Hamburg

Was ist Streetball? Festival auf St. Pauli großer Erfolg

Die 3 x 3 German Basketball Championships lockten Tausende Zuschauer auf den Spielbudenplatz – unter ihnen auch viele Spieler der Hamburg Towers.

Die 3 x 3 German Basketball Championships lockten Tausende Zuschauer auf den Spielbudenplatz – unter ihnen auch viele Spieler der Hamburg Towers.

Foto: WITTERS

Deutsche 3 x 3-Basketball-Meisterschaften werben für die neue olympische Sportart. Vierte Auflage wieder in Hamburg.

Hamburg.  Der Spielbudenplatz an der Hamburger Reeperbahn bebte am späten Sonnabendabend, als die Endspiele der 3 x 3 German Basketball Championship anstanden, mehr als 1000 Zuschauer feierten die Meister. Im Frauenfinale setzte sich das Team „Kommen um zu bleiben“ mit vier deutschen Nationalspielerinnen, angeführt von Kapitänin ­Svenja Brunckhorst, mit 16:8 gegen die „National Allstars“ durch.

In einer harten und hochklassigen Neuauflage der Männerendspiele der vergangenen zwei Jahre besiegte das Team „Klutsh“ aus Nordrhein-Westfalen Titelverteidiger „Der Stamm“ (Aachen) mit 15:12, der diesmal auf NBA-Superstar Dennis Schröder (25) verzichten musste. Der Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft, der vor einem Jahr spontan dazustieß, hätte sich für das Turnier versichern müssen. Die Prämie wäre sechsstellig ausgefallen.

Werbung für die Sportart

„Das Event war Werbung für unsere Sportart. Das Frauenfinale war ein ex­trem hochklassiges Spiel, das alles gezeigt hat, was 3 x 3 ausmacht. Es war schnell, hart, spielstark und kreativ“, sagte Matthias Weber, Disziplinchef des Deutschen Basketball Bundes (DBB). „Ich bin sehr stolz, dass wir durch dieses Turnier gesehen haben, welches sportliche Potenzial wir haben.“

Streetbasketball zählt 2020 in Tokio erstmals zum Programm der Olympischen Sommerspiele. Bei der 3 x 3-Variante wird auf einen Korb gespielt, die Dreierteams haben nur zwölf Sekunden Zeit, um zu punkten, danach wechselt das Angriffsrecht. Die hohe Geschwindigkeit des Spiels war es dann auch, die bei den Zuschauern wiederholt Jubelstürme auslöste.

Vierte Auflage geplant

Zwei weitere Titel wurden auf St. Pauli ausgespielt. Der erste Platz in der Kategorie U18 männlich ging an das Team „Göttingen lebt“, das sich gegen das „14 Team“ in den letzten Sekunden mit 16:12 durchsetzte. Bei der U18 weiblich besiegten die „Ibiza Girls“ im Finale die „Hessenlions“ 21:11.

„Das Zuschauerinteresse war überwältigend. Hamburg war ein würdiger und gelungener Abschluss der diesjährigen Tour mit tollen Events in Frankfurt am Main, Leipzig und Köln“, sagte der Hamburger DBB-Vizepräsident Stefan Raid. Im nächsten Jahr ist auf St. Pauli die vierte Auflage geplant.