Bundesliga

BVB-Schock gegen Frankfurt – Punkteteilung im Abstiegsgipfel

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André Silva köpfte Frankfurt mit dem Tor zum 2:1 in Dortmund in Richtung Champions League.

André Silva köpfte Frankfurt mit dem Tor zum 2:1 in Dortmund in Richtung Champions League.

Foto: Imago / Poolfoto

Dank eines bärenstarken Ex-HSV-Profi Filip Kostic distanziert Eintracht Frankfurt den BVB im Kampf um die Champions League.

Hamburg. Die Qualifikation für die Champions League ist für Borussia Dortmund in weite Ferne gerückt. Der BVB verlor am Sonnabend das Schlüsselspiel gegen Eintracht Frankfurt mit 1:2 (1:1)und hat nun bereits sieben Punkte Rückstand auf die viertplatzierten Hessen.

Der Tabellendritte VfL Wolfsburg machte dagegen einen weiteren großen Schritt Richtung Königsklasse mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Köln. Die Wölfe liegen schon elf Punkte vor Dortmund.

Arminia Bielefeld vermied im Abstiegskampf einen bitteren Rückschlag durch ein 1:1 (0:0) beim direkten Konkurrenzen 1. FSV Mainz 05. Derweil feierte der ehemalige HSV- und Bayer Leverkusens neuer Trainer Hannes Wolf ein gelungenes, wenn auch glanzloses Debüt beim 2:1 (1:0) gegen den Tabellenletzten Schalke 04. Augsburg gewann 2:1 (2:0) gegen 1899 Hoffenheim und festigte den Platz im gesicherten Mittelfeld. Aus diesem will sich Gladbach nach einem Sieg am Abend gegen Freiburg (2:1) wieder verabschieden.

Ex-HSV-Profi Kostic zu stark für den BVB

Der Sonnabend begann für den BVB denkbar schlecht. Frankfurts Filip Kostic, der seit seinem Abgang vom HSV wie ausgewechselt auf dem linken Flügel wirbelt, konnte auf der linken Seite flanken, den hohen Ball wehrte Nico Schulz (11.) ins eigene Tor ab. Erling Haaland vergab die große Chance zum Ausgleich (25.), ehe Mats Hummels (45.) artistisch aus kurzer Distanz doch noch für den BVB traf. Das vermeintliche 2:1 für die Eintracht durch Stefan Ilsanker (65.) wurde wegen Abseits nicht gegeben – der Siegtreffer von André Silva (87.) zählte.

Von Ex-HSV-Profi Kostic zu Ex-HSV-Trainer Wolf: Der 39 Jahre alte Coach bejubelte in der 26. Minute das erste Tor mit seiner neuen Mannschaft, das Lucas Alario erzielte. Es war das bereits 70. Gegentor für Schalke nach 27 Spielen – Vereinsnegativrekord. In der zweiten Halbzeit wurden die Königsblauen etwas offensiver, doch das nächste Tor erzielte Leverkusens Patrik Schick (72.). Rückkehrer Klaas-Jan Huntelaar (81.) machte sich mit 37 Jahren und 234 Tagen zu Schalkes ältestem Bundesliga-Torschützen.

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380 Kilometer weiter nordöstlich in Wolfsburg spielte Köln eine gute erste Halbzeit, allerdings ohne dabei das Führungstor zu erzielen. Der VfL machte es besser: Josip Brekalo (70.) traf nach engagierter Vorarbeit von Wout Weghorst.

Mainz brauchte derweil einen von Bielefelds Mike van der Hoorn verursachten Foulelfmeter, um in Führung zu gehen. Daniel Brosinski (56.) verwandelte. Doch Andreas Voglsammer (76.) gelang der Ausgleich vor einer spannenden Schlussphase.

Augsburg ging durch Ruben Vargas (8.) früh in Führung, André Hahn (23.) legte nach starkem Pass des Schweizer Nationalspielers nach. Erst in der zweiten Halbzeit steigerte sich Hoffenheim, Robert Skov (86.) traf spät.

Gladbach dreht das Spiel gegen Freiburg

Am späten Abend meldete sich Borussia Mönchengladbach dank Marcus Thuram im Kampf um die Europapokalplätze zurück und eroberte zumindest vorerst den siebten Tabellenplatz. Die Mannschaft des am Saisonende scheidenden Trainers Marco Rose gewann nach ganz schwacher erster Halbzeit gegen den unmittelbaren Konkurrenten SC Freiburg noch mit 2:1 (0:1). Mit dem zweiten Sieg nacheinander und nun 39 Punkten konnten die Gladbacher die Trendwende nach einer langen Negativserie einleiten.

Die seit 26 Jahren in Mönchengladbach sieglosen Freiburger (37) hingegen fielen auf Rang neun zurück. Die Treffer für die Gastgeber erzielte Thuram mit einem Doppelpack (53./60. Minute). „Freiburg hat es gut gemacht, sie haben wahrscheinlich ein paar Spiele von uns angeschaut“, analysierte der frühere Weltmeister Matthias Ginter. „Wir haben in der Halbzeit umgestellt, das war der Schlüssel, so hatten wir mehr Zugriff.“

Roland Sallai hatte Freiburg in Führung gebracht (10.). Spät in der Nachspielzeit jubelten die Breisgauer über das vermeintliche 2:2 - das jedoch wegen einer Abseitsstellung nicht zählte. „Es ist extrem bitter, aber auf der Leistung können wir aufbauen“, sagte SC-Kapitän Christian Günter.

( dpa/HA )

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