Glasgow

Mühlleitner holt erste deutsche Schwimm-Medaille

Der 21-Jährige wird Dritter über 400 Meter Freistil. Dreimal Bronze für Bahnradfahrer

Glasgow.  Henning Mühlleitner hat dem deutschen Schwimmteam zum Auftakt der EM in Glasgow die erste Medaille beschert. Der 21 Jahre alte Neckarsulmer sicherte sich im Finale über 400 Meter Freistil in 3:47,18 Minuten Bronze. Es war das erste deutsche Edelmetall bei den European Championships in der schottischen Metropole. Den EM-Titel gewann der Ukrainer Michailo Romantschuk. Größter internationaler Erfolg Mühlleitners war bislang ein elfter Platz bei der Kurzbahn-WM 2015 über 1500 Meter.

Die Bahnradfahrer schafften es gleich dreimal als Dritte aufs EM-Podium. Der Frauenvierer besiegte in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung im Rennen um Platz drei das Quartett Polens in deutscher Rekordzeit von 4:23,105 Minuten. Die Männer fuhren in dieser Disziplin auf Platz vier. Stefan Bötticher, Joachim Eilers (beide Chemnitz) und Timo Bichler (Burghausen) bei den Männern sowie Miriam Welte/Emma Hinze (Kaiserslautern/Cottbus) bei den Frauen holten im Teamsprint Bronze. Das nach dem schweren Trainingsunfall von Rekordweltmeisterin Kristina Vogel neu formierte Duo bezwang im kleinen Finale die Niederländerinen.

Lange Gesichter gab es bei den deutschen Ruderern, die am Freitag in vier olympischen Klassen das Finale verpassten. „Wir müssen alles in Ruhe analysieren, aber auch grundsätzliche Überlegungen anstellen“, sagte Ralf Holtmeyer, der leitende Bundestrainer. Damit haben erst zwei deutsche Boote die Finals erreicht, darunter der Deutschlandachter.

Aus Hamburger Sicht wird es am Wochenende doppelt interessant. Ramon Klenz (20), neuer deutscher Rekordhalter über 200 Meter Schmetterling, versucht am Sonnabendmorgen im Vorlauf, sich über seine Paradestrecke für das Halbfinale am Abend (18.40 Uhr/alle Zeiten MESZ) zu qualifizieren. Der Endlauf stünde am Sonntag (19.45 Uhr) an. Jacob Heidtmann (23) hofft Sonnabend (19.28 Uhr) mit der 4 x 200-Meter-Freistil-Mixedstaffel auf eine Medaille und will Sonntag (19.52 Uhr) mit der Männerstaffel über dieselbe Distanz nachlegen.

Ein hartes Stück Arbeit wartet am Sonnabend (11.18 Uhr) auf Ruderer Lars Wichert. Der 31-Jährige vom RC Al­lemannia wurde im Halbfinale des Leichtgewichts-Einers dem stärkeren Rennen zugelost, hofft aber, sich hinter den Topfavoriten Michael Schmid (Schweiz) und Martino Goretti (Italien) als Dritter fürs Finale der besten sechs zu qualifizieren. Endlauf: Sonntag um 12.15 Uhr. Torben Johannesen (RC Favorite Hammonia) hat diesen bereits erreicht. Mit dem Achter gewann der 23-Jährige den Vorlauf am Donnerstag und zog direkt ins Finale am Sonntag (13.45Uhr/ZDF) ein.