Fußball-Ticker

Wird Hamburger Moukoko Rekord-Spieler der Königsklasse?

Lesedauer: 7 Minuten
Yousouffa Moukoko wude beim FC St. Pauli ausgebildet. Nun könnte das Wunderkind für Borussia Dortmund in der Champions League auflaufen

Yousouffa Moukoko wude beim FC St. Pauli ausgebildet. Nun könnte das Wunderkind für Borussia Dortmund in der Champions League auflaufen

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Montag, den 12. Oktober 2020:

Joko und Klaas kommentieren U-21-Spiel

Premiere für Joko und Klaas: Die beiden Entertainer kommentieren an diesem Dienstag erstmals ein Fußballspiel. Beim EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Bosnien-Herzegowina (18.15 Uhr) sitzen Joko Winterscheidt (41) und Klaas Heufer-Umlauf (37) ab 17.45 Uhr am Mikrofon von ProSieben Maxx. „Wir erwarten, dass sie allen deutschen Sportkommentatoren mal zeigen, wie eine fachlich qualifizierte Spielkommentierung abläuft“, sagte U21-Nationalcoach Stefan Kuntz.

„Wir hoffen, dass sie ihre unnachahmliche Art der Moderation mit einbringen und dadurch auch Fans vor den Fernseher locken, die sonst vielleicht keine U21-Spiele schauen“, sagte Kuntz laut Mitteilung vom Montag. Joko und Klaas unterstützen während der Partie in Fürth Hauptkommentator Matthias Stach. Zu dem ungewöhnlichen Einsatz kommt es, weil die beiden Entertainer vergangene Woche in der Show „Joko & Klaas gegen ProSieben“ verloren hatten.

Wird Hamburger Moukoko jüngster Spieler der Königsklasse?

Borussia Dortmunds Sturmtalent Youssoufa Moukoko (15) könnte in dieser Saison der jüngste Spieler in der Geschichte der Champions League werden. „Wir werden ihn über die B-Liste anmelden“, sagte Sportdirektor Michael Zorc der Bild-Zeitung. Im ersten BVB-Aufgebot hatte der gebürtige Hamburger, der beim FC St. Pauli ausgebildet wurde, gefehlt.

Beim Dortmunder Gruppenspiel gegen den FC Brügge am 24. November wird Moukoko 16 Jahre und vier Tage alt sein. Jüngster Spieler der Königsklasse ist seit 1994 der Nigerianer Celestine Babayaro (RSC Anderlecht, 16 Jahre und 86 Tage).Laut Uefa-Reglement darf ein 16-Jähriger auf der Liste B geführt werden, sofern er seit mindestens zwei Jahren für den Club spielberechtigt ist.

Ex-Mainz-Coach vor Wechsel nach Russland?

Der frühere Mainz-Trainer Sandro Schwarz steht nach einem Bericht der russischen Zeitung „Sport-Express“ vor einem Engagement beim russischen Erstligisten Dynamo Moskau. Dem Bericht zufolge soll der 41-Jährige einen Vertrag bis 2022 erhalten. Schwarz, der im November 2019 beim Bundesligisten Mainz 05 freigestellt wurde, werde voraussichtlich Ende der Woche nach Russland kommen. Auch die Mainzer „Allgemeine Zeitung“ berichtete darüber.

Der Kontakt zu Schwarz ist nach den Medienberichten über den Dynamo-Sportdirektor Željko Buvač zustande gekommen. Er spielte von 1992 bis 1995 für die 05er und war dort von 2001 bis 2008 Assistent des ehemalige Mainzer Coaches Jürgen Klopp gewesen, mit dem er auch bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool zusammenarbeitete. Buvač ist seit Januar Manager des elfmaligen Landesmeisters, der sich erst vor kurzem von Trainer Kirill Novikow getrennt hatte.

Bittencourt sieht Klaassen-Abgang als Chance für Werder

Nach dem Wechsel von Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam wird Leonardo Bittencourt bei Fußball-Bundesligist Werder Bremen auch als Führungskraft stärker gefordert sein. „Ich habe letzte Saison fast alle Spiele gemacht, jetzt gegen Schalke und Bielefeld wieder, mit Davy. Meiner Ansicht nach habe ich Qualität und Selbstvertrauen, um zu sagen: Ich kann jedes Spiel machen, unabhängig von Davy“, sagte Bittencourt dem„Kicker“.

„Natürlich war Davy sehr wichtig. Aber es ist einfach die Zeit gekommen für die Jungs, die bisher auf der Bank saßen. Die sich vielleicht auch sagten, dass sie zu wenig spielen. Sie bekommen jetzt die Chance, sich reinzubeißen“, fügte der der 26-Jährige hinzu. Bittencourt betonte aber auch, dass er den Abgang von Klaassen bedauere. „Mir wäre lieber gewesen, er wäre geblieben, weil er ein sehr guter Spieler ist.“

Boateng verspürt weiter Titel-Hunger

Der langjährige Bayern-Star Jérôme Boateng will mit dem FC Bayern München alle fünf Titel verteidigen, auch den in der Champions League. Bisher gelang das seit der Einführung 1992 aber nur Real Madrid 2017 und 2018. „Warum sollten wir nicht versuchen, mit unserer jungen Mannschaft auch eine Ära in der Champions League zu prägen? Das wird nicht einfach, aber wir sind mit der Ausnahme FC Liverpool 2019 immer sehr weit in diesem Wettbewerb gekommen. Ich sehe nicht viele, die mit unserer Qualität mithalten können“, sagte der Weltmeister von 2014 dem „Kicker“.

Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick, die in der Vorsaison neben dem nationalen Double aus Meisterschaft und DFB-Pokalsieg auch in der Königsklasse triumphierte sowie den Uefa-Supercup und den DFL-Supercup gewann, sei in allen Mannschaftsteilen stark besetzt. „Das gibt es nicht oft in Europa“, meinte Boateng. Auf Augenhöhe mit dem deutschen Rekordmeister sieht der Abwehrspieler nur Jürgen Klopps FC Liverpool, Manchester City mit Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola, Paris Saint-Germain mit Thomas Tuchel sowie Real Madrid und den FC Barcelona. „Bei Juventus Turin muss man sehen, wie sie es hinkriegen, die können dazustoßen“, meinte Boateng (32).

Boateng, dessen Vertrag in München am 30. Juni 2021 ausläuft, will noch „so lange wie möglich“ spielen. Für die Zeit nach seiner Profi-Karriere habe er sich noch nicht hundertprozentig festgelegt. „Trainer aber eher nicht, da hat man den gleichen Stress wie als Spieler. Ich werde mehr Zeit mit der Familie verbringen wollen“, sagte der Innenverteidiger.

Max freut sich auf Teamkollege Götze

Der deutsche Fußball-Profi Philipp Max ist begeistert über Mario Götze als neuen Teamkollegen bei der PSV Eindhoven. „Ich freue mich extrem und bin glücklich, dass ich mit ihm in einer Mannschaft spielen darf“, sagte der 27-Jährige dem „kicker“ (Montag). „Mario wird uns mit seiner Klasse auf ein anderes Level bringen. Er ist einer der besten deutschen Spieler der vergangenen Jahre, auch wenn er zuletzt einen schweren Stand hatte.“ Götze war in der vergangenen Woche in die Niederlande gewechselt. Auch Max ist erst seit dieser Saison für den Traditionsverein aktiv. „Wir sind unglaublich gespannt auf die Spiele mit ihm.“

Die Mannschaft wird vom ehemaligen Bundesliga-Coach Roger Schmidt trainiert. Insgesamt stehen sechs Profis aus Deutschland bei dem Club unter Vertrag.

Corona gefährdet Weihnachtssingen bei Union Berlin

Das traditionelle Weihnachtssingen des 1. FC Union Berlin mit über 28 000 Fans ist aufgrund der derzeitigen Corona-Auflagen akut gefährdet. Der Fußball-Bundesligist teilte auf Anfrage der „Bild“-Zeitung mit, dass die endgültige Entscheidung über die Austragung der 18. Auflage noch aussteht und noch ein wenig Zeit bleibe. „Das Weihnachtssingen wird nicht auf jeden Fall durchgeführt, sondern dann, wenn es sich sinnvoll durchführen lässt“, hieß es vom Verein aus dem Stadion An der Alten Försterei. Bis Jahresende sind laut Infektionsschutzverordnung in Berlin 5000 Teilnehmer bei Freiluft-Veranstaltungen erlaubt. Fraglich bleibt, ob die dann am 23. Dezember (traditioneller Beginn 19.00 Uhr) auch wirklich singen dürfen. Bei Fußball-Spielen dürfen sie es derzeit nicht.