German Open im Taekwondo ohne asiatische Athleten

Hamburg. Das Coronavirus ist nicht nur in der Stadt angekommen, sondern auch im Hamburger Sport. Doch die, die mit den Folgen zu kämpfen haben, bleiben gelassen. „Wir haben Maßnahmen zur Hygiene getroffen, alles Weitere können wir nur abwarten“, sagt Michel Mialki, Turnierleiter für die German Open im Taekwondo, die an diesem Wochenende (Start Sa. und So. jeweils 8.30 Uhr) in der Sporthalle Hamburg ausgetragen werden. Dass die traditionell starken asiatischen Nationen fehlen und deshalb von den angepeilten 1000 nur rund 800 Teilnehmer aus gut 30 Ländern auf die acht Matten gehen, sei zwar sportlich ein Verlust, „aber wir haben dennoch ein sehr gutes Teilnehmerfeld mit mehreren WM- und Olympiamedaillengewinnern“, sagt Mialki.

Mit Alexander Bachmann (25) kann auch die Deutsche Taekwondo-Union einen Weltmeister aufbieten. Der Stuttgarter startet in der Klasse bis 87 Kilogramm und ist als bislang einziger Deutscher für Olympia in Tokio (24. Juli bis 9. August) qualifiziert. In der Klasse bis 46 Kilo will sich die Hamburgerin Özlem Gürüz (20/Sportschule Tangun) in die Finalrunde kämpfen, die am Sonnabend von 16 Uhr an in allen je acht Gewichtsklassen bei Frauen und Männern ansteht. Am Sonntag sind die Junioren und Kadetten gefordert.

Die German Open, die seit 2008 in Hamburg ausgetragen werden, haben erstmals G2-Status (20 Weltranglistenpunkte für jeden Sieger), den europaweit nur drei Turniere unterhalb der Grand-Prix- und Grand-Slam-Serien bieten. „Ein Grund ist die große finanzielle und strukturelle Unterstützung der Stadt“, sagt Mialki. 20.000 Euro trägt Hamburg zum sechsstelligen Gesamtetat bei. „Taekwondo hat sich seit 2008 nachhaltig positiv entwickelt und ist ein gutes Beispiel für das Gelingen unserer Dekadenstrategie“, sagt Sportstaatsrat Christoph Holstein. Die Mitgliederzahl im Hamburger Verband ist von rund 800 im Jahr 2008 auf aktuell 1300 gestiegen.