Fußball-Ticker

Quarantäne: FC Schalke 04 meldet zwei Corona-Fälle

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 21. Juli 2020:

Alaba zu seiner Zukunft: „Gespräche laufen“

David Alaba vom FC Bayern hat sich ausweichend zu seiner weiteren Zukunft geäußert. „Die Gespräche laufen. Ich bin da aber nicht so involviert, weil ich mich voll und ganz auf die neue Aufgabe Champions League konzentrieren möchte, da lege ich meinen kompletten Fokus drauf“, sagte der 28-Jährige am Dienstag während eines Sponsorentermins. Die Münchner wollen den noch bis zum Sommer 2021 laufenden Vertrag mit dem Österreicher unbedingt verlängern.

Alaba spielt seit 2010 für die Profis des FC Bayern. Unter Trainer Hansi Flick ist der ehemalige Linksverteidiger zum Chef in der Innenverteidigung aufgestiegen. Angeblich hat Manchester City um den früheren Bayern-Coach Pep Guardiola Interesse an einer Verpflichtung des Nationalspielers. Auf Fragen, was zum Beispiel für einen Verbleib in München und was möglicherweise für die Engländer spreche, ging Alaba nicht ein.

Mainz verlängert mit Urgestein Brosinski

Der FSV Mainz 05 hat den auslaufenden Vertrag mit Daniel Brosinski um zwei Jahre bis 2022 verlängert. Als langjähriges Mitglied des Mannschaftsrats und Co-Kapitän gehört der 32 Jahre alte Außenverteidiger seit 2014 zu den Mainzer Führungsspielern.

„Daniel Brosinski hat bei uns über viele Jahre seinen Wert in der Bundesliga unter Beweis gestellt“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder. „Er verfügt über immense Erfahrung, ist topfit und auf dem Platz immer wieder bereit, sich für Mainz 05 zu zerreißen.“

Darmstadt bekommt Bayern-Talent Mai

Der FC Bayern München hat den Vertrag mit Lars Lukas Mai (20) um ein Jahr bis zum Sommer 2023 verlängert und den Verteidiger umgehend für die kommende Spielzeit an den Zweitligisten SV Darmstadt 98 ausgeliehen.

Mai war im Sommer 2014 von Dynamo Dresden nach München gekommen. Mit den Amateuren des FC Bayern stieg der Abwehrspieler 2019 in die 3. Liga auf und wurde dort mit seiner Mannschaft auf Anhieb Meister.

Zwei Corona-Fälle im Kreis der Schalkes U23

Vor dem Trainingsauftakt zur neuen Regionalliga-Saison sind zwei Personen aus dem Kreis der U23-Mannschaft des FC Schalke 04 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club am Dienstag auf seiner Homepage mit. „Die Betroffenen sowie ein weit gesteckter Kreis an ermittelten sowie potenziellen Kontaktpersonen haben sich unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse in häusliche Quarantäne begeben“, schrieb der Revierclub. Ob es sich bei den Infizierten um Spieler oder um Personen aus dem Betreuerstab handelt, teilten die Königsblauen nicht mit.

Der Schalker Mannschaftsarzt und zugleich Hygienebeauftragte Patrick Ingelfinger habe mit den Gesundheitsämtern sowie weiteren zuständigen Stellen Kontakt aufgenommen, um weitere Maßnahmen zu besprechen und einzuleiten. „Schalke wird alle Anordnungen der Behörden umgehend und vollständig umsetzen“, hieß es.

„Um das Risiko für Spieler, Trainer und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten, testen wir nicht nur die Mitglieder der Lizenzspieler-Abteilung, sondern auch unserer U23. Dies dient dem Schutz unser Spieler, Mitarbeiter und auch potenzieller Testspielgegner“, sagte Sportvorstand Jochen Schneider.

Leipzig verleiht Wolf nach Gladbach

RB Leipzig hat sich nach nur einer Saison wieder von Hannes Wolf getrennt. Der österreichische U21-Nationalspieler wechselt zunächst auf Leihbasis für ein Jahr zu Borussia Mönchengladbach. Im Anschluss besitzt der Club von Trainer Marco Rose eine Kaufoption.

Der flexible Offensivspieler, der in Leipzig noch bis 2024 unter Vertrag steht, war im vergangenen Sommer für zwölf Millionen Euro von Salzburg nach Leipzig gewechselt. Zunächst hatte Wolf Verletzungspech, schaffte dann von Herbst an nie den Anschluss an die Stammelf. In Gladbach trifft der 21-Jährige wieder auf Rose, der bereits in Salzburg sein Trainer gewesen war.

Uefa-Boss dämpft Fan-Hoffnungen

Uefa-Präsident Aleksander Čeferin dämpft die Hoffnungen auf eine Rückkehr der Fans in die Fußballstadien. „Bis auf weiteres werden keine Zuschauer zugelassen. Wir werden keine Risiken eingehen“, sagte Čeferin im Gespräch mit Uefa Direct.

Bei vier von acht Champions-League- und allen acht Europa-League-Paarungen müssen im August zunächst die Achtelfinal-Duelle abgeschlossen werden.

Ab dem Viertelfinale werden Champions und Europa League in dieser Corona-Saison in Turnierform zu Ende gespielt. Die Champions League wird in Lissabon ausgetragen, die Europa League an den vier westdeutschen Standorten Köln, Duisburg, Düsseldorf und Gelsenkirchen. Gespielt wird in K.o.-Form und nur noch mit einer Partie - also ohne Hin- und Rückspiel.

Die Uefa habe einen Teil ihrer Saison geopfert, damit die nationalen Meisterschaften bis Ende Juli fertig gespielt und die Uefa-Clubwettbewerbe dann im August beendet werden könnten, sagte Čeferin. Die Ligen hätten sich damit einverstanden erklärt - „und in der Länderspielperiode im September wird seitens der Vereine dieselbe Solidarität gefragt sein“, sagte Čeferin.

Klopp vor Meisterehrung „aufgeregt“

Liverpools Trainer Jürgen Klopp fiebert der Übergabe der Meistertrophäe am Mittwochabend entgegen. „Es ist einer der größten Tage meines Lebens, endlich die Trophäe in den Händen zu halten. Ich werde sehr stolz auf die Jungs sein“, sagte der 53-Jährige am Dienstag mit Blick auf das Saisonfinale beim Spiel gegen den FC Chelsea (Beginn 21.15 Uhr). Die Reds sicherten sich die erste Meisterschaft seit 30 Jahren bereits am 25. Juni, jetzt erfolgt endlich die offizielle Krönung.

„Wir sind jetzt seit einem Monat Meister. Es ist ein bisschen wie Weihnachten - du weißt, dass du ein bestimmtes Geschenk bekommst, aber du bist immer noch aufgeregt“, sagte Klopp. „Es wird etwas Besonderes sein. Ich freue mich riesig, dass die Jungs diesen Moment haben. Sie haben es mehr als jeder andere verdient, weil sie so viele Rückschläge wegstecken mussten.“

Die bevorstehenden Feierlichkeiten sollen sein Team aber nicht vom Siegen abhalten. Zumal Chelsea ein schwerer Gegner sei. „Ich erwarte ein gutes Spiel von uns und leider auch ein gutes Spiel von Chelsea. Wir müssen etwas unternehmen. Wir sind nicht da, um zu warten, bis die Party beginnt“, sagte Klopp.

Polizeichef warnt Liverpool-Fans

Derweil rief Polizeichef Andy Cooke die Liverpool-Fans auf, wegen der Corona-Pandemie zu Hause zu bleiben und sich nicht außerhalb des Stadions zu versammeln. Die Polizei sei vor Ort und werde gegebenenfalls einschreiten. „Ich bin ein Anhänger von Liverpool. Jetzt ist aber nicht die Zeit zum Feiern“, sagte Cooke. Nach dem Meisterschaftstriumph hatten an der Anfield Road tausende Liverpool-Fans ausgelassen gefeiert, ohne Mindestabstand und Mund-Nase-Schutz.

Die Meisterparade durch die Stadt wie im Vorjahr nach dem Triumph in der Champions League soll im Laufe des Jahres stattfinden, sobald die Corona-Beschränkungen für große Versammlungen aufgehoben werden.

Defensiv-Duo verlässt Braunschweig

Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig beendet die Leihgeschäfte mit Kevin Goden und Alfons Amade. Defensivspieler Goden kehrt damit zum 1. FC Nürnberg zurück, Rechtsverteidiger Amade zu 1899 Hoffenheim.

Am Montag hatte die Eintracht die Verpflichtung von Dominik Wydra perfekt gemacht. Der 26 Jahre alte Defensivspieler wechselt ablösefrei zu den Niedersachsen und erhält dort einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Wydra hatte zuletzt für den FC Erzgebirge Aue gespielt. Der Vertrag des Österreichers war nach der Saison 2019/20 dann aber aufgelöst worden.

„Wir sind froh mit Dominik Wydra einen weiteren zweitligaerfahrenen Spieler in unseren Reihen begrüßen zu können, der sowohl in der Dreierabwehrkette als auch im defensiven Mittelfeld agieren kann“, sagte Sportdirektor Peter Vollmann. Braunschweigs neuer Trainer Daniel Meyer kennt Wydra aus gemeinsamen Zeiten in Aue.

FC Bayern testet gegen Marseille

Zur Vorbereitung auf die Champions League wird der FC Bayern München ein Testspiel gegen Olympique Marseille austragen. Die Partie gegen den neunmaligen französischen Meister steigt am 31. Juli (16 Uhr/Magenta Sport) im Rahmen der „Audi Digital Summer Tour“ des deutschen Rekordmeisters. Fans sind bei der Partie im Stadion auf dem Bayern-Campus nicht zugelassen.

Das Duell gegen Olympique finde „zu einem optimalen Zeitpunkt als Vorbereitung auf das Rückspiel im Champions League-Achtelfinale gegen den FC Chelsea statt. Die Mannschaft und das Trainerteam werden sehr konzentriert und mit hoher Qualität arbeiten, um in diesem Spiel an unsere Leistungen aus der Bundesliga und dem Pokalfinale anzuknüpfen“, sagte Trainer Hansi Flick.

Der Doublesieger empfängt am 8. August zum Achtelfinal-Rückspiel der Champions League den FC Chelsea (Hinspiel 3:0). Im Erfolgsfall träfen die Bayern beim Finalturnier der Königsklasse in Lissabon am 14. August auf den Sieger des Duells zwischen dem SSC Neapel und dem FC Barcelona (1:1), im Halbfinale (19.8.) wäre Manchester City mit Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola ein möglicher Gegner. Das Finale ist für den 23. August geplant. Die Bayern streben das zweite Triple der Vereinsgeschichte nach 2013 an.

Berater stellt klar: Bale geht nirgendwo hin

Der bei Real Madrid derzeit auf dem Abstellgleis stehende Stürmer Gareth Bale wird den spanischen Fußballmeister nicht verlassen. „Gareth geht es gut, er hat noch zwei Jahre Vertrag. Er lebt gerne in Madrid und wird nirgendwo hingehen“, sagte Bales Berater Jonathan Barnett BBC Sport.

Demnach gebe es kein Interesse an einem Wechsel, obwohl der walisische Nationalspieler seit der Corona-Pause unter Coach Zinedine Zidane keine Rolle mehr spielt und derzeit nur durch sein Verhalten - mehrere Provokationen und Albernheiten - auf der Ersatzbank für Schlagzeilen sorgt.

Laut Barnett habe es „natürlich Interesse“ am 31 Jahre alten Bale, der einst für über 100 Millionen Euro in die Primera División gewechselt war, gegeben. „Aber es gibt kaum einen Verein auf der Welt, der es sich leisten kann“, sagte er. Dass Bale nicht spiele, liege ausschließlich an Zidane: „Er ist immer noch so gut wie jeder andere im Team. Es ist ein großer Verlust, dass er im Moment nicht im Real Madrid-Team ist, aber er wird nicht gehen.“

Neuer über Karriereende: „Noch große Lust“

Nationaltorwart Manuel Neuer befasst sich noch lange nicht mit einem Karriereende. „Jeder Profi hat nur eine Karriere. Wenn man die beendet, gibt es kein Zurück mehr. Sollte Fußball für mich zur Belastung werden, mache ich es wie Philipp (Lahm). Aber gegenwärtig habe ich noch große Lust auf Fußball“, sagte der 34 Jahre alte Schlussmann des FC Bayern dem Magazin „11 Freunde“. Zudem gebe es „immer was zu gewinnen“. Neuer hat bei den Münchnern noch einen Vertrag bis 30. Juni 2023. Lahm hatte 2017 mit 33 Jahren seine Laufbahn beim Serienmeister beendet.

Neuer untermauerte seinen Führungsanspruch zwischen den Pfosten beim FC Bayern. „Welcher Trainer würde Spieler aufstellen, die nicht die besten sind? Und ich bin der Überzeugung, dass ich der Beste bin, auch wenn ich nicht mehr 17 bin“, sagte er. „Wer bei Bayern und in der Nationalelf die Nummer Eins ist, befindet sich ständig in einer Konkurrenzsituation. Insofern ändert sich für mich wenig, wenn ein neuer Torwart zu uns kommt“. Die Bayern haben zur neuen Saison Alexander Nübel (23) vom FC Schalke 04 verpflichtet.

Neuer zu Champions League: Zufall spielt Rolle

Die Münchner bereiten sich seit Montag auf den Neustart der Champions League vor. Am 8. August bestreiten sie das Achtelfinalrückspiel gegen den FC Chelsea. Das Hinspiel hatte der FC Bayern mit 3:0 gewonnen.

„Sollten wir gegen Chelsea im Achtelfinale weiterkommen, spielen wir in Lissabon One-Leg-Spiele. In Hin- und Rückspielen wären wir sicher der größere Favorit, wenn wir auf gleichstarke Gegner treffen. In K.o.-Spielen spielt der Zufall eine gewichtigere Rolle“, befand Neuer. „Aber gegen uns zu spielen, ist für jede Mannschaft in Europa unangenehm.“ Die Münchner wollen es bis ins Königsklassen-Finale am 23. August in Lissabon schaffen.

La Coruna will gegen Abstieg vorgehen

Traditionsclub Deportivo La Coruna will gegen seinen Abstieg aus der zweiten spanischen Liga vorgehen. Das sagte Vereins-Präsident Fernando Vidal im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag. La Corunas vorletztes Saisonspiel musste am Montagabend wegen sieben Coronafällen bei Gegner CF Fuenlabrada kurzfristig abgesagt werden. Die Konkurrenz war im Einsatz und punktete, nach den Spielen stand La Corunas Abstieg dann fest.

„Es war ein schwerwiegender Fehler des Verbands und der Liga“, sagte Vidal, „es liegt eine totale Verfälschung des Wettbewerbs vor. An den letzten beiden Spieltagen müssen alle Spiele zeitgleich stattfinden. Dieser Grundsatz wurde verletzt.“ Der Club fordere daher die Wiederholung des kompletten Spieltages, wenn nötig, wolle man dies vor Gericht erstreiten: „Ich betrachte uns nicht als Absteiger.“

Das Spiel gegen Fuenlabrada soll ohnehin nachgeholt werden, der Gegner kämpft noch um den Aufstieg in die erste Liga. Auch ein Sieg im Nachholspiel würde La Coruna aber nicht mehr retten. Aus Vidals Sicht hätte eine gleichzeitige Austragung der Spiele die Lage aber verändert: „Wir hätten dann Druck auf unsere Rivalen ausüben können.“

DFB: Gewalt und Diskriminierung rückläufig

Abgesehen von gravierenden Einzelfällen gab es in der Saison 2019/20 bei Spielen in deutschen Fußball-Wettbewerben weniger Vorfälle von Gewalt und Diskriminierung. Wie der DFB mitteilte, meldeten die Schiedsrichter im zweiten Jahr hintereinander weniger Störungen auf den Plätzen. In der Spielzeit 2019/20 habe es nur noch bei 0,45 Prozent aller erfassten Spiele Gewalt- oder Diskriminierungsvorfälle gegeben. In der Saison 2017/2018 seien es 0,49 Prozent und 0,48 Prozent während der Saison darauf gewesen.

An manchen Wochenenden werden in Deutschland rund 80.000 Fußballspiele ausgetragen. Nur 0,03 Prozent der Spiele mussten laut dem vom DFB veröffentlichten 6. Lagebericht des Amateurfußballs in der zurückliegenden Saison abgebrochen werden (2018/2019: 0,05 Prozent).

„Wir dürfen beim Werben für Fair Play und Respekt niemals nachlassen“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch. „Und selbstverständlich müssen die Sportgerichte hart sanktionieren. Weder körperliche Gewalt noch verbale Attacken haben auf dem Fußballplatz etwas verloren.“ Jeder einzelne Vorfall sei einer zu viel - und jeder Vorfall müsse aufgearbeitet werden. „Wir wissen aber auch, dass der Amateurfußball unterm Strich geregelt abläuft.“

Die Aussagekraft der Zahlen wird laut DFB bedingt durch die Auswirkungen der Pandemie und der Saisonabbrüche aber geschmälert. Statt 1,3 Millionen erfassten Spielen sind es für die Saison 2019/2020 nur 791 216 Spiele, die zur Auswertung kamen. Auf der anderen Seite sei es gelungen, die Erfassungsquote erneut zu steigern. Von allen ausgetragenen Spielen lag in der Saison 2017/2018 für 85,4 Prozent der Spiele ein Online-Spielbericht vor, ein Jahr drauf seien es 87,2 Prozent gewesen und aktuell 92,8 Prozent.

Bielefeld will Neuverschuldung vermeiden

Arminia Bielefeld will nach dem Bundesliga-Aufstieg ohne staatliche Hilfen durch die Corona-Krise kommen. „Aufgrund unserer Vergangenheit werden wir keine neuen Schulden aufnehmen“, sagte Geschäftsführer Samir Arabi dem „Westfalen-Blatt“. Noch vor drei Jahren stand der damals mit 30 Millionen Euro verschuldete Club vor der Insolvenz, ehe ein „Bündnis Ostwestfalen“ den Absturz verhinderte.

Durch den Sprung ins Oberhaus konnte der Club nun eine drohende Neuverschuldung in der 2. Liga vermeiden, dennoch bleibt der Erlös aus den TV-Geldern für den Erstligisten mit etwa 30 Millionen Euro unter den erhofften 34 Millionen. Auch durch die Ungewissheit, ob und wie viele Zuschauer in der Bundesliga-Hinrunde ins Stadion dürfen, droht dem Club ein Minus im Einnahmenbereich. Laut Arabi könnten das bis zu acht Millionen Euro sein.

DFB-Pokal: Auslosung in der Sportschau

Die erste Hauptrunde des DFB-Pokals wird am kommenden Sonntag ab 18.30 Uhr in der ARD-Sportschau ausgelost.

Wegen der zwischenzeitlichen Aussetzung des Spielbetriebs im Zuge der Corona-Pandemie ist das Teilnehmerfeld noch nicht komplett. Für die Mannschaften, die sich noch über die Pokalwettbewerbe der Landesverbände qualifizieren müssen, kommen daher am Sonntag Platzhalter zum Einsatz. Die Endspiele der Landespokale finden am 22. August im Rahmen des Finaltags der Amateure (ab 14.30/ARD) statt.

Die Erstrunden-Partien des DFB-Pokals werden zwischen dem 11. und 14. September und damit eine Woche vor dem Bundesliga-Start ausgetragen.

Trotz Klassenerhalts: Alaves feuert Trainer

Der spanische Erstligist Deportivo Alaves hat sich überraschend von seinem Trainer Juan Muniz getrennt. Der 51-Jährige hatte das Amt erst am 5. Juli von Asier Garitano übernommen und den baskischen Club an den letzten vier Spieltagen in La Liga vor dem Abstieg bewahrt. Gründe für die Trennung nannte Alaves am Dienstag nicht.

Muniz hatte zuletzt den FC Malaga trainiert, dort wurde er im April 2019 entlassen.

Liga-Aufstockung: Dresden und DFL verhandeln

Nach dem sportlichen Abstieg befindet sich Dynamo Dresden mit der DFL in Gesprächen über einen möglichen Verbleib in der 2. Bundesliga. Das bestätigte der Club der dpa. Laut eines Sprechers wolle Dynamo aber „keine Wasserstandsmeldungen“ abgeben. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, dass Dresdens Geschäftsführer Michael Born und Ralf Becker (bis Mai 2019 Sportvorstand beim HSV) sich in Frankfurt/Main mit den Liga-Vertretern Peter Peters, Rüdiger Fritsch und Ansgar Schwenken getroffen und eine Aufstockung der Liga gefordert hätten.

Bereits vor dem Ende der Saison hatte Dresden angekündigt, aufgrund des Abstiegs juristische Schritte prüfen zu wollen. Ein von einer Anwaltskanzlei erstelltes Gutachten über die Erfolgsaussichten liegt dem Club angeblich seit einer Woche vor.

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Dresden sieht eine Wettbewerbsbenachteiligung, da die Mannschaft aufgrund von mehreren Coronavirus-Fällen zunächst in Quarantäne und dann neun Spiele in 28 Tagen absolvieren musste. Welche Erfolgsaussichten Dynamo hat, ist unklar. Die DFL kommentierte den Sachverhalt nicht. Dem „Bild“-Bericht zufolge soll Dynamo dem Dachverband einen konkreten Vorschlag zu einem Liga-Verbleib unterbreiten.

Hamann: Werder soll Kruse zurückholen

Der frühere Nationalspieler Dietmar Hamann hat Werder Bremen eine Verpflichtung von Stürmer Max Kruse ans Herz gelegt. „Falls Kruse sich eine Rückkehr vorstellen kann, sollte Werder ihn zurückholen“, sagte der 46-Jährige dem „Weser-Kurier“.

Kruse spielte zuletzt bei Fenerbahçe Istanbul in der Türkei, hatte dort aber Mitte Juni vorzeitig seinen Vertrag gekündigt und zuletzt öffentlich mit einem Comeback in Deutschland geliebäugelt. Kruse war allerdings hauptsächlich mit Union Berlin in Verbindung gebracht worden.

Kruse hatte zu Beginn seiner Profikarriere und zwischen 2016 und 2019 für Bremen gespielt. „Du brauchst Leute, die in schwierigen Phasen vorangehen. Und Max ist so jemand“, beschrieb Hamann eine Qualität des 32-Jährigen.

Eine Verpflichtung Kruses würde aus Hamanns Sicht auch bei anderen Transfers helfen. „Wenn andere Spieler wissen, dass der Kruse schon da ist, dann fällt es leichter, noch den zweiten, dritten oder vierten Transfer zu tätigen“, sagte er. In unsicheren Corona-Zeiten sieht Sky-Experte Hamann auch Chancen für Werder. „Wenn man kreativ und schnell ist, kann man derzeit Spieler bekommen, die man sonst nicht bekommen hätte.“

Seehofer glaubt an Stadion-Fans im Herbst

Bundesinnenminister Horst Seehofer macht Fans Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stadien zur neuen Saison. „Ich bin schon länger der Meinung, dass man in die Stadien wieder Zuschauer lassen kann – wenn es ein starkes Hygienekonzept gibt“, sagte der in der Regierung für den Sport zuständige CSU-Politiker dem „Münchner Merkur“. Die Bundesligisten arbeiten aktuell an Plänen, um zur neuen Spielzeit zumindest wieder einen Teil ihrer Arenen mit Zuschauern füllen zu können.

Seehofer vertraut dabei auf die Liga und den Verband. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auf die DFL und den DFB Verlass ist“, sagte er. „Im Herbst könnte das wieder anlaufen. Natürlich nicht mit einer ausverkauften Arena, aber man kann sich Schritt für Schritt steigern. Das Virus schlägt dort zu, wo die Regeln nicht eingehalten werden.“

Neuer Hoffenheim-Trainer: Hoeneß Favorit?

Sebastian Hoeneß ist laut „Kicker“ offenbar Favorit auf den Trainerposten bei der TSG Hoffenheim. Der 38 Jahre alte Hoeneß, Sohn von Ex-Nationalspieler Dieter und Neffe von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß, hatte in der vergangenen Saison die zweite Mannschaft von Bayern München überraschend zur Meisterschaft in der 3. Liga geführt. Nach „Kicker“-Informationen mache man sich beim Rekordmeister bereits Gedanken über die Nachfolge.

Hoffenheim ist nach der Entlassung des Niederländers Alfred Schreuder als einziges Bundesliga-Team auf Trainersuche. Uli Hoeneß hatte zuletzt im Sonntags-Stammtisch des Bayerischen Rundfunks gesagt, dass bezüglich eines Abgangs oder Verbleibs seines Neffen „noch nichts entschieden“ sei. Der langjährige Bayern-Manager wolle sich aber nicht einmischen, er könne „so oder so“ mit allen Entscheidungen leben.

Havertz zu Chelsea? Es wird konkreter

Der angeblich kurz bevorstehende Wechsel von Nationalspieler Kai Havertz zum FC Chelsea bleibt das große Transfer-Thema englischer Medien. Dem „Guardian“ zufolge besteht Einigkeit mit dem Spieler, der Premier-League-Club müsse nur noch mit Bayer Leverkusen über die Höhe der Ablösesumme verhandeln. Der Bundesligist fordert demnach weiterhin 100 Millionen Euro Ablöse für den 21-Jährigen. „Chelsea muss über 100 Millionen Euro aufbringen“, um Havertz zu kaufen, heißt es in der „Daily Mail“. Die „Bild“-Zeitung schreibt, möglicherweise würden beide Vereine einer geringeren Sofortzahlung plus möglicher Erfolgsprämien zustimmen.

Havertz' Vertrag in Leverkusen läuft noch bis Sommer 2022, ein Abschied des hochtalentierten Mittelfeldspielers in diesem Jahr gilt aber als sehr wahrscheinlich. Bayers Sportdirektor Simon Rolfes bestätigte in der vergangenen Woche dem „Kicker“, dass es für Havertz Interessenten gebe. Aber er sagte auch: „Wir haben kein konkretes Angebot vorliegen.“ Chelsea, das vom früheren Weltklasse-Spieler Frank Lampard trainiert wird, hatte zuletzt bereits den deutschen Nationalspieler Timo Werner von RB Leipzig verpflichtet.

Klopp der beliebteste deutsche Trainer

Jürgen Klopp, Teammanager des englischen Meisters FC Liverpool, ist der beliebteste deutsche Trainer. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Intelligent Research in Sponsoring (IRIS). Demnach fanden 90 Prozent der 978 befragten Fans in Deutschland den 53-Jährigen sympathisch.

Auf Platz zwei landet Freiburgs Trainer Christian Streich mit 78 Prozent, dicht gefolgt vom Bayern-Meister-Coach Hansi Flick (76 Prozent). 75 Prozent der Befragten fanden Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) und Marco Rose (Borussia Mönchengladbach) sympathisch.

Je 70 Prozent Zustimmung bekommen laut der Umfrage Julian Nagelsmann (RB Leipzig) und Florian Kohfeldt (Werder Bremen). Schalke-Trainer David Wagner kommt auf 57 Prozent.

Düsseldorf bindet ein weiteres Talent

Zweitligist Fortuna Düsseldorf setzt langfristig auf Offensivtalent Shinta Appelkamp. Der 19-Jährige erhält einen Vertrag bis 2024, das teilte der Bundesliga-Absteiger am Dienstag mit. Neben Dennis Gorka (18) und Nikell Touglo (18) ist Appelkamp der dritte Nachwuchsspieler im Profikader, der einen langfristigen Vertrag erhält.

Appelkamp war im Sommer 2015 aus seiner japanischen Heimat in Fortunas U16 gewechselt und überzeugte in den Folgejahren unter anderem als Kapitän der U19.

Cristiano Ronaldo erzielt historischen Treffer

Cristiano Ronaldo hat auf dem Weg zum nächsten Titel mit Italiens Rekordmeister Juventus Turin Historisches geleistet. Beim 2:1 (0:0)-Sieg über Lazio Rom traf der portugiesische Superstar doppelt und hat damit als erster Profi mindestens 50 Tore in der englischen Premier League, der spanischen La Liga und der Serie A erzielt.

„Rekorde sind immer wichtig, aber Siege sind wichtiger,“ sagte der 35-Jährige: „Ich helfe der Mannschaft dabei, zu gewinnen. Es sind noch vier Spiele und wir wissen, dass die Serie A eine schwierige Liga ist.“ Juventus hat acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Inter Mailand. Schon am Donnerstag könnte Turin den neunten Meistertitel in Serie perfekt machen.

Ronaldo hatte in seiner Zeit bei Manchester United (2003–2009) 84 Ligatreffer erzielt, für Real Madrid (2009–2018) waren es 311. Die 50er-Marke erreichte er in Italien im 61. Einsatz - Rekord.

Das Topspiel gegen Lazio wurde vom Duell um die Torjägerkanone zwischen Ronaldo und dem früheren Dortmunder Ciro Immobile geprägt. Zunächst überholte der Portugiese mit seinen beiden Treffern (51./Handelfmeter, 54.) und insgesamt 30 Saisontoren den Konkurrenten, Immobile zog aber in der Schlussphase wieder gleich (83., Foulelfmeter). Vor dem Lazio-Strafstoß hatte Ronaldo noch intensiv auf seinen Torhüter Wojciech Szczesny eingeredet - vergebens.

Lazio kassierte bereits die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen, die Teilnahme an der Champions League ist dem Team von Trainer Simone Inzaghi bei elf Punkten Vorsprung auf Rang fünf aber praktisch nicht mehr zu nehmen.

Guardiola ist sauer auf Arsenal

Eine Woche nach dem Europapokal-Freispruch für Manchester City hat Startrainer Pep Guardiola erneut dem Umgang anderer Clubs mit den Citizens kritisiert. Dem FC Arsenal, der Man City am Sonnabend im FA-Cup-Halbfinale geschlagen hatte, zolle er „großen Respekt“, sagte Guardiola laut BBC. Allerdings nur für das, „was sie auf dem Feld sind“. Abseits des Platzes hingegen habe er „nicht viel“ für die Gunners übrig. Britischen Medien zufolge sollen sich die Londoner mit sieben weiteren Clubs verbündet haben, um vor dem Urteil Druck beim Internationalen Sportgerichtshof Cas gegen die Citizens zu machen.

Die Sportrichter hatten die Uefa-Sanktion, die neben dem Europapokal-Ausschluss für zwei Spielzeiten auch 30 Millionen Euro Geldstrafe vorsah, am 13. Juli aufgehoben. Übrig blieb lediglich eine Strafzahlung in Höhe von zehn Millionen Euro. Die angeblichen Verstöße gegen die Uefa-Finanzregeln (Financial Fair Play) seien nicht ausreichend bewiesen oder verjährt, teilte der Cas mit. Eine detaillierte Urteilsbegründung wird noch erwartet.

Ein weiterer Grund für Guardiolas Abneigung gegen das Verhalten des FC Arsenal könnte zudem sein, dass sein ehemaliger Assistent Mikel Arteta im vergangenen Dezember von den Gunners abgeworben wurde, um dort den Cheftrainer-Posten zu übernehmen. Die BBC schreibt, die Gespräche hätten unmittelbar nach dem 3:0-Ligasieg von Man City im in London begonnen - allerdings ohne Kenntnis der Citizens.

Beispiellose Post-Aktion für WM-Held Charlton

Historische Ehrung für die verstorbene englische Fußball-Ikone Jack Charlton: In den nächsten drei Wochen werden sämtliche Postsendungen in Irland und Großbritannien mit einem Fußball und den Worten „Jack Charlton, 1935-2020“ abgestempelt.

David McRemmond, der Geschäftsführer der irischen An Post, sagte: „Jack Charlton hat unserer Nation viele unserer glücklichsten und stolzesten Momente beschert. Er war das beste Beispiel für eine Kultur, die auf beiden Inseln geteilt wurde.“

Das Motiv des Weltmeisters von 1966, der am 11. Juli im Alter von 85 Jahren verstorben war, wird damit der „erste gemeinsame Poststempel der An Post und der Royal Mail sein“, ergänzte McRemmond.

Charlton hatte nach seiner Spielerkarriere als Trainer der irischen Nationalmannschaft überraschend das Viertelfinale der WM 1990 erreicht.

Sein Tod löste sowohl in Großbritannien als auch in Irland große Trauer und Anteilnahme aus. Beide Fußballverbände sowie der britische Premierminister Boris Johnson ehrten den älteren Bruder von Bobby Charlton (83) mit öffentlichen Statements. Jack Charlton sollte am Dienstag beerdigt werden.

Wolverhampton nimmt Kurs auf Europa

Die Wolverhampton Wanderers haben sich dank eines 2:0 (1:0)-Erfolges gegen Crystal Palace auf den sechsten Platz der Premier League vorgekämpft und steuern klar auf Kurs Europa League. Die Treffer der Wolves am vorletzten Spieltag erzielten Daniel Podence (41.) und Jonny Otto (68.).

Zuvor hatte ein Kopfballtreffer des Everton-Brasilianers Richarlison die letzten Hoffnungen von Sheffield United zerstört, sich noch für die Europa League zu qualifizieren. Dank des entscheidenden Tores nach 46 Minuten setzte sich der FC Everton am Montag in Sheffield mit 1:0 (0:0) durch.

Ursprünglich war erwartet worden, dass Sheffield in seiner ersten Premier-League-Saison seit 2007 gegen den Abstieg kämpfen würde, doch das Team setzte sich nach der Corona-Zwangspause in der oberen Tabellenhälfte fest. Durch den Sieg der Wolves ist nun aber der Abstand des Tabellenachten auf den möglicherweise noch für die Europa League reichenden Platz sieben nicht mehr aufzuholen.

Rang sieben reicht für das Europa-Ticket, wenn der FC Chelsea im FA Cup-Finale gegen Arsenal gewinnt, da Chelsea dank seiner Ligaposition (3.) bereits sicher in einem der Europapokal-Wettbewerbe spielt.