Fußball-Ticker

Corona-Regeln: Mächtig Ärger für Kahn und Rummenigge

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Sonnabend, den 19. September 2020:

Corona-Regeln: Kritik an Bayerns und Schalkes Funktionären

Hat das 8:0 des FC Bayern München über Schalke 04 noch ein Nachspiel? Die Tribünenbilder der eng beieinander sitzenden Spitzenfunktionäre haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml bewogen, zu sagen, dass es „klüger gewesen wäre, wenn sie nicht so eng aufeinander gesessen wären – weil auch ausreichend Platz war“. Die DFL teilte mit, sie sei wegen der Sache „im direkten Gespräch mit dem FC Bayern“.

Die Bayern-Spitzen hatten am Freitagabend damit irritiert, dass sie wie auch die Vertreter des FC Schalke 04 beim Spiel ohne Abstand und Maske auf der Ehrentribüne saßen. Gemäß dem Konzept der DFL sind alle Personen in der „Zone 2“ des Stadions, zu der die Tribüne zählt, „zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet, sofern der Mindestabstand von 1,50 m nicht einzuhalten ist“. Bayern-Vorstand Oliver Kahn hatte im ZDF gesagt, man habe sich an „die bayerische Verordnung gehalten, die genau das auch erlaubt“.

Auf der Tribüne saßen außer Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn auch der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU). Auch das Verhalten von Schalke-Boss Clemens Tönnies hatte für Irritationen gesorgt.

Bayern München fährt mit 19 E-Autos

Triple-Sieger Bayern München lässt seine Profis künftig mit 19 Elektro-Autos fahren. Am Sonnabend nahmen Manuel Neuer, Thomas Müller, Robert Lewandowski und Co. in München ihre Modelle des Audi e-tron in Empfang. Geladen wird die Elektroflotte am Trainingsgelände an der Säbener Straße. Bayern soll der erste internationale Topverein mit E-Autos sein. Am Freitag hatte der Meister, Pokalsieger und Gewinner der Champions League den FC Schalke mit 8:0 besiegt.

Werder-Heimklatsche zum Auftakt

Aufsteiger VfB Stuttgart hat einen Fehlstart in die neue Saison der Ersten Bundesliga erwischt. Bei der Rückkehr der Zuschauer in die Stadien verloren die Schwaben mit 2:3 (0:2) gegen den SC Freiburg. Als zweiter Aufsteiger erkämpfte sich Arminia Bielefeld ein 1:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt.

Hertha BSC legte einen starken Auftakt in die Spielzeit hin und setzte sich mit 4:1 (2:0) bei Werder Bremen durch. Der Berliner Stadtrivale 1. FC Union verlor gegen den FC Augsburg mit 1:3 (0:1). Wie bei der 8:0-Gala des FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 waren in Köln keine Zuschauer zugelassen, der 1. FC unterlag gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:3 (1:2).

FC-Geschäftsführer kritisiert Fan-Verbot

Der Geschäftsführer des 1. FC Köln, Alexander Wehrle, fordert nach dem kurzfristigen Zuschauer-Verbot beim Saisonstart gegen die TSG Hoffenheim eine Verbesserung der Entscheidungskriterien. Die Entscheidung der Behörden vom Freitagabend „akzeptieren wir. Wir müssen die Prozesse hinterfragen und die Verhältnismäßigkeit. 20 Kilometer entfernt ist ein Freizeitpark, da sind jetzt 10.000 Besucher. Wir brauchen Planungssicherheit, sonst wird es schwierig“, sagte Wehrle am Sonnabend vor Spielbeginn beim TV-Sender Sky.

Ursprünglich waren 9200 Zuschauer beim ersten Punktspiel der Rheinländer in der neuen Saison erlaubt gewesen. Nachdem jedoch die Infektionszahlen für Köln in den zuvor festgelegten Grenzbereich gestiegen waren, mussten die Geißböcke die Begegnung ohne Zuschauer auf den Rängen bestreiten.

Fan-Rückkehr: Werder und Union zufrieden

Bei Köln Ligarivale Union Berlin wertete Präsident Dirk Zingler die 4600 Besucher auf den Tribünen der Alten Försterei als „Anfang“. Weiterhin will Zingler jedoch auch auf wechselnde Rahmenbedingungen reagieren können: „Es ist wichtig, dass wir Erfahrungen sammeln und vorsichtig damit umgehen. Wir alle müssen darauf eingestellt sein, dass sich Dinge permanent ändern. Wir müssen flexibel bleiben. Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet.“

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt genoss unterdessen schon vor dem Duell mit Hertha BSC nach den Geisterspiele der vergangenen Monate den Anblick von immerhin 8500 Zuschauern im Weserstadion. „Es fühlt sich wieder nach richtigem Fußball an“, sagte der Coach.

Eintracht-Fans sorgen für "Leben in der Bude"

Auch Eintracht Frankfurt kann sich auf die Fans als Stimmungsmacher in der heimischen Arena verlassen. Die 6500 Zuschauer sorgten am Sonnabend im Auftaktspiel gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld mit Gesängen und Klatschen für eine gute Atmosphäre. „Endlich ist wieder Leben in der Bude“, sagte der Stadionsprecher angesichts der lautstarken Anhänger auf den spärlichen besetzen Tribünen. Das Publikum im 51.500 Besucher fassenden Frankfurter Stadion war im weiten Rund mit weitem Abstand platziert.

Die Eintracht hatte wie alle Proficlubs ein Hygienekonzept erstellt, das unter anderem personalisierte Tickets, Maßnahmen für die Anreise und separate Sitzplätze vorsieht.

Guardiola muss weiter auf Agüero verzichten

Stürmer-Star Sergio Agüero wird Manchester City wohl noch zwei weitere Monate fehlen. Das bestätigte Teammanager Pep Guardiola am Sonnabend. Agüero hatte sich im Juni einer Knie-Operation unterziehen müssen, ursprünglich sollte der 32-Jährige schon für das Champions-League-Finalturnier in Lissabon Ende August wieder einsatzbereit sein.

„Wir wussten, dass es eine komplizierte Verletzung ist“, sagte Guardiola: „Sergio muss wieder auf das Spielfeld zurückkehren, um seine Physis aufzubauen, denn er ist kein Spieler, dem das leicht fällt.“ Die Skyblues starten am Montag bei den Wolverhampton Wanderers in die neue Premier League Saison.

VfB Lübeck mit Remis beim Drittliga-Einstieg

Aufsteiger VfB Lübeck ist mit einem Remis in seine Premierensaison in der 3. Liga gestartet. Die Schleswig-Holsteiner trennten sich im heimischen Dietmar-Scholze-Stadion an der Lohmühle vom 1. FC Saarbrücken mit einem 1:1. Der VfB ging durch Patrick Hobsch (13. Minute) in Führung. Für die Gäste glich der Ex-Rostocker Tobias Jänicke (76.) aus. Für die Lübecker war es die Rückkehr in den Profifußball nach zwölf Jahren.

1860 zugelassene Zuschauer sahen einen schwungvollen Beginn ihrer Mannschaft. Schon nach 13 Minuten gelang Hobsch nach feiner Vorarbeit von Elsamed Ramaj und Marvin Thiel der Führungstreffer. Der VfB blieb offensiv und hatte eine weitere Großchance im ersten Durchgang. Yannick Deichmann traf kurz vor der Pause jedoch nur die Latte.

Nach dem Wechsel kam der Mitaufsteiger aus dem Saarland besser in die Partie. Die Abwehr des VfL um den wiedergenesenen Kapitän Tommy Grupe geriet nun stärker unter Druck. Lange stand sie sicher, aber in der 76. Minute konnte sie den Ausgleich nicht verhindern.

Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden auf der Videotafel. Den ersten Sieg in der 3. Liga wollen die Norddeutschen am nächsten Freitag in Unterhaching holen. Das Hygienekonzept war nach Meinung der Verantwortlichen aufgegangen.

Frings startet Meppen-Abenteuer mit Pleite

Ex-Nationalspieler Torsten Frings ist mit dem SV Meppen mit einer Niederlage in die Saison gestartet. Der seit diesem Sommer vom 43-Jährigen trainierte Drittligist aus dem Emsland unterlag 1860 München zu Hause mit 1:3 (0:1).

Stefan Lex brachte die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt schon in der 3. Minute in Führung. Nach dem Seitenwechsel glich Dejan Bozic für Meppen vor 500 Zuschauern aus (54.). Doch Quirin Moll schoss 1860 per Freistoß zunächst wieder in Front (59.), ehe Sascha Mölders den Endstand herstellte (90.+2). Die Schlussphase mussten die Niedersachsen zu zehnt bestreiten, weil Hassan Amin nach einem Foul die Rote Karte sah.

KSC-Torjäger Hofmann als Streikprofi?

Der wechselwillige Torjäger Philipp Hofmann, vor Saisonbeginn auch als Neuzugang des HSV gehandelt, hat im Auswärtsspiel des Karlsruher SC bei Hannover 96 (2:0/siehe auch vorheriger Eintrag) auf eigenen Wunsch überraschend 90 Minuten auf der Bank Platz genommen. „Philipp hat uns gestern informiert, den Trainer und mich, dass er sich nicht imstande fühlt, heute aufzulaufen. Dementsprechend spielt er heute nicht“, sagte KSC-Sportchef Oliver Kreuzer kurz vor dem Anpfiff bei Sky. „Ich glaube auch nicht, dass es ihm körperlich schlecht geht. Das ist vielleicht ein letzter Versuch, den Wechsel zu erzwingen.“

Der 1. FC Union Berlin möchte den besten Karlsruher Stürmer der vergangenen Saison verpflichten. Bislang ist der Bundesligist sich mit dem KSC aber nicht über eine Ablösesumme einig geworden. „Momentan passt es nur für Union und Philipp, aber nicht für den KSC. Dementsprechend bleibt Philipp – Stand heute – beim KSC“, sagte Kreuzer. Die Badener wollen eine Millionenablösesumme für den 27-Jährigen. „Was kolportiert wurde in den Medien, fünf Millionen Euro, das ist weit weg von dem, was wir uns vorstellen. Aber wir sind auch noch weit weg von dem, was Union Berlin sich vorstellt.“

Unions Präsident Dirk Zingler wollte sich zu der Personalie nicht äußern: „Wir sprechen letztlich über die Spieler, die wir heute auf dem Platz haben, die wir im Kader haben, die bei uns unter Vertrag stehen. Wir kommentieren Transferangelegenheiten, die noch nicht abgeschlossen sind, nicht in der Öffentlichkeit“, sagte er bei Sky.

Am nächsten Sonntag gegen den VfL Bochum könnte Hofmann wieder in der Startelf stehen. „Wenn Philipp am Montag oder Dienstag wieder in die Trainingswoche startet und gut trainiert, sich dann auch mental wieder bereit fühlt gegen Bochum zu spielen, dann wird er spielen“, sagte Kreuzer.

Medien: Union an Awoniyi interessiert

Union Berlin ist unterdessen offenbar auch an der Verpflichtung von Stürmer Taiwo Awoniyi vom FC Liverpool interessiert. Der Nigerianer kennt die Bundesliga und war in der vergangenen Saison bereits an den FSV Mainz 05 ausgeliehen.

Die Berliner seien an einer einjährigen Leihe des 23-Jährigen interessiert, schreiben "Kicker" und "Bild". Union plagen in der Offensive Probleme. Neuzugang Max Kruse laborierte lange an einer Knöchelverletzung, Anthony Ujah pausiert wegen einer Knieverletzung, und Sebastian Andersson wechselte zum Liga-Rivalen 1. FC Köln.

Hannover startet wie ein Aufsteiger

Aufstiegsaspirant Hannover 96 ist mit einem Sieg in die neue Saison der 2. Bundesliga gestartet. Die Niedersachsen, die nach dem Abstieg im vergangenen Jahr die sofortige Rückkehr ins Oberhaus aufgrund einer katastrophalen Hinrunde verpasst hatten, bezwangen zum Auftakt den Karlsruher SC mit 2:0 (1:0).

Nur 500 Besucher erlebten das Führungstor von Dominik Kaiser (25.) – mehr waren noch nicht zugelassen, weil die Corona-Verordnung in Niedersachsen erst in der kommenden Woche an die bundesweite 20-Prozent-Regel angepasst werden soll.

Der KSC jubelte über den vermeintlichen Ausgleich durch Marco Djuricin (28.). Nach Videobeweis nahm Schiedsrichter Tobias Stieler den Treffer allerdings wegen eines Fouls des Torschützen an Marvin Ducksch zurück. Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Linton Maina (85.).

Keita-Ruel verdirbt Anfangs Darmstadt-Debüt

Daniel Keita-Ruel hat dem SV Sandhausen per Dreierpack einen perfekten Saisonstart beschert und Trainer Markus Anfang den Zweitliga-Auftakt mit dem SV Darmstadt 98 verdorben. Der Neuzugang erzielte alle drei Treffer (30. Minute, 38./Handelfmeter, 74.) des SVS beim 3:2 (2:1)-Erfolg über Anfangs neue Mannschaft. Mathias Honsak (19.) hatte Darmstadt in Führung geschossen, Tim Skarke (90.+4) gelang kurz vor Schluss noch der Anschlusstreffer. Ansonsten gab es für die Hessen und den ehemaligen Coach des 1. FC Köln in der Kurpfalz nichts zu feiern.

Obwohl Platz für 1200 Zuschauer gewesen wäre, kamen lediglich 754 Fans in das Stadion am Hardtwald. Ihnen bot sich eine über weite Strecken muntere Partie, in der Sandhausen zunächst aktiver wirkte, Darmstadt aber überraschend durch Honsak aus elf Metern in Führung ging. Doch dann schlug Keita-Ruel zu.

Erst beförderte der Angreifer eine Flanke des ehemaligen Bayern-Profis Diego Contento aus dem Sprung ins Tor, vor der Pause verwandelte der 30-Jährige einen Handelfmeter souverän. Rund eine Viertelstunde vor Schluss schob er frei vor Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen zum Endstand ins Tor.

Würzburger Zweitliga-Comeback misslingt

Nach drei Jahren und vier Monaten sind die Würzburger Kickers mit einer Niederlage in die 2. Bundesliga zurückgekehrt. Der Aufsteiger aus Unterfranken verlor im eigenen Stadion gegen Erzgebirge Aue mit 0:3 (0:0). Die Sachsen dominierten nach der Pause und bejubelten zunächst einen Doppelschlag von John-Patrick Strauß (60. Minute) und Pascal Testroet (63.). In der Nachspielzeit erhöhte der gerade eingewechselt Tom Baumgart.

Wegen der aktuellen Corona-Entwicklung in Würzburg mussten die Kickers zum Saisonauftakt ohne Fan-Unterstützung antreten. Wie schon beim 2:3 im DFB-Pokal gegen Hannover 96 zeigte sich die Defensive der Unterfranken um den nicht zweitligareif. Der pfeilschnelle Florian Krüger bereitete als herausragender Akteur auf dem Platz beide Tore der Gäste über die linke Außenbahn wunderbar vor. Strauß und Testroet konnten jeweils ungehindert vor Torwart Fabian Giefer abschließen.

Vor der Pause hatte der Aufsteiger noch einige Möglichkeiten. Aues Torwart-Routinier Martin Männel lenkte einen Schuss von Luca Pfeiffer so eben über die Latte (24. Minute). Eine Direktabnahme von Dominic Baumann landete noch abgefälscht neben dem Tor der Sachsen (36.).

James glänzt bei Evertons Heimsieg

Der englische Erstligist FC Everton hat auch dank eines starken Auftritts des ehemaligen Bayern-Profis James sein zweites Saisonspiel gewonnen. Die Toffees setzten sich nach ihrem Auftaktsieg bei Tottenham Hotspur (1:0) auch gegen Aufsteiger West Bromwich Albion souverän mit 5:2 (2:1) durch und kletterten vorerst an die Tabellenspitze der Premier League.

Der 29-jährige James erzielte mit einem platzierten Distanzschuss das zwischenzeitliche 2:1 (45.) und legte im zweiten Durchgang das 5:2 von Dominic Calvert-Lewin auf (66.). Die Gäste waren früh in Führung gegangen, mussten jedoch die Platzverweise gegen Linksverteidiger Kieran Gibbs und ihren Trainer Slaven Bilic verkraften.

Gibbs sah kurz vor dem Pausenpfiff nach einer Tätlichkeit gegen James die Rote Karte (45.+1), beim Gang in die Katakomben wurde auch der protestierende Bilic auf die Tribüne geschickt.

"Indiskutabel": Schalke-Sportchef poltert

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider erwartet nach der 0:8-Niederlage bei Bayern München eine deutliche Verbesserung seiner Mannschaft. „Der gestrige Auftritt in München war indiskutabel, da gibt es keine zwei Meinungen. So darf sich eine Mannschaft von Schalke 04 nicht präsentieren“, sagte der 50-Jährige am Sonnabend.

„Das Trainer-Team um David Wagner wird die Fehler analysieren und klar ansprechen, um dann den Fokus auf das Heimspiel gegen Werder Bremen zu richten. Zuhause müssen wir – hoffentlich vor Zuschauern – die richtige Reaktion zeigen. Ich erwarte eine deutliche Leistungssteigerung, die sich auch im Ergebnis widerspiegelt“, sagte Schneider vor dem ersten Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am nächsten Sonnabend.

Den Bayern habe man es über die komplette Spielzeit viel zu einfach gemacht. „Wir waren insbesondere in puncto Aggressivität und Cleverness nicht auf dem Niveau, das es gegen die aktuell beste Mannschaft der Welt braucht. Hinzu kamen zahlreiche individuelle Fehler“, befand Schalkes Sportchef.

Nationalspielerin Gwinn ins Krankenhaus

Nationalspielerin Giulia Gwinn hat sich im EM-Qualifikationsspiel der deutschen Mannschaft in Essen gegen Irland (siehe auch voriger Eintrag) verletzt. Nach gut einer halben Stunde wurde die 21 Jahre alte Abwehrspielerin des FC Bayern München nach einem Zweikampf zunächst minutenlang am rechten Knie behandelt und musste dann in der 35. Minute ausgewechselt werden. Wie eine DFB-Sprecherin bei Halbzeit mitteilte, wurde Gwinn zur genaueren Diagnostik ins Krankenhaus gebracht.

EM-Quali: DFB-Frauen übernehmen Spitze

Die deutschen Fußballerinnen haben auch ihr fünftes EM-Qualifikationsspiel gewonnen und Kurs auf die EM 2022 in England genommen. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg besiegte in Essen Irland mit 3:0 (3:0) und setzte sich mit nun 15 Punkten an die Spitze der EM-Qualifikationsgruppe I.

Die ehemaligen Essenerinnen Marina Hegering (8. Minute) und Lea Schüller (41.) sowie Dzsenifer Marozsan (39.) mit dem zwischenzeitlichen 2:0 stellten den nie gefährdeten Erfolg sicher. Am Dienstag (16 Uhr/ARD) kann die DFB-Auswahl ihre Tabellenführung mit einem Sieg in Montenegro ausbauen.

Musiala fünftjüngster Bundesliga-Torschütze

Jamal Musiala von Bayern München ist seit Freitag der fünftjüngste Torschütze der Bundesliga-Geschichte. Das Nachwuchstalent des Rekordmeisters erzielte mit 17 Jahren, 6 Monaten und 23 Tagen im Heimspiel gegen Schalke 04 den Treffer zum 8:0-Endstand und verdrängte damit Christian Pulisic, der 2016 mit 17 Jahren, 6 Monaten und 30 Tage für Borussia Dortmund getroffen hatte.