Fussball-Ticker

Köln macht es besser als der HSV und siegt nach großem Kampf

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Di Santo bepöbelt: Schalker beweisen Teamgeist

Die Spieler von Schalke 04 haben im Trainingslager in Mittersill/Österreich Teamgeist bewiesen. Nachdem Franco Di Santo im Training einen Elfmeter verschossen hatte, wurde der Stürmer von einem Fan bepöbelt ("Di Santo go home"). Seine Mitspieler feierten Di Santo danach lautstark und sangen "Franco Di Santo schalalalalala" (siehe Video). "Wir halten als Mannschaft zusammen. Das war heute ein Beispiel", sagte Innenverteidiger Naldo.

Köln gelingt mit Mühe Start nach Maß

Der 1. FC Köln ist nach einem harten Stück Arbeit erfolgreicher in die Operation Wiederaufstieg gestartet als der HSV. Das Team des neuen Trainers Markus Anfang gewann im ersten Zweitligaspiel der Geißböcke seit vier Jahren beim VfL Bochum schmeichelhaft 2:0 (1:0). Dabei hätte es den vor allem vor der Pause schwachen Kölnern durchaus ähnlich ergehen können wie dem HSV, der am Freitag 0:3 gegen Holstein Kiel verloren hatte.

Der erste Kölner Treffer der neuen Saison fiel durch ein Eigentor von Maxim Leitsch (44.). Erst Innenverteidiger Rafael Czichos (59.) sorgte mit seinem Abstauber-Tor für etwas Ruhe im FC-Spiel. Die Führung brachten die Gäste in Unterzahl über die Zeit, nachdem Jorge Mere wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (70.).

„Wir haben in der ersten Halbzeit etwas den Faden verloren. Das Halbzeitergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wider. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und den Kampf angenommen. In Unterzahl war es am Ende nicht leicht“, sagte Anfang bei Sky.

Vor dem Kölner Führungstreffer vergab der VfL vier große Möglichkeiten. Die Rheinländer kamen vor allem in Mittelfeld und Abwehr bei Temperaturen von weit über 30 Grad vor der Pause nie auf Betriebstemperatur und profitierten mehrfach vom schwachen Schiedsrichter Felix Zwayer. Der Berliner verweigerte den Bochumern unter anderem einen klaren Foulelfmeter (45.+1).

Kevin Vogt neuer Hoffenheim-Kapitän

Kevin Vogt ist neuer Kapitän der TSG. Der 26-Jährige wurde im Trainingslager der Kraichgauer in Oberösterreich gemeinsam von Trainer Julian Nagelsmann und dem Team bestimmt. „Das ist ein schöner Vertrauensbeweis. Es warten spannende Aufgaben auf uns“, sagte Vogt in einer Vereinsmitteilung. Bereits in der vergangenen Spielzeit hatte Vogt als Vertreter des seit dem 1. Juli nicht mehr bei der TSG beschäftigten Polen Eugen Polanski in 29 Bundesliga-Partien die Kapitänsbinde getragen.

Piszczek tritt aus Nationalelf zurück

Lukasz Piszczek ist aus der polnischen Nationalmannschaft zurückgetreten. „Mein Abenteuer mit der Nationalmannschaft ist vorbei. Die elf Jahre waren eine besondere Zeit. Ich werde sie in angenehmer Erinnerung behalten“, teilte der 33 Jahre alte Dortmunder Außenverteidiger nach 65 Länderspielen via Instagram mit. Bei der WM in Russland war das polnische Team nicht über die Gruppenphase hinausgekommen.

Reus neuer BVB-Kapitän

Piszczeks Teamkollege Marco Reus ist als neuer Kapitän der Borussia bestimmt worden. Der 29-Jährige tritt bei den Schwarz-Gelben die Nachfolge von Marcel Schmelzer an. Reus wurde vom neuen BVB-Trainer Lucien Favre, der Reus bereits aus gemeinsamen Gladbacher Tagen kennt, zum Kapitän ernannt.

„Es ist eine ganz logische Entscheidung. Er ist ein Vorbild, hat viel Erfahrung und ist lange in Dortmund“, sagte Favre zu seiner Wahl. „Das ist eine Ehre und macht mich natürlich stolz, sowohl die Mannschaft als auch den Club zu vertreten. Das ist eine spannende Aufgabe“, meinte Reus nach dem 1:1 (1:0) der Dortmunder im Testspiel am Freitagabend in Altach/Österreich gegen den französischen Erstligisten Stade Rennes.

Beckenbauer fordert DFB-Neuaufbau

Franz Beckenbauer hat sich für einen Neuaufbau in der Nationalmannschaft ausgesprochen. „Ich hatte von außen auch den Eindruck, dass die Leidenschaft in den vier Jahren seit dem WM-Sieg etwas verwässert war. Deshalb ist ein Neuaufbau mit hungrigen, heißen Spielern richtig“, sagte der 72-Jährige der „Bild“.

Der Münchner ist neben Frankreich-Coach Didier Deschamps und dem Brasilianer Mario Zagallo einer von drei Fußballern, die als Spieler und Trainer Weltmeister geworden sind. Das Singen der Nationalhymne spiele dabei auch eine Rolle, sagte Beckenbauer. „Wer vor dem Spiel singt, befreit sich selbst mehr, als wenn er Kaugummi kaut.“

Nach dem historisch frühen WM-Aus bestreitet das Team von Bundestrainer Joachim Löw am 6. September in München in der Nations League gegen den neuen Weltmeister Frankreich das erste Spiel. „Löw muss bei der Nominierung hart sein, Dankbarkeit bringt ihn nicht weiter“, hatte Beckenbauer bereits unmittelbar nach dem Scheitern bei der Fußball-WM in Russland gefordert. Beckenbauer hatte die Pleite „auf die Einstellung der Spieler“ zurückgeführt.

Hradecky: „Wollen den DFB-Pokal gewinnen“

Leverkusens Neuzugang Lukas Hradecky hat den Sieg im DFB-Pokal als Ziel für die kommende Saison ausgegeben. „Den wollen wir gewinnen. Dafür bin ich ja Spezialist“, sagte der Torwart, der als Pokalsieger mit Eintracht Frankfurt im Sommer zur Werkself gewechselt war, dem Onlineportal „t-online“.

Zudem schwärmte der finnische Nationalspieler von seinem neuen Trainer Heiko Herrlich – und sieht Parallelen zu seinem Ex-Coach Niko Kovac, der mittlerweile Bayern München trainiert. „Beide sind Top-Trainer, die eine gute Ansprache haben und wissen, was sie wollen. Außerdem sind beide sehr gläubig“, sagte Hradecky.

Überzeugt ist der 28-Jährige auch vom jungen Bayer-Team. Auf die Frage, ob die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft in Leverkusen spielt, antwortete er: „Ja, ein Teil davon auf jeden Fall. Julian Brandt, Jonathan Tah oder Kai Havertz: Das sind alles Mega-Talente.“ Dem erst 19-jährigen Havertz traut er schon bald den Sprung in die Nationalmannschaft zu: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass er in der kommenden EM-Qualifikation einige Spiele machen wird.“

Barcelona verpflichtet Senegalesen

Der FC Barcelona hat den senegalesischen WM-Teilnehmer Moussa Wague vom belgischen Erstligisten KAS Eupen verpflichtet. Wie die Belgier mitteilten, absolvierte der 19 Jahre alte Rechtsverteidiger den Medizincheck erfolgreich. Am Sonnabend trainierte er erstmals bei den Katalanen mit. Wague kam beim Vorrunden-Aus der Senegalesen in Russland in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz, mit seinem Treffer beim 2:2 gegen Japan avancierte er zum jüngsten afrikanischen Torschützen der WM-Geschichte.