Skaftö Open

Golferin Esther Henseleit gewinnt ihr erstes Profiturnier

Esther Henseleit
spielt erst seit
Jahresbeginn als
Profi. Sie ist
schon Dritte der
Jahreswertung
auf der europäischen Tour.

Esther Henseleit spielt erst seit Jahresbeginn als Profi. Sie ist schon Dritte der Jahreswertung auf der europäischen Tour.

Foto: Andreas Laible

Trainer Christian Lanfermann: „Ich habe immer gesagt, dieser Moment wird kommen.“ Nächstes wichtiges Turnier in Thailand.

Skaftö/Schweden.  Viel wichtiger als die – eher bescheidene – Siegprämie von 8000 Euro war der symbolische Durchbruch. „Der erste Turniersieg als Profi ist natürlich toll, das zeigt mir, dass ich gewinnen kann“, sagte Esther Henseleit nach ihrem Erfolg bei den Skaftö Open auf einer Insel nördlich von Göteborg, „ursprünglich hatte ich nicht erwartet, dass es schnell gehen würde, aber es hat sich in den vergangenen Wochen schon so angebahnt.“

Das kann man wohl sagen. Viermal bei erst neun Turnieren kam die Spielerin des Hamburger Golfclub Falkenstein unter die besten drei, hatte drei weitere Top-Ten-Ergebnisse auf der europäischen Tour und wurde vor zwei Wochen bei den US Open unter absoluten Weltklassespielerinnen 30. „Es war hier nicht das allergrößte Turnier“, sagte die 20-Jährige über die Veranstaltung auf einer unterklassigen Tour, „ich war deshalb sicher mit in einer Favoritenrolle. Dass es geklappt hat, gibt dennoch weiteres Selbstvertrauen,.“

Wichtiges Turnier in Pattaya

Mit 196 Schlägen (elf unter Par) nach drei Runden setzte sich die Hamburgerin gegen die Schwedinnen Lynn Carlsson (197) und Sofie Bringner (198) durch. „Ich habe nur 23 Putts gebraucht, ich bin sehr glücklich“, kommentierte die Siegerin. „Ich habe immer gesagt, dieser Moment wird kommen“, freute sich ihr Trainer Christian Lanfermann.

Am Sonntagabend saß Henseleit schon wieder im Flieger nach Bangkok. In Pattaya stehen von Donnerstag an die Thailand European Open auf ihrem Plan, ein wichtiges Turnier, auf dem sie die Qualifikation für die British Open (1. bis 4. August) perfekt machen kann. „Natürlich waren die letzten Wochen etwas anstrengend“, sagt Henseleit, „aber nach Thailand sind drei Wochen Pause, darauf freue ich mich.“