolut vertraut. Er wird unsere Mannschaft bis zum Saisonende führen, mit dem Ziel, den Klassenerhalt zu erreichen“, sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt. „Er hat die Souveränität, die es jetzt braucht, um in dieser Phase einen neuen Impuls zu geben, die notwendige Ruhe zu bewahren und unser Team auf die wichtigen verbleibenden sechs Spiele einzustellen.“

Funkel, der am Dienstag um 11.00 Uhr das erste Training am Geißbockheim leiten wird, ist beim FC kein Unbekannter, hatte seine Karriere aber eigentlich schon beendet. Der 67-Jährige war zu Beginn des Jahres 2020 bei Fortuna Düsseldorf beurlaubt worden und wollte keinen Verein mehr übernehmen. Gegen 21.30 Uhr am Sonntagabend nach dem mit 2:3 verlorenen Spiel gegen den Mitkonkurrenten FSV Mainz 05 habe er einen Anruf von Sportchef Heldt erhalten, sagte Funkel, der nicht lange überlegen musste und weiß, was auf ihn zukommt.

„Ich habe den FC in den vergangenen Wochen intensiv verfolgt und ein gutes Gespräch mit Horst geführt. Die Mannschaft hat zuletzt gute Leistungen gezeigt, sich aber nicht belohnt. In der Zusammenarbeit mit den Jungs gilt es ab sofort, mit dem gleichen Einsatz die notwendigen Punkte zu holen, um in der Liga zu bleiben", sagte Funkel.

Lauterbach hält EM in diesem Jahr für "verantwortungslos"

SPD-Politiker Karl Lauterbach hält das Festhalten der Europäischen Fußball-Union (Uefa) an der EM im Sommer vor Fans und quer über den Kontinent verteilt für „verantwortungslos“. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Gesundheitsexperte, dass er von diesen Plänen „nichts“ halte. Große Sorgen machen Lauterbach dabei die gesundheitlichen Risiken für Fußballprofis wegen möglicher gravierender Spätfolgen nach Coronainfektionen.

Der 58-Jährige spricht von „gesundheitlichen Langzeitschäden“, die „das sofortige Karriereende bedeuten können“. Lauterbach verweist dabei auf Erkrankungen, die in der Fachsprache als „Long Covid“ bezeichnet werden, etwa „chronische Müdigkeit und Erschöpfung nach Belastungen sowie Herz- und Gefäßprobleme“. Deshalb meinte er: „Dies muss man Menschen, deren Gesundheit ihr Kapital ist, ehrlich mitteilen.“

Durch Mutationen sei nun eine Situation eingetreten, „in der auch Fußballer häufiger - und schwerer - erkranken werden“, sagte Lauterbach weiter: „Viel kürzere Verweildauern in Duschkabinen, Hotelzimmern oder Gesprächsräumen reichen nun für Infektionen.“ Deshalb fordert Lauterbach eine klare Linie: „Wenn Fälle im Mannschaftskreis entdeckt werden, müssen Spiele immer zwingend ausfallen.“

Zuletzt war dies in der 2. Bundesliga schon bei mehreren Teams geschehen, in der Bundesliga gab es bislang noch keine Spielabsagen als Folge von Mannschaftsquarantänen. Die EM soll vom 11. Juni bis 11. Juli möglichst in zwölf europäischen Städten stattfinden, die endgültige Entscheidung darüber trifft das Uefa-Exekutivkomitee am kommenden Montag.

Wegen Ex-HSVer: Mourinho zofft sich mit Solskjaer

Jose Mourinho ignorierte die letzte Frage der Pressekonferenz nahezu völlig, ging zum Frontal-Angriff auf Ole Gunnar Solskjaer über - und verließ danach angesäuert das Podium. Nach der bitteren 1:3 (1:0)-Niederlage der Tottenham Hotspur gegen Manchester United zog deren Star-Teammanager wieder einmal alle Aufmerksamkeit auf sich.

Zuvor hatte Solskjaer Spurs-Stürmer Heung Min Son der Schauspielerei bezichtigt. „Wenn mein Sohn drei Minuten lang so auf dem Boden liegen bliebe und zehn Kumpels braucht, um aufzustehen, würde er nichts zu essen bekommen“, sagte der Norweger bei "Sky". Mourinho war erbost und kartete auf der PK öffentlich nach, nachdem er Solskjaer zuvor persönlich die Meinung gesagt hatte.

„Im Bezug darauf will ich nur sagen, dass sich Sonny sehr glücklich schätzen kann, dass sein Vater ein besserer Mensch als Ole ist“, sagte der Portugiese, der mit Tottenham nun sechs Punkte hinter einem Champions-League-Rang liegt: „Ich bin auch Vater, und ich denke, als Vater musst deine Kinder immer ernähren, egal, was sie tun. Wenn du stehlen musst, um sie zu ernähren, stiehlst du.“

Son war in der 34. Minute von Scott McTominay mit der Hand im Gesicht getroffen worden und leicht theatralisch zu Boden gegangen, weshalb der folgende Treffer von Edinson Cavani nicht gegeben worden war. Im Nachgang der Partie berichteten die Spurs via Twitter von „abscheulichen rassistischen Beleidigungen“ gegen Son in Sozialen Netzwerken.

Vor Paris-Hit: Kimmich fordert elf Bayern-Leader

Joshua Kimmich sieht bei der geplanten Aufholjagd des FC Bayern in der Champions League gegen Paris Saint-Germain nicht nur die Führungsspieler beim Titelverteidiger besonders in der Pflicht. „Jeder Spieler muss in diesem Spiel zu einem Leader werden, jeder muss Mentalität an den Tag legen und die absolute Überzeugung in sich tragen. Und dann müssen wir zuschlagen, wenn die Chance da ist!“, sagte der 26 Jahre alte Fußball-Nationalspieler in einem Interview auf der Vereins-Homepage mit Blick auf das Viertelfinal-Rückspiel am Dienstagabend. Das Hinspiel hatten die Bayern mit 2:3 verloren.

Kimmichs Überzeugung, den Einzug ins Halbfinale gegen Borussia Dortmund oder Manchester City doch noch schaffen zu können, speist sich daraus, „weil wir die bessere Mannschaft sind“. Das Ergebnis habe bei der ersten Partie in München leider nicht der Leistung entsprochen, meinte er: „Aber trotzdem bin ich davon überzeugt, dass wir das im Rückspiel noch drehen können.“

Neben der Mentalität werde es auf die Effizienz ankommen, sagte Kimmich. Die Bayern müssen im Prinzenpark mindestens zwei Tore erzielen. Im Hinspiel hatten das ersatzgeschwächte Team von Trainer Hansi Flick ohne den verletzten Torjäger Robert Lewandowski und den ebenfalls fehlenden Serge Gnabry reihenweise Chancen ausgelassen. Beide Angreifer werden auch in Paris ausfallen.

Leipzig vor fester Verpflichtung von Nationalspieler Henrichs

RB Leipzig steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge kurz vor der festen Verpflichtung von Nationalspieler Benjamin Henrichs. Der bisher von der AS Monaco ausgeliehene Verteidiger wechsele für etwa 15 Millionen Euro nach Sachsen, berichteten mehrere Medien. Durch seinen 15. Saisoneinsatz am Samstag beim 4:1 bei Werder Bremen greife eine Kaufvereinbarung zwischen Leipzig und dem französischen Erstligisten.

Henrichs ist in Leipzig derzeit weit davon entfernt, Stammspieler zu sein. Der 24-Jährige hatte wegen Knieproblemen zwischen Mitte November und Ende Februar pausieren müssen und kämpft um den Anschluss. Die 45 Minuten in Bremen waren Henrichs längster Einsatz seit dem 3:0 gegen Freiburg Anfang November. Zuletzt hatte Henrichs erklärt, sich noch Hoffnungen auf eine EM-Nominierung durch Bundestrainer Joachim Löw zu machen.

DFL-Chef Seifert warnt vor Champions-League-Reform

Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), hat die Uefa mit mahnenden Worten aufgefordert, die anstehende Champions-League-Reform nicht zu Lasten der nationalen Ligen durchzuführen. Angesichts der widerstrebenden Interessen sei es „umso wichtiger, dass die Uefa bei der Verteilung der Erlöse einen guten Weg findet, die Balance mit Blick auf den Wettbewerb in allen nationalen Ligen zu halten“, schrieb Seifert in einem kicker-Gastbeitrag.

Die Bundesliga und ihre internationalen Entsprechungen bildeten „nach wie vor die Herzkammer des Profifußballs“, betonte Seifert: „Hieran darf es keinen Zweifel geben. Ich bin sehr sicher, dass Uefa-Präsident Aleksander Ceferin dies richtig einschätzt.“

Insgesamt sieht Seifert das aktuell im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union zur Diskussion stehende „Schweizer Modell“ als ausgewogen an. Es trage „einigen Bedenken Rechnung. Die Uefa muss dabei unterschiedlichsten Perspektiven gerecht werden, denn die Interessenlage ist und bleibt vielfältig.“ Dass nicht alle deutschen Bedenken Gehör finden könnten, liege auf der Hand. „Wir sollten uns – übrigens nicht nur im Fußball – davor hüten, zu glauben, die Wahrheit sei für die deutsche Sichtweise gepachtet.“

Zugleich forderte Seifert deutlich eine „gestärkte Regulierung“ des Financial Fairplay. Zudem brauche es „weitere Ansätze im Sinne wirtschaftlicher Nachhaltigkeit“. Er hält den Zeitpunkt „für einen Salary Cap auf europäischer Ebene für gekommen“.

Medien: Hütter wird Trainer in Mönchengladbac

Borussia Mönchengladbach ist bei der langwierigen Trainersuche offenbar beim Ligakontrahenten Eintracht Frankfurt fündig geworden. Dies berichten mehrere Medien übereinstimmend. Laut "Bild" sollen sich die Fohlen mit Eintracht-Coach Adi Hütter über ein Engagement ab Sommer einig sein. Der 51-Jährige würde dann die Nachfolge von Marco Rose antreten, der zu Borussia Dortmund wechselt.

Hütter soll dank einer Ausstiegsklausel von 7,5 Millionen Euro wechseln können. Falls sich Gladbach doch noch für die Champions League qualifiziert, steigt die Summe wohl auf 10 Millionen an. Am Niederrhein erhält der Österreicher angeblich einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison.

Zuvor hatte der kicker bereits berichtet, dass Gladbach und Hütter „schon sehr, sehr weit“ seien, was die künftige Zusammenarbeit angeht. Auch eine bereits erfolgte Einigung wäre „keine Überraschung“ mehr, so das Blatt. Sowohl die Eintracht als auch Gladbach wollten sich nicht zu den Spekulationen äußern.

Hütter hatte in den vergangenen Tagen ein Bekenntnis zu Frankfurt über die Saison hinaus vermieden. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl dagegen hatte zuletzt erklärt: „Wir haben sehr klar im Kopf, wer unser neuer Trainer sein soll.“

Hütter hatte die Eintracht zur Saison 2018/19 als Nachfolger von Niko Kovac übernommen und in seiner ersten Saison ins Halbfinale der Europa League sowie auf Liga-Platz sieben geführt. Im zweiten Jahr folgte das internationale Aus bereits im Achtelfinale, in der Liga kam Frankfurt auf Platz neun.

Aktuell stehen die Hessen als Vierter vor der erstmaligen Qualifikation für die lukrative Königsklasse. Hütter hatte seinen Vertrag erst im vergangenen September um zwei weitere Jahre verlängert.

Nach Gisdol-Aus in Köln: Funkel übernimmt

Der erfahrene Feuerwehrmann Friedhelm Funkel sieht sich bei seiner Rückkehr zum akut abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln vor eine große Herausforderung gestellt. „Ich weiß, dass die Aufgabe anspruchsvoll wird“, sagte Funkel dem "Kölner Express".

Der 67-Jährige soll vom FC „zeitnah“ als Nachfolger des am späten Sonntagabend entlassenen Trainers Markus Gisdol vorgestellt werden. „Wir werden uns am Montagvormittag treffen und versuchen, eine Einigung zu erzielen. Es sieht gut aus, dass wir das hinbekommen“, sagte Funkel nach einem Gespräch mit Sport-Geschäftsführer Horst Heldt.

Funkel war zuletzt beim Rivalen Fortuna Düsseldorf tätig, wo er im Januar 2020 seinen Hut nehmen musste. Danach hatte er eigentlich erklärt, seine Karriere beenden zu wollen. Köln hatte der gebürtige Neusser bereits von Februar 2002 bis Oktober 2003 trainiert.

Nach der bitteren 2:3-Niederlage im Kellerduell mit dem FSV Mainz 05 bleiben Funkel noch sechs Spiele, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen. Der Tabellenvorletzte Köln hat drei Punkte Rückstand auf Relegationsplatz 16.

( sid/ber/dpa )