Pyeongchang

Lölling stürzt aussichtsreich kopfüber in die Eisröhre

Pyeongchang.  Skeleton-Welt­­meisterin Jacqueline Lölling steuert auf einen historischen Triumph zu. Die 23-Jährige führt zur Halbzeit nach zwei Läufen und kann am Sonnabend den ersten deutschen Olympiasieg im kleinsten Schlittensport perfekt machen. „Wenn ich die Bahn optimal treffe, bin ich vorne, das weiß ich jetzt. Das ist ein gutes Gefühl“, sagte Lölling. Allerdings könnte es in den beiden entscheidenden Läufen (12.20 Uhr MEZ) ein Wimpernschlagfinale werden.

Nur 0,02 Sekunden trennen Lölling von der Österreicherin Janine Flock, eine Zehntelsekunde liegt die britische Olympiasiegerin Lizzy Yarnold als Dritte zurück. Anna Fernstädt (Berchtesgaden/+0,30) und Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee/+0,43) belegen momentan die Plätze fünf und sechs. „Noch ist alles drin“, hofft Hermann.

Bei den Männern hat Lokalmatador Yun Sung Bin (Südkorea) bereits Gold gewonnen. Der Gesamtweltcupsieger siegte mit 1,63 Sekunden Vorsprung vor Nikita Tregubow (Olympische Athleten aus Russland) und Dominic Parsons (Großbritannien/+1,65).

Die nicht unberechtigten Medaillenhoffnungen von Axel Jungk (Oberbärenburg) erfüllten sich nicht. Der Vizeweltmeister musste sich mit dem siebten Platz begnügen. „Es war schon im Training ständig der Wurm drin. Wir haben Fehler gemacht, daraus müssen wir lernen und es künftig besser machen. Damit können wir nicht zufrieden sein“, sagte Jungk.