Skispringen

Eisenbichler und Geiger sorgen für Traumstart in den Winter

Markus Eisenbichler durfte als erst zehnter deutscher Skispringer ins Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden schlüpfen.

Markus Eisenbichler durfte als erst zehnter deutscher Skispringer ins Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden schlüpfen.

Foto: Rafal Rusek / imago images/Newspix

Im ersten Einzelspringen der Weltcup-Saison gibt es einen deutschen Doppelsieg. Doch den weitesten Sprung landete ein Teamkollege.

Wisla. Markus Eisenbichler und Karl Geiger haben mit einem deutschen Doppelsieg für einen Traumstart in den Skisprung-Winter gesorgt. Eisenbichler gewann in Wisla (Polen) nach zwei starken Sprüngen auf 137,5 und 134,0 m mit 267,6 Punkten klar vor seinem Teamkollegen Geiger (258,7) und schlüpfte mit dem zweiten Weltcupsieg seiner Karriere in das Gelbe Trikot. Dritter wurde der Österreicher Daniel Huber (255,7).

Dreifach-Weltmeister Eisenbichler (Siegsdorf) ist der erste DSV-Adler seit Severin Freund 2012, der mit einem Sieg in den Winter startet. Der Bayer hatte zuvor nur das Weltcup-Skifliegen im slowenischen Planica im März 2019 gewonnen und ist nun nach Manfred Deckert, Jens Weißflog, Dieter Thoma, Andre Kiesewetter, Martin Schmitt, Sven Hannawald, Freund, Richard Freitag und Geiger der zehnte Deutsche an der Spitze des Gesamtweltcups.

Für Aufsehen an der Adam-Malysz-Schanze sorgte auch Martin Hamann (Aue), der im zweiten Durchgang mit 138,5 m nur einen halben Meter unter Stefan Krafts Schanzenrekord aus dem Jahr 2013 blieb. Der DM-Zweite konnte seinen Traumflug zwar nicht stehen, blieb aber unverletzt und landete am Ende auf Rang 18. „Der war Wahnsinn, eine ziemliche Granate“, sagte Hamann.

Freund kämpft sich beim Saisonstart wieder heran

Andreas Wellinger verpasste dagegen in seinem ersten Weltcup seit 20 Monaten als 39. den zweiten Durchgang klar. „Ich war schon nervös – deutlich mehr, als ich es von mir kenne. Ich tue mich noch schwer bei so Bedingungen“, sagte der 25-Jährige in der ARD.

Stark verbessert präsentierte sich dagegen Severin Freund (Rastbüchl). Der lange verletzte Ex-Weltmeister kam auf Rang 25 und verpasste seine erste Top-20-Platzierung seit Dezember 2016 nur knapp. Auch Pius Paschke (Kiefersfelden) überzeugte als Zwölfter.

Nach einem Sprung seine Sachen packen musste Constantin Schmid (Oberaudorf) als 42. Das gleiche Schicksal ereilte überraschend auch Titelverteidiger Kraft aus Österreich, der viel Pech mit den Windverhältnissen hatte.