Bundesliga

DFL will Fans von Herbst an wieder zulassen

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DFL-Chef  Christian Seifert macht den Proficlubs Hoffnung, bald wieder vor Fans spielen zu können.

DFL-Chef Christian Seifert macht den Proficlubs Hoffnung, bald wieder vor Fans spielen zu können.

Foto: dpa

Der HSV und der FC St. Pauli halten sich bei dem Thema Teilzulassung von Zuschauern aber noch bedeckt.

Hamburg. Über diese Nachricht haben sich die Verantwortlichen des HSV und des FC St. Pauli gefreut. Zu Wochenbeginn informierte die Deutsche Fußball Liga (DFL), dass das derzeitige Hygienekonzept für den Ablauf der Geisterspiele überarbeitet wird. Schon in Kürze könnten mehr Funktionäre und Journalisten Zutritt zu den Partien in der Bundesliga und Zweiten Liga erhalten. Auch die Maskenpflicht der Ersatzspieler soll wegen der positiven Entwicklung der Corona-Zahlen abgeschafft werden.

Die wohl wichtigste Nachricht war aber, dass die DFL intensiv daran arbeitet, dass die Saison 2020/21, die Mitte September beginnen soll, nicht mehr komplett unter Ausschluss der Fans stattfinden muss. „Die DFL habe „bereits den Dialog mit dem Bundesgesundheitsministerium aufgenommen mit Blick auf die Möglichkeit, mit dem Saisonstart schrittweise Zuschauer zu den Spielen beider Ligen zuzulassen“, zitiert der „kicker“ DFL-Geschäftsführer Christian Seifert (51) aus einem Schreiben an die 36 Proficlubs.

Ligachef Seifert ermahnt die Clubs

In dem Schreiben wird deutlich, dass beim Auftakt und Ablauf der Saison 2020/21, dem sogenannten Restart 2, die umfassenden Hygienemaßnahmen mit einer Quasi-Quarantäne der Spieler und lediglich 300 Leuten im Stadion nicht neun Monate lang umgesetzt werden können. „Ich habe schon die Zuversicht im Herzen, dass wir in der neuen Saison nach und nach wieder Publikum zulassen können“, sagte zuletzt Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Ligachef Seifert ermahnte die Clubs jedoch, „keine konkreten Zahlen oder Zeitpunkte ungeprüft in den Raum zu stellen“. Seifert hat die Befürchtung, dass die Debatte über eine Sonderrolle für den Fußball neu entfacht werden könnte. Zuletzt ließ Vorstandsmitglied Oliver Kahn von Bayern München verlauten, dass der Rekordmeister ein Konzept mit den derzeitigen Abstands- und Hygieneregeln erarbeitet hat, dass die 75.024 Zuschauer fassende Allianz-Arena von „10.000 bis 11.000 Fans“ genutzt werden kann, sollten Politik und die Liga grünes Licht für die Teilzulassung von Publikum geben.

HSV und FC St. Pauli halten sich mit Erstellung von Konzepten zurück

Beim HSV und beim FC St. Pauli hält man sich mit der Erstellung von Konzepten für das Volksparkstadion (Kapazität: 57.000 Zuschauer) und das Millerntor-Stadion (29.546) noch zurück. Beide Clubs lehnten Interviewanfragen zu dem Thema vorerst ab. Der HSV ließ verlauten, dass er die Pläne der DFL begrüße und man zu gegebener Zeit gemeinsam mit der Liga und der Politik ein Konzept für die Teilnutzung des Stadions erstellen werde.

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Auch der FC St. Pauli will zunächst noch mit der Erstellung eines Nutzungskonzepts warten. „Der FC St. Pauli steht seit Beginn der Corona-Krise in einem regelmäßigen und engen Austausch mit den Hamburger Behörden. Dies wird natürlich weiterhin Bestand haben – auch, sobald sich die angestrebten Lockerungen seitens der DFL konkretisiert haben und man dann in eine entsprechende Planung gehen kann“, hieß es in einem Statement.

( ber/hja )

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