Hamburg

Neuer Coach setzt auf Schnelligkeit

Benka Barloschky steht in Trier vor seiner Premiere als Trainer der Hamburg Towers

Hamburg. „Wir wollen auf jeden Fall schneller spielen.“ Benka Barloschky (30) hat ein Ziel – mit dynamischem und kompromisslosem Basketball die Playoffs erreichen. Der ehemalige Co-Trainer, der am vergangenen Montag den Posten von Hamed Attarbashi (41) als Headcoach der Hamburg Towers übernahm, gibt sich vor dem Auswärtsspiel bei den Römerstrom Gladiators Trier an diesem Sonnabend (20 Uhr) in der Zweiten Bundesliga Pro A optimistisch. „Die Mannschaft ist auf jeden Fall intakt, jetzt geht es erst mal darum, den Jungs das Selbstvertrauen zurückzugeben“, sagt er.

Die Negativserie von neun Niederlagen innerhalb der vergangenen zehn Spiele habe die Mannschaft noch mehr zusammengeschweißt. Von schlechter Stimmung sei keine Spur. Um den Teamgeist weiter zu stärken, hat Barloschky seine Spieler und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle unter der Woche zu einem gemeinsamen Kinoabend eingeladen. „Black Panther“ stand auf dem Programm: Ein Film, in dem Superheld und Retter T’Challa gemeinsam mit der Dora Milaje, einer exzellent ausgebildeten Truppe von Kriegern, versucht, sein Land vor einer Katastrophe zu bewahren. Eine zufällige Auswahl? Möglich. Allerdings ist es genau die kriegerische Mentalität in Kombination mit unbändigem Siegeswillen, die den Towers zuletzt fehlte, und die „Retter Benka“ seinen Mannen für den Kampf in Trier womöglich mit auf den Weg geben wollte.

Auf einen kampfstarken Spieler muss er am Sonnabend allerdings verzichten. Guard Sören Fritze (23) erholt sich weiterhin von seiner Fersenprellung und pausiert. Dafür wird Barloschky auf der Trainerbank von Neu-Assistenzcoach Thore Pinkepank (37) unterstützt. Der ehemalige Jugendtrainer der Hamburger Piraten assistiert bis zum Saisonende.

Das Hinspiel gegen die Gladiators verloren die Towers im Dezember denkbar knapp mit 70:72. Diese Niederlage markierte den Start der bis jetzt andauernden Negativserie. Sollten die Basketballer aus Wilhelmsburg (Platz 10/20 Punkte) gegen den direkten Konkurrenten aus Trier (Platz 6/22 Punkte) nun einen Sieg erringen können, könnte dies der Auftakt für ein spannendes Saisonfinale werden.