Beachvolleyball

Baggern, blocken, pritschen - das sollten Sie wissen

Die Hamburger Frank Mackerodt und Hauke Braack brachten Beachvolleyball nach Deutschland.

Die Hamburger Frank Mackerodt und Hauke Braack brachten Beachvolleyball nach Deutschland.

Foto: Andreas Laible

Was ist der Unterschied zum Hallenvolleyball? Welche Techniken sind erlaubt? Und was sind die wichtigsten Regeln?

Hamburg.  Beachvolleyball wird auf einem 16 Meter langen, acht Meter breiten Feld mit vier Spielern auf Sand gespielt (Hallenvolleyball sechs gegen sechs auf 18 x 9 Metern), jedes Zweierteam verteidigt eine Hälfte von 8 x 8 Metern. Das Spielfeld wird von fünf Zentimeter breiten Linien aus elastischen Bändern begrenzt, die noch zum Feld gehören. Das 8,5 Meter lange Netz hat wie beim Hallenvolleyball eine Höhe von 2,43 Metern bei den Männern und 2,24 Metern bei den Frauen. Links und rechts des Netzes ragen Antennen in die Höhe, die nicht vom Ball berührt werden dürfen. Andernfalls führt das zu einem Punktverlust.

Der Ball besteht außen aus einem wasserabweisenden Material und einer Gummiblase im Inneren. Mit einem Umfang von 65 bis 67 Zentimetern und einem Gewicht von 260 bis 280 Gramm ist er etwas größer als der Hallenvolleyball, aber auch weicher. Der Innendruck ist mit 171 bis 221 Millibar geringer als der des Hallenvolleyballs (bis 319).

Zum Sieg ist der Gewinn von zwei Sätzen nötig. Die ersten beiden Durchgänge werden bis zu 21 Punkten gespielt, ein möglicher dritter bis 15. Ein Satz ist aber erst dann entschieden, wenn ein Team mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Ansonsten geht es in die Verlängerung, Satzergebnisse von 30:28 sind also möglich. Jeder Ballwechsel zählt, das Aufschlagrecht wechselt jeweils nach einem verlorenen Punkt. Nach je sieben gespielten Punkten werden die Seiten gewechselt, im dritten Satz nach je fünf.

Nur drei Ballkontakte sind erlaubt

Jedes Team muss nach maximal drei Kontakten den Ball auf die generische Seite zurückschlagen. Der Ball darf mit allen Körperteilen gespielt werden, auch mit dem Fuß. Nur der Aufschlag muss hinter der Grundlinie mit Händen oder Armen ausgeführt werden. Die wichtigsten Elemente sind die Annahme des Balls nach dem gegnerischen Aufschlag, das Zuspiel zum Partner (meist der zweite Kontakt), der Angriff und der Block am Netz nach einem gegnerischen Angriffsschlag. Zu den wichtigsten Techniken gehören das Pritschen, wenn der Ball oberhalb der Schulterachse mit zwei Händen gespielt wird, und das Baggern, die Ballannahme von unten mit zwei zusammengeführten Unterarmen. Eine Spezialität ist der Chicken Wing, wenn der Ball seitlich am Körper mit angelegten Armen abgewehrt wird.

Beim eigenen Aufschlag zeigt der am Netz stehende Spieler meist mit gespreizten Fingern hinter seinem Rücken an, wie er den erwarteten ersten Angriff des Gegners am Netz blocken will, zum Beispiel diagonal oder longline, der Linie entlang. Sein Partner orientiert sich dann auf dem Feld in jene Zone, die nicht vom Block abgedeckt wird.