Reitsport

Rekordetat und Aufwertung für das Flottbeker Derby

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Sandra Auffarth
(32) ist für Derbychef Volker Wulff
in diesem Jahr die
Favoritin auf den
Sieg im Deutschen
Springderby.

Sandra Auffarth (32) ist für Derbychef Volker Wulff in diesem Jahr die Favoritin auf den Sieg im Deutschen Springderby.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Championat kehrt an Himmelfahrt mit Stechen ins Springreit-Programm zurück. Günstige Eintrittspreise am Eröffnungs-Mittwoch.

Hamburg. Es ist das Jahr der „runden“ Derbys: Während die Springreiter am 2. Juni zum 90. Mal nach dem Blauen Band greifen, gehen die Galopper fünf Wochen später zum 150. Mal an den Derbystart. Damit manifestiert Hamburg seinen Nimbus als Deutschlands Pferdehauptstadt. Die Dressur- und Springreiter eröffnen ihre fünftägige Traditionsveranstaltung in Klein Flottbek am 29. Mai. Turnierchef Volker Wulff, Chef des Veranstalters En Garde, hofft auf mehr als 93.000 Besucher. Dies ist die Rekordmarke aus 2018.

Am Eröffnungs-Mittwoch soll mit günstigen Eintrittspreisen (einheitlich neun Euro) zusätzliches Publikum angezogen werden. Auf dem Programm steht die erste von zwei Qualifikationen für das Deutsche Springderby. Gute Chancen nach ihrem Überraschungscoup auf La Vista im Vorjahr mit Platz drei und null Fehlern im Stechen werden Sandra Auffarth eingeräumt. „Für mich ist sie die Favoritin“, orakelte Wulff. Die Vielseitigkeitsweltmeisterin aus Ganderkesee bei Bremen nimmt zum zweiten Mal am Wettstreit um das Blaue Band teil. „La Vista ist ausgezeichnet auf dem Posten“, sagte die 32-Jährige bei der Derby-Präsentation am Dienstagabend im Landhaus Scherrer an der Elbchaussee.

Himmelfahrtstag wird aufgewertet

An ihrer Seite saß Emma Kanerva. Die Finnin mit Wohnsitz in Stade gewann 2018 das 60. Deutsche Dressurderby. Zum Flottbeker Reiterfestival werden 550 Pferde aus 30 Nationen erwartet. Gesamtetat: 3,6 Millionen Euro, mehr als je zuvor. 1,45 Millionen Euro Preisgeld werden ausgeschüttet. Während es beim Springderby um 175.000 Euro geht, locken die Global Champions Tour und League mit 900.000 Euro die Weltelite nach Hamburg.

Die sportliche Struktur entspricht der in den Vorjahren. Allerdings wird der Himmelfahrtstag aufgewertet. Vor dem wieder mit einem Stechen angesetzten Championat von Hamburg (100.000 Euro) geht es im Teamspringen der Global Champions League um 60.000 Euro. Im sechsten Jahr ist das Kaffeeunternehmen J. J. Darboven als Hauptsponsor dabei – wie auch beim Turf im Sommer in Horn. Hier wie dort tut sich baulich bisher nichts Wegweisendes: In Sachen Doppelrennbahn für Galopper und Traber in Horn herrscht ebenso Stillstand wie bei Neubauplänen für die Haupttribüne in Klein Flottbek. Werden Letztere nicht realisiert, hat Hamburg keine Chance für eine Bewerbung um die Springreit-EM 2023 oder 2025.

( bj/jmo )

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