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Steinmann im Glück, Hunt gefällt als falsche Neun

Pollersbeck: Trieb die Freiburger vor der Pause mit vier Paraden zur Verzweiflung, hielt seine Mannschaft im Spiel. Bärenstarker Rückhalt eines ansonsten schwachen Defensivverbunds. Diekmeier: Erstmals unter Titz in der Startelf. Sein kämpferisches Element tat dem HSV im Abstiegskrimi gut.
Papadopoulos: Ungewohnte Fahrigkeit in Kombination mit gewohnten Geschwindigkeitsdefiziten führten zunächst zu einem schwachen Auftritt des Griechen. Kämpferisch in der zweiten Halbzeit jedoch ein wichtiger Faktor.
Jung: Der Defensiv-Allrounder stand selten richtig und offenbarte einige Abstimmungsprobleme mit seinen Abwehrkollegen. Ein Unsicherheitsfaktor.
Sakai: Zu Beginn des Spiels wirkte der Japaner wie Freiburgs zwölfter Mann. Seine Anfangsnervosität legte er aber gerade noch rechtzeitig ab.
Steinmann (bis 74.): Nachdem er sich Mitte der ersten Halbzeit selbst verletzte, fand der Techniker keine Bindung mehr zum Spiel. Hatte Glück, nicht die zweite Gelbe Karte gesehen zu haben.
Ekdal (ab 74.): Sorgte für zusätzliche Sicherheit im Mittelfeld.
Kostic: Hatte im ersten Durchgang Probleme, sich auf rechts durchzusetzen. Nach der Pause auf seiner Lieblingsseite mit mehr Durchschlagskraft.
Holtby: 54 Minuten fragte man sich, ob der laufstarke Mittelfeldspieler auf dem Platz stand. Dann tanzte er durch den Freiburger Strafraum und ließ sich nach seinem dritten Tor im fünften Spiel unter Titz ausgiebig feiern.
Waldschmidt (bis 56.): Seine glückliche Beteiligung vor dem 1:0 kaschierte seinen ansonsten dürftigen Auftritt.
Wood (ab 56.): Brauchte nur drei Minuten, um zu demonstrieren, warum er seit Monaten in einer Krise steckt. Hätte sich bei einem Konter befreien können, spielte den Querpass auf Kostic aber zum falschen Zeitpunkt.
Ito (bis 87.): Verdiente sich bei seiner Auswechslung Sonderapplaus für seine wuselige Art und seine im Volkspark lange nicht mehr gesehenen Gabe, Eins-gegen-eins-Duelle zu gewinnen.
Jatta (ab 87.): Brachte neuen Schwung.
Hunt: Blüht im ballbesitzorientierten Fußball unter Titz auf. Plötzlich zieht der Aushilfsstürmer sogar die meisten Sprints an und gefällt als falsche Neun.