Amateurfußball

Probleme mit Hygienekonzepten – HFC Falke kritisiert den HFV

Ärger ums Hygienekonzept: Falke-Präsidentin Tamara Dwenger (Archiv) sieht Hamburgs Amateurclubs vom HFV nicht ausreichend unterstützt.

Ärger ums Hygienekonzept: Falke-Präsidentin Tamara Dwenger (Archiv) sieht Hamburgs Amateurclubs vom HFV nicht ausreichend unterstützt.

Foto: Roland Magunia / HA

Kurz vor Saisonstart muss ein Drittel der Vereine noch ein Corona-Konzept liefern, um überhaupt am Spielbetrieb teilnehmen zu können.

Hamburg. Die Bedingung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Hamburger Amateurfußball ist klar formuliert. „Jeder Verein muss ein Hygienekonzept vorlegen. Sonst darf er weder Pflicht- noch Freundschaftsspiele austragen“, sagt Carsten Byernetzki, Pressesprecher des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV). Acht Tage vor dem Start (Lotto-Pokal, Oberliga Hamburg) muss ein Drittel der Vereine noch liefern.

251 Clubs listet der HFV auf seiner Webseite. Doch bis zum gestrigen Mittwoch gingen erst 169 Hygienekonzepte ein. Bei den vorliegenden Konzepten stellen sich wiederum einige Fragen. So erlauben einige Clubs wie beispielsweise HT 16 die Nutzung der Kabinen nicht, was die Erkältungsgefahr der Akteure erhöhen dürfte.

Auch Jubel wird unterschiedlich geregelt

Andere Vereine wie TuS Osdorf setzen Fristen. „Die Kabine ist 30 Minuten nach Spielende gereinigt zu übergeben“, heißt es im Konzept des Clubs. Ob sich dies in der Praxis umsetzen lässt, muss sich zeigen.

Auch Jubelverbot, Abstandsgebot während des Aufwärmens, die Nichtzulassung von Gästefans und etliche je nach Club unterschiedliche Bestimmungen beweisen, wie komplex die Materie ist. Allerdings müssen die Clubs auch einen hohen Aufwand bewältigen.

HFC Falke kritisiert den Fußball-Verband

Diesbezügliche Kritik am Hamburger Fußball-Verband übt HFC-Falke-Präsidentin Tamara Dwenger: „Der Verband ist seiner Verpflichtung, die Vereine zu unterstützen, absolut nicht nachgekommen. Er schiebt sämtliche Verantwortung für die Konzepte an die Vereine und die Bezirke ab.“

Die von einigen Oberligisten vorgebrachte Kritik bezüglich des Punktspielstarts am dritten statt wie zunächst kommuniziert am vierten Septemberwochenende veranlasste HFV-Pressesprecher Byernetzki derweil zu einer Entschuldigung. „Das war leider mein Kommunikationsfehler. In der Pressemitteilung fehlte ein entsprechender Zusatz“, so Byernetzki.