Hamburg

Beachvolleyball: Andy Grote bekennt sich zum Stützpunkt

Gruppenbild mit Bällen und Senator (v. l.), vorn: Lena Ottens, Andy Grote (Senator für Inneres und Sport), Sarah Ittlinger, 2. Reihe Bernd Schlesinger (Bundesstützpunktleiter und Trainingswissenschaftler), Jörg Ahmann (Chefbundestrainer Nachwuchs) Sarah Schulz. Hinten v.l. Cinja Tillmann, Leonie Klinke.

Gruppenbild mit Bällen und Senator (v. l.), vorn: Lena Ottens, Andy Grote (Senator für Inneres und Sport), Sarah Ittlinger, 2. Reihe Bernd Schlesinger (Bundesstützpunktleiter und Trainingswissenschaftler), Jörg Ahmann (Chefbundestrainer Nachwuchs) Sarah Schulz. Hinten v.l. Cinja Tillmann, Leonie Klinke.

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

Stadt unterstützt Beachvolleyballer. Verband testet mögliche Nationalspielerinnen. Jürgen Wagner wird neuer Cheftrainer.

Hamburg.  Am Morgen nach seiner Wiederernennung zum Innen- und Sportsenator hatte Andy Grote zwei Termine mit Hamburgs Beachvolleyballern. In der Bewegungsinsel im Eilbekpark traf er die Vizeweltmeister Julius Thole/Clemens Wickler (ETV), um neue Eignungsprüfungen der Feuerwehr zu promoten. Die können nun auch im Freien ihre körperlichen Kompetenzen nachweisen. Danach schaute der SPD-Politiker am Bundesstützpunkt Beachvolleyball am Alten Teichweg vorbei.

Dort testet der Deutsche Volleyball-Verband gerade acht Abwehrspielerinnen. Drei von ihnen könnten im nächsten Olympiazyklus (2021 bis 2024) – mit möglicherweise neuen Partnerinnen – Nationalspielerinnen werden. Als vierte Kandidatin wäre Olympiasiegerin und Weltmeisterin Laura Ludwig (34/HSV) gesetzt, sofern sie nach Tokio weiterbaggern will.

Hamburg bezuschusst derzeit zwei Trainerstellen

Bei seinem Kurzbesuch im Nieselregen gab Grote ein klares Bekenntnis zum Stützpunkt ab: „Was wir einmal angefangen haben, und wenn es sich dann auch noch als erfolgreich darstellt, machen wir selbstverständlich weiter.“ Die Stadt bezuschusst derzeit zwei Trainerstellen. Über Form und Umfang der weiteren Zusammenarbeit will Grote jetzt Gespräche mit Niclas Hildebrand führen, dem Beachdirektor des Verbandes. Auch der HSV möchte sein (zuletzt reduziertes) Engagement aufrechterhalten. „Das machen wir in erster Linie vom neuen Konzept abhängig“, sagte Kumar Tschana, Geschäftsführer des HSV e. V.

Die wichtigste Personalentscheidung auf dem Weg nach Paris 2024 scheint gefallen. Jürgen Wagner (64/Moers), Trainer der Olympiasieger Julius Brink/Jonas Reckermann (2012) und Ludwig/Kira Walkenhorst (2016), soll – wohl von Juli an – als „Head of Beachvolleyball-Development“ künftig in Kommunikation mit den dann sechs Bundestrainern Trainingsinhalte vorgeben.

Bisherige vier Bundestrainer bleiben bis Tokio 2021 im Amt

„Wir brauchen für unsere Stützpunkte in Hamburg, Stuttgart (Juniorinnen) und Berlin (Junioren) eine einheitliche Philosophie für Frauen und Männer, auch im Krafttraining“, sagt der Erfolgscoach. Bis zu 100 Tage will er im Jahr in Hamburg vor Ort sein. Die bisherigen vier Bundestrainer bleiben bis Tokio 2021 im Amt.

Am Sonnabend startet in Düsseldorf die neue private Beach-Liga, an der auch das HSV-Nationalteam Victoria Bieneck/Isabel Schneider teilnimmt. Der Verband selbst will demnächst für die Monate Juli/August seine eigene Turnierserie „Road to Timmendorf“ präsentieren, nachdem jetzt ein TV-Partner gefunden wurde. Ob auch die deutschen Meisterschaften vom 3. bis 6. September am Timmendorfer Strand stattfinden, könnte am Montag entschieden werden..