Hamburg

Crocodiles siegen gegen Berlin trotz Defensivschwäche

Hamburg. Jacek Plachta atmete tief durch, als am späten Freitagabend die Schlusssirene ertönte. Der Trainer des Eishockey-Oberligateams wusste, dass das, was seine Spieler beim 6:4 (1:0, 3:3, 2:1) gegen den Tabellenvorletzten Preussen Berlin zeigten, nur bedingt überzeugend war. Vor allem das Defensivverhalten gegen die nur mit 14 Feldspielern angereisten Hauptstädter war vor 1315 Zuschauern im Eisland Farmsen phasenweise vogelwild. All das wurde aber durch eine über weite Strecken ansprechende Offensivleistung kaschiert.

Verteidiger Aaron Reinig (19.), Jake Ustorf (24.) in Unterzahl, Kapitän Josh Mitchell mit einem Doppelpack (29., 31.), Toptorjäger Brad McGowan im Powerplay (43.) sowie Gianluca Balla (46.) sorgten am Ende für den höchsten Sieg der noch jungen Saison. In der 50. Minute verschoss Stürmer Philip Kuschel sogar noch einen Penalty. „Wir haben zu viel zugelassen, aber auch zwei Gegentore bei drei gegen fünf bekommen. Am Ende zählen die Punkte“, sagte Plachta, wohlwissend, dass am Sonntag (15 Uhr) mit Oberligameister Tilburg Trappers eine deutlich schwierigere Aufgabe wartet. Mit einem ähnlichen Defensivverhalten droht bei in den Niederlanden ein Debakel.