Mitgliederversammlung

Hamburger Sportbund stimmt für neuen Sportfördervertrag

HSB-Präsident
Jürgen Mantell
(74) hatte die
Annahme des
Sportfördervertrages
befürwortet.

HSB-Präsident Jürgen Mantell (74) hatte die Annahme des Sportfördervertrages befürwortet.

Foto: Witters

Erhöhung der Zuschüsse für den HSB und den Hamburger Fußballverband. Massive Kritik wurde am Zustandekommen des Werkes geübt.

Hamburg.  Die jährliche Mitgliederversammlung des Hamburger Sportbundes (HSB) hat im Haus des Sports am Schlump mit großer Mehrheit dem neuen Sportfördervertrag mit der Stadt für die Jahre 2019/2020 zugestimmt. Nur einer der 174 Vertreter von Vereinen und Verbänden votierte gegen die Vereinbarung, vier Delegierte enthielten sich.

Beschlossen ist damit das Zahlenwerk, das eine Erhöhung der Zuschüsse für den HSB und den Hamburger Fußballverband um jährlich knapp 900.000 Euro auf jetzt zusammen 10,12 Millionen Euro vorsieht. Hinzu kommen rund 14,4 Millionen Euro für die zweijährige Vertragslaufzeit aus Mitteln der Bürgerschaft, hauptsächlich zur Verbesserung der sportlichen Infrastruktur. Der Vertragstext muss nun noch formuliert und von beiden Seiten unterschrieben werden.

Massive Kritik am Zustandekommen des Werkes

Sportsenator Andy Grote (SPD) hatte in seinem Grußwort eindringlich für die Annahme des Sportfördervertrags geworben, der die gestiegene Bedeutung des Sports in der Stadt und im Senat widerspiegele. Er kündigte zudem im Rahmen der „ActiveCity“ neue Projekte gegen Bewegungsmangel in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde an. Auch HSB-Präsident Jürgen Mantell und der -Vorstandsvorsitzende Ralph Lehnert empfahlen, dem Vertrag zuzustimmen.

Massive Kritik wurde aber am Zustandekommen des Werkes geübt, über das erstmals vor einem Jahr verhandelt wurde. Mehr als 550 Arbeitsstunden seien in die Gespräche investiert worden, das sei nicht zumutbar, argumentierten die HSB-Vertreter. Sie erneuerten ihre Forderung nach einem Sportfördergesetz, die von mehreren Rednern unter großem Beifall der Versammlung unterstützt wurde. Die Stadt lehnt dies bisher ab.