Menschlich gesehen

Reiter des Jahres

Wer dreimal das Deutsche Derby in Klein Flottbek gewinnt, der hat Großes geschafft. Aber eine Routine im Feiern von Titeln hat Nisse Lüneburg deshalb nicht entwickelt. Umso glücklicher war der 31-Jährige über seinen jüngsten Erfolg, als Gesamtsieger der Springreitserie Riders Tour zum „Reiter des Jahres 2019“ gekrönt zu werden. „Für mich und mein Team war das eine tolle Bestätigung für eine Menge harter Arbeit“, sagt der gebürtige Hetlinger.

Lüneburg, der seit seinem Abitur 2008 auf dem Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen als Chefbereiter und Gestütsleiter auf dem Wedeler Magdalenenhof arbeitet, ist der erfolgreichste Spross einer pferdesportverrückten Familie. Aber er macht nicht nur auf dem Pferderücken eine gute Figur. Den Riders-Tour-Sieg genoss er im Skiurlaub in Österreich, und jeden Montag kickt er zur Entspannung mit Freunden in Tor­nesch. Zum „Fußballer des Jahres“ reicht dies nicht, aber das kann ein dreimaliger Derbysieger wohl verschmerzen.