Sportgala

Wählen Sie Hamburgs Sportler des Jahres 2018

Auch sie waren Sportler des Jahres in Hamburg: die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die in Rio de Janeiro Gold im Beachvolleyball gewannen

Auch sie waren Sportler des Jahres in Hamburg: die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, die in Rio de Janeiro Gold im Beachvolleyball gewannen

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

Bei der 13. Sportgala am 12. Dezember werden Hamburgs Beste geehrt. Zur Wahl stehen sechs Mannschaften, zwei Frauen und drei Männer.

Hamburg. Die gemeinsame Tabellenführung in der Zweiten Liga hat zum Ende eines aufregenden Hamburger Sportjahres auch die Fußballfans versöhnt. Für die Wahl zur Mannschaft des Jahres sind der HSV und der FC St. Pauli dennoch nicht nominiert, dafür gab es in unserer Stadt 2018 zu viele herausragendere Leistungen.

Alexander Zverev zum Beispiel stand von April bis August auf Rang drei der Tennis-Weltrangliste, gewann drei Turniere, darunter das Masters in Madrid, und zog in Paris erstmals ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Trotzdem schaffte es auch der 21-Jährige nicht auf die Kandidatenliste. Gleiches gilt für die Hockeyherren des Uhlenhorster HC, die in der Abschiedssaison ihres Leitwolfs Moritz Fürste (34) mit einer Auswahl aus jungen Talenten und früheren Nationalspielern überraschend den Hallenmeistertitel gewannen. Noch besser waren allerdings die Damen des Clubs an der Alster, die in Halle und Feld triumphierten und deshalb zu den Nominierten zählen.

Hamburgs Sportler des Jahres 2018 – so läuft die Wahl

Die Wahl zum Sportler des Jahres 2018 läuft wie folgt ab: Stimmberechtigt sind sechs Wählergruppen, deren Einzelergebnisse (Rangfolgen) zum Schluss addiert werden. Der Sportler/die Sportlerin und das Team mit der kleinsten Platzziffer (ein Punkt für Platz eins, sechs Punkte für Platz sechs) gewinnen.

Neben den Abendblatt-Lesern und -Usern votieren die fünf Initiatoren und Finanziers der 13. Hamburger Sportgala: die Stadt, das Hamburger Unternehmen ECE, der Hamburger Sportbund (HSB), der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und das Hamburger Abendblatt. Die Wahl läuft von diesem Sonnabend bis zum nächsten Dienstag, den 20. November, um 16 Uhr. Hamburgs Sportler des Jahres werden am Abend des 12. Dezember auf der 13. Hamburger Sportgala in der Volksbank-Arena am Hellgrundweg 50 geehrt.

Torben Johannesen, Laura Ludwig/Kira Walkenhorst siegten 2017

2017 siegten Ruderweltmeister Torben Johannesen (24/RC Favorite Hammonia) und das Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig (32) und Kira Walkenhorst (27) vom HSV. Johannesen ist auch in diesem Jahr nominiert, Ludwig und Walkenhorst konnten aus verschiedenen Gründen – Babypause und Verletzungssorgen – nicht an ihre Erfolge anknüpfen, wollen aber 2019 bei der Heim-WM am Rothenbaum (28. Juni bis 7. Juli) auch die Qualifikation für die Sportlerwahl 2019 schaffen. Diese allerdings ist Zukunftsmusik, bis zum 20. November geht es nun um Ihre Stimmen für die Besten dieses Jahres. Für Ihre Teilnahme an der Wahl danken wir schon jetzt und wünschen Ihnen und Ihren Favoriten nur das Beste!

Die Kandidaten

Torben Johannesen

Hamburgs Sportler des Jahres 2017 steht auch in diesem Jahr wieder zur Wahl. Allein das ist schon eine Leistung, und Torben Johannesen hat sich die erneute Nominierung redlich verdient. Mit dem Deutschland-Achter blieb der 24-Jährige vom Ruderclub Favorite Hammonia in diesem Jahr bei allen wichtigen internationalen Rennen unbesiegt. Höhepunkte waren die Goldmedaillen bei der Europameisterschaft in Glasgow (Schottland) Anfang August und bei der Weltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv Mitte September. Der Lehramtsstudent ist zwar der Kleinste und Jüngste im Team, mit seiner physischen Stärke aber ein wichtiger Leistungsträger.

Torben Johannesen 01378 / 78 19 70

Mareike Miller

Top-Korbjägerin und herausragende Führungsspielerin: Mareike Miller (28) von den BG Baskets im HSV hat die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft bei der Heim-WM in Hamburg im August als echte Kapitänin zur Bronzemedaille geführt. Nach diversen Kreuzbandrissen konnte die gebürtige Essenerin den geliebten Basketballsport nicht mehr ausüben und entdeckte so das Sportgerät Rollstuhl für sich. „Es ist eine der inklusivsten Sportarten überhaupt“, sagt sie. Auch deshalb arbeitet die Betriebswirtin voller Überzeugung für den Internationalen Rollstuhlbasketball-Verband.

Mareike Miller 01378 / 78 19 71

Kristina Boe

Gäbe es bei dieser Wahl die Rubrik „Tier des Jahres“, müsste Don de la Mar nominiert sein. Der Wallach unterstützte seine Reiterin Kristina Boe Ende September bei den Weltreiterspielen in Tryon (USA) so hervorragend, dass es für die 30-Jährige nach Teamgold auch zum Einzeltitel im Voltigieren reichte. Das war die Krönung einer herausragenden Saison, in der die Unfallchirurgin vom Reit- und Fahrverein Kirchwärder auch das Weltcupfinale in Dortmund und das CHIO in Aachen gewann.

Kristina Boe 01378 / 78 19 72

Serdal Celebi

Durch sein „Tor des Monats“ August wurde Serdal Celebi zu einem Star des Blindenfußballs und hat seinen Sport bekannter gemacht. Auftritte wie bei der Auslosung des DFB-Pokals hätte es ohne seinen ausgezeichneten Treffer nie gegeben. Bei der 1:2-Niederlage des FC St. Pauli im DM-Finale gegen den MTV Stuttgart nagelte der 34 Jahre alte Physiotherapeut den Klingelball ins obere Kreuzeck. Freuen konnte er sich darüber zunächst nicht so sehr: „Ich hätte lieber den DM-Titel von 2017 verteidigt.“

Serdal Celebi 01378 / 78 19 73

Ramon Klenz

Seit 1986 hielt Olympiasieger Michael Groß den deutschen Rekord über 200 Meter Schmetterling. Dann kam (im Juli) Ramon Klenz. In 1:55,76 Minuten unterbot der 20-Jährige vom Hamburger Schwimm-Club bei den nationalen Meisterschaften in Berlin die 32 Jahre alte Bestmarke um 48 Hundertstelse­kunden. Das brachte ihn mit dem letzten Armzug noch zu den Europameisterschaften in Glasgow, seinem großen Saisonziel, das er bereits abgehakt hatte. In Schottland fehlten ihm 14 Tage später die Kräfte.

Ramon Klenz 01378 / 78 19 74

Thole/Wickler

Sie sind die Beachvolleyball-Entdeckung des Jahres: Als Perspektivteam für Olympia 2024 in die Saison gestartet, gelten Julius Thole (21) und Clemens Wickler (23) jetzt als heiße Kandidaten für die Sommerspiele 2020 in Tokio. Beim Majorfinale am Rothenbaum begeisterte das Duo des Eimsbütteler TV das Publikum, wurde beim Turnier der zehn weltbesten Paare Vierter. Zudem gewannen sie am Timmendorfer Strand die deutsche Meisterschaft, für Wickler mit drittem Partner schon die dritte.

Thole/Wickler 01378 / 78 19 75

Hamburger Judoteam

Im deutschen Männerjudo ist an Hamburg kein Vorbeikommen. Zum dritten Mal in Folge gewann die Auswahl von Cheftrainer Slavko Tekic (48) am vergangenen Sonnabend die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. In der Sporthalle Wandsbek wurde im Finale Rekordmeister Abensberg mit 11:3 auf die Matte gelegt. Aus finanziellen Gründen kann das Hamburger Judo-Team Anfang Dezember nicht im Europapokal starten. Ein Triumph bei der Sportlerwahl könnte die Trauer darüber abmildern.

Hamburger Judoteam 01378 / 78 19 76

Hamburger Golfclub

Die jungen Damen vom Hamburger Golfclub Falkenstein haben ein echtes Traumjahr auf die Grüns und Fairways gezaubert. Deutsche Mannschaftsmeister sind sie im Sommer geworden und haben im Herbst auch noch den Europapokal draufgesetzt. Topspielerin Esther Henseleit wurde außerdem deutsche Einzelmeisterin und Vizeeuropameisterin. „Obwohl Golf ein Einzelsport ist, leben die Mädels echten Teamgeist“, sagt Trainer Christian Lanfermann, „beim Feiern sind sie auch erstklassig.“

Hamburger Golfclub 01378 / 78 19 77

Norddeutscher Regatta-Verein

Das passt doch wunderbar zum 150. Jubiläum, das der Norddeutschen Regatta-Verein (NRV) in diesem Jahr feiert: Der gediegene Traditionsclub verteidigte mit dem Sieg in der Segel-Bundesliga seinen deutschen Meistertitel und holte Anfang November mit dem Pokalsieg auf seinem Heimatrevier Außenalster sogar das Double. „Super happy und zufrieden“ seien sie, sagte NRV-Skipper Tobias Schadewaldt, „die gesamte Saison war fast nervenzerreißend und jedes Mal wieder ein harter Fight.“

Norddeutscher Regatta-Verein 01378 / 78 19 78

HSV Hamburg

Souveräner Meister der Dritten Liga Nord, jetzt ein Mittelplatz in der Zweiten Bundesliga: Der Handball Sport Verein Hamburg wirft sich wieder nach oben. Die Mannschaft, Trainer Torsten Jansen (41), Sportchef Martin Schwalb (55), die Vereinspolitik von Präsident Marc Evermann (47) und der sanfte Weg zurück in höhere Regionen des Ball-Business kommen beim Publikum an. Der Zuschauerschnitt von zuletzt mehr als 3600 ist bereits erstligareif, die Stimmung bei den Heimspielen ohnehin.

HSV Hamburg 01378 / 78 19 79

Club an der Alster

Was für ein Jahr für die Hockeydamen des Club an der Alster! Dem Meistertitel in der Halle, gewonnen Anfang Fe­bruar in Stuttgart mit einem 4:3 nach Penaltyschießen gegen den Düsseldorfer HC, fügte die Auswahl von Cheftrainer Jens George (49) Anfang Juni in Krefeld auch den Gewinn der deutschen Feldmeisterschaft an. Im Endspiel wurde der Hamburger Rivale Uhlenhorster HC 3:1 besiegt. Im Jubiläumsjahr 2019 – Alster wird dann 100 – sollen die nationalen Titel international veredelt werden.

Club an der Alster 01378 / 78 19 80

Die Abstimmung ist beendet

Vom Sonnabend bis zum Dienstag, dem 20. November, können Sie telefonisch (siehe Abschnitt für die telefonische Abstimmung) oder hier im Text über Hamburgs Sportler des Jahres abstimmen. Ein Anruf bei den unter jedem Sportler/Team stehenden 01378-Telefonnummern kostet Sie 50 Cent aus dem deutschen Festnetz, die Mobilfunktarife können je nach Provider davon abweichen. Viel Spaß bei der Qual der Wahl! Noch ein rechtlicher Hinweis: Die Teilnahme ist nur in Deutschland möglich. Mitmachen dürfen nur Teilnehmer ab 18 Jahre. Mitarbeiter der Funke Mediengruppe GmbH & Co. KG (und beteiligter Firmen) dürfen nicht mitmachen.

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