Beachsoccer

HSV-Topteams im Sand und in der Halle gefordert

Sunny Singh (31) wechselte verletzungsbedingt vom Beachsoccer-Tor ins Amt des HSV-Teammanagers.

Sunny Singh (31) wechselte verletzungsbedingt vom Beachsoccer-Tor ins Amt des HSV-Teammanagers.

Foto: Witters

Während die Saison im Beachsoccer beginnt, wird Spielzeit im Futsal beendet. Beachsoccer-Team des HSV im Umbruch.

Hamburg. Temperaturen bis 37 Grad erwarten die Beachsoccerspieler des Hamburger SV an diesem Wochenende in Düsseldorf, dazu Sonnenschein satt. Was könnte es Schöneres geben? „Für uns könnte es ruhig zehn Grad kälter sein. Das wäre perfekt“, sagt Sunny Singh. Der Teammanager und Verteidiger in Personalunion fürchtet den heißen Sand. „Der kann sich richtig erhitzen, da drohen barfuß Verbrennungen“, sagt der 31-Jährige vor dem Saisonstart der DFB-Meisterschaft am Unterbacher See.

Eigentlich hätte die von Mai bis August an sechs Spieltagen ausgetragene Runde im Corona-Ersatzplan bereits in der vergangenen Woche in Norderstedt als Heimspiel auf der Paul-Hauenschild-Anlage beginnen sollen. Doch die Verordnung in Schleswig-Holstein sieht bis Ende August keinen Spielbetrieb vor – auch nicht im abgespeckten Modus. In jeweils drei Vierergruppen spielen die zwölf Beach­soccerteams an den kommenden drei Wochenenden in Düsseldorf unter strengen Hygiene- und Abstandsregelungen die Teilnehmer fürs Final Four in Warnemünde (26./
27. September) aus.

Team befindet sich im Umbruch

„Nach dem vorletzten Platz im vergangenen Jahr befinden wir uns im Umbruch. Wir wollen die Mannschaft verjüngen, setzen auch auf Hamburger Talente“, sagt Singh, der jahrelang bis zu einer Schulterverletzung im Tor stand und letztmals 2017 mit dem HSV die Meisterschaftsendrunde erreichte. Hilfe kommt aus Dänemark, wo die Beachliga in diesem Jahr ruht. Drei Importspieler gaben ihre Zusage, allesamt Nationalspieler. „Ihre Qualität wird uns helfen. Doch auch die anderen Clubs profitieren mit neuen Spielern vom Ausfall des Spielbetriebs in den europäischen Nachbarländern“, sagt Singh, der die Beach­soccer-Bemühungen des DFB ausdrücklich lobt. „Wir sind Amateure, da ist es nicht selbstverständlich, dass der Verband mit einem umfangreichen Hygienekonzept unseren Sport aufrechterhält.“

Ein ähnliches Kompliment hat Spielertrainer Michael Meyer (31) von den HSV-Panthers für den DFB übrig. Der Rekordmeister im Futsal (vier Titel) tritt wie der FC Fortis in der kommenden Woche in Duisburg zur kompakten DM-Endrunde an. Die abgebrochene und nach Quotientenregelung gewertete Regionalligasaison 2019/20 findet damit ihren Abschluss. Für die Futsaler „ein wichtiges Zeichen mit Blick auf die Einführung der Bundesliga“, wie Meyer sagt. Der DFB setzt auch in Corona-Zeiten sein Futsal-Engagement fort. 2021/22 soll die Eliteliga der Hallenkicker kommen, der HSV will mit dabei sein.