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Auf Darts-Tour durch Hamburg

Offene Serie für jedermann startet mit 20 Turnieren in vier Lokalen. Szene wächst

hamburg.  Die Profitour der britischen PDC erreicht jährlich mit der Darts-Weltmeisterschaft Ende Dezember ihren Höhepunkt. Tausende feiern die Pfeilewerfer im Londoner Alexandra Palace, Millionen sitzen auch in Deutschland gebannt vor den TV-Übertragungen. Fernab der öffentlichen Aufmerksamkeit betreiben Hamburgs Darter ebenfalls mit wachsendem Zulauf ihren Sport. „Im Grunde kann man jeden Tag spielen. Es gibt den Ligabetrieb, Pokalspiele, vereinsinterne Wettkämpfe, unsere Freitagsturniere und nun noch den Sonntag“, sagt Silvio Dubiel (54).

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Andreas Köhler (48/SC Eilbek) und Sven Bellmann (51/DV Eimsbüttel) rief der Dartpirat des FC St. Pauli die Dart-Tour-Hamburg ins Leben, die an diesem Sonntag (15 Uhr) im Café Kö (Winterhuder Weg 29/dart-tour-hamburg.de) ihre Premiere feiert. „Die Idee einer übers Jahr verteilten Jackpotserie hatten wir schon länger. Nun stehen Regelwerk und Termine fest“, sagt Köhler. „Wir haben alle schon Turniere organisiert“, ergänzt Bellmann, der einst bei einem von Köhler ausgerichteten Turnier seine Leidenschaft für den Dartsport entdeckte.

Das Trio hat sich bewusst vereinsübergreifend zusammengetan, um mit einer offenen Serie für jedermann neue Spieler zu begeistern und wiederum an die Vereinsscheiben zu locken. „Und davon gibt es viele“, vermutet Bellmann zahlreiche Interessierte in heimischen Hobbykellern. „Die Idee findet überall Anklang“, sagt Dubiel, „wir erwarten natürlich auch viele Vereinsspieler.“

Gespielt wird die Tour immer sonntagnachmittags in vier unterschiedlichen Locations. Neben dem Kö (SC Eilbek) sind zudem die Vereinsspielstätten Vegas Lounge (St. Pauli) in Hamm, 1&Dreißig (Eimsbüttel) und Golden Gate (HSV) in Hummelsbüttel dabei. Die Betreiber stellten mit jeweils 250 Euro den Startjackpot von 1000 Euro. „Das Kneipen­sport­image gibt es hier nicht“, sagt Wirt Albrecht Fahrenwald, der im Kö mit 15 professionell ausgeleuchteten Dart­boards die größte Tourstation stellt.

„Wir planen bis zum Frühjahr 20 Turniere, fünf in jeder Location. Die 32 besten Darter der Punktewertung qualifizieren sich fürs Finale“, erklärt Köhler. Das Startgeld für die Teilnahme an einem Turnier beträgt sechs Euro, ein Euro fließt in den Jackpot, fünf in den jeweiligen Tagespot, um den geworfen wird. „Wenn im Schnitt 25 Spieler pro Turnier kommen, dann ist die Premierenserie ein Erfolg“, sagt Köhler.

Im Vergleich zur vergangenen Saison ist die Zahl der Vereinsspieler um zehn Prozent auf rund 375 Aktive gestiegen. 31 Mannschaften haben sich in neun Vereinen gebildet. Erstmals konnte zum Saisonstart neben einer Verbands- und Landesliga auch eine Bezirksliga eingeführt werden.

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