Eishockey

Soforthilfe für die Crocodiles: Kanadier ergänzt das Team

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Harrison Reed (33) stürmte bis 2019 für die Dresdner Eislöwen.

Harrison Reed (33) stürmte bis 2019 für die Dresdner Eislöwen.

Foto: Imago

Er eilt zur Rettung: Stürmer Harrison Reed reiste vergangene Woche aus Kanada an und verstärkt nun Hamburgs Eishockey-Oberligaclub.

Sie hatten gehofft, dass die Verletztenmisere ein Ende finden würde. Doch weil sich dieses Ende nicht abzeichnete, mussten die Verantwortlichen der Crocodiles Hamburg handeln. In der vergangenen Woche reiste deshalb der kanadische Stürmer Harrison Reed aus seiner Heimat an, um sich dem Eishockey-Oberligisten anzuschließen. Nach acht Tagen Quarantäne und drei negativen Corona-Tests ist der 33-Jährige nun spielfähig und soll bereits an diesem Freitag (20.30 Uhr) im Gastspiel beim Herforder EV im Kader von Cheftrainer Jacek Plachta stehen.

„Ich bin glücklich, dass ich Teil der Crocodiles werde. Es sind außergewöhnliche Zeiten. Ich bin dankbar, dass ich gesund bin. Neben meinen offensiven Fähigkeiten möchte ich Tiefe, Führungsqualität und Erfahrung in den Club einbringen. Ich freue mich auf das erste Spiel mit dem neuen Team“, sagte Reed, der am Donnerstag die neuen Kollegen erstmals auf dem Eis kennenlernte. Nach der 2:5-Auswärtsniederlage in Leipzig am Mittwochabend stand im Eisland Farmsen jedoch lediglich ein Regenerationstraining auf dem Programm.

Reed wird auf Rechtsaußenposition spielen

Geschäftsführer und Sportchef Sven Gösch glaubt, dass der Neue, der die erste von zwei erlaubten Ausländerlizenzen erhält, eine Soforthilfe sein wird. „Das war die Bedingung, die wir an eine Nachverpflichtung geknüpft haben“, sagt der 48-Jährige. „Ich glaube, dass wir mit ihm einen Volltreffer gelandet haben. Dennoch werden wir ihm ein, zwei Wochen Zeit geben müssen, damit er sich an die neue Liga gewöhnt.“

In der Saison 2019/20 spielte Reed für den ungarischen Erstligisten Ujpest Budapest, wegen des Ausbruchs der Pandemie hatte er in dieser Spielzeit noch keinen Vertrag abgeschlossen. In Kanada konnte er sich bis kurz vor Weihnachten fit halten, dann schlossen dort auch die Eishallen.

Große Anlaufschwierigkeiten erwartet Gösch nicht. Immerhin hat der 1,85 Meter lange Angreifer, der auf der Rechtsaußenposition spielen soll, viereinhalb Spielzeiten Deutschland-Erfahrung gesammelt. 2014/15 gelangen ihm in der DEL 25 Scorerpunkte in 50 Partien für die Straubing Tigers. 2018/19 schoss er für Zweitligaclub Dresdner Eislöwen in 48 Spielen 14 Tore und gab 38 Vorlagen.

„Seine ehemaligen Teams sprechen nur in den höchsten Tönen von seinen spielerischen und menschlichen Qualitäten“, sagt Gösch. Zudem habe Reed in das schmale Budget gepasst. „Es ist vertretbar, wir haben wegen der Verletzungsausfälle auch etwas Gehalt gespart“, sagt Gösch, der den Markt weiterhin sondiert. Ein Stürmer und ein junger Torhüter könnten noch kommen.

( bj )

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