FC St. Pauli

VfL Osnabrück reist mit ordentlich Wut ans Millerntor

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Bedient: Osnabrücks Torhüter Philipp Kühn schreit nach dem dritten Gegentreffer gegen Nürnberg seinen Frust heraus.

Bedient: Osnabrücks Torhüter Philipp Kühn schreit nach dem dritten Gegentreffer gegen Nürnberg seinen Frust heraus.

Foto: Imago/foto2press

Das Überraschungsteam der Zweiten Bundesliga kündigt nach der ersten Saison-Niederlage eine Reaktion beim Gastspiel in Hamburg an.

Osnabrück. Philipp Kühn hatte schon vor der Pause genug. „Ihr steht alle rum. Keiner geht mehr auf den Ball“, brüllte der Osnabrücker Torwart nach dem Gegentor zum 0:3 und pfefferte seine Wasserflasche wütend ins Tornetz. Kühn erlebte wie der Rest der bisherigen Überraschungsmannschaft beim 1:4 (0:3) gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend einen rabenschwarzen Tag. Die erste Niederlage der bisherigen Spielzeit sorgte beim VfL für große Enttäuschung. Umwerfen soll sie die Lila-Weißen aber nicht.

„Wir müssen das aufarbeiten. Das Gute ist, dass wir am Freitag schon wieder spielen und es besser machen können“, sagte Kühn mit Blick auf die Partie beim FC St. Pauli am Freitag (18.30 Uhr/Sky). Dass es die Mannschaft von Trainer Marco Grote irgendwann erwischen würde, das war allen Beteiligten klar. Dennoch kam vor allem die Art und Weise der Pleite gegen Nürnberg wie aus dem Nichts.

VfL-Coach Grote: "Das können wir mitnehmen"

„Wir hatten einen rabenschwarzen Tag“, sagte Grote, der sein Team an den Tagen zuvor extra zur Spielzeit um 20.30 Uhr hatte trainieren lassen. Doch von Beginn an konnten die Gastgeber nicht an die guten Leistungen der bisherigen Saison anknüpfen. „So können wir in der Zweiten Liga nicht bestehen“, sagte der Ex-Nürnberger Sebastian Kerk, der mit seinem verwandelten Foulelfmeter in der Schlussminute immerhin noch für den Ehrentreffer sorgte.

Überhaupt gestalteten die Osnabrücker die Begegnung nach der Pause immerhin ausgeglichen und hielten endlich dagegen. „In der zweiten Halbzeit haben wir nochmal unser VfL-Gesicht gezeigt und uns gewehrt. Das können wir mitnehmen“, sagte Grote.

Kerk fordert "anderes Gesicht" gegen St. Pauli

Der VfL-Coach versammelte seine Mannschaft nach den ernüchternden 90 Minuten ungewöhnlich lange im Kreis auf dem Rasen und schwor das Team auf die kommenden Wochen ein. Mit 13 Punkten und Platz sechs liegen die Niedersachsen immer noch absolut im Soll. Dennoch müssen „wir am Freitag ein ganz anderes Gesicht an den Tag legen“, forderte Kerk.

Am Hamburger Millerntor erwartet die Osnabrücker ein Kampfspiel, ist der FC St. Pauli als Tabellenvorletzter doch fast schon zum Siegen verdammt. Kühn ist bei allem Frust überzeugt, dass die VfL-Mannschaft dieses auch annehmen wird. „Ich glaube, jetzt sind alle wieder aufgewacht“, sagte der 28 Jahre alte Torwart.

( dpa )

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