Hamburg

HSV-Handballer: Nach Altenholz ist vor Burgdorf II

Drittliga-Spitzenreiter kann Punktepolster „vergolden“ – Barmbek empfängt Fredenbeck

Hamburg. Torsten Jansen versuchte, sich bei den wild umher dribbelnden Schülern Gehör zu verschaffen und die Schülerinnen zum Mitmachen beim Zielwerfen zu motivieren. Der 41-Jährige nahm das Gewusel gelassen. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Blazenko Lackovic und Rechtsaußen Stefan Schröder befand sich der Trainer vom Handball Sport Verein Hamburg auf Abwegen. Am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Poppenbüttel durchliefen 250 Schüler der Klassen neun bis elf das „Handball4School“-Projekt des HSV und Partner AOK.

Nach dem Sieg im Drittliga-Spitzenspiel beim TSV Altenholz (26:20) war die Stimmung unter der Woche beim nun unumstrittenen Tabellenführer „locker und gelöst“, wie Lars Hepp, Koordinator für den Nachwuchsbereich beim HSV, sagt. Vier Zähler liegen die Hamburger (34:4 Punkte) vor dem einzigen Aufstiegskonkurrenten aus Altenholz (30:8). Wegen des gewonnenen Direktvergleichs können sie sich in den verbleibenden „neun Endspielen“ (Jansen) zwei Niederlagen erlauben, wollen sie aber nicht.

„Wir nehmen es olympisch: Es gilt, den Sieg aus Altenholz zu vergolden“, sagt HSV-Kapitän Lukas Ossenkopp vor dem Auswärtsspiel bei der Zweitvertretung des Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf (Sa., 19.30 Uhr). „Dort ist es unangenehm zu spielen“, weiß Torhüter Dominik Plaue. Der Tabellenfünfte hat sechs seiner neun Heimspiele gewonnen, dazu Altenholz ein Unentschieden in eigener Halle abgetrotzt. „Wir gehen also auch in diese Begegnung gewarnt“, sagt Jansen.

Dem Trainer steht nahezu der komplette Kader zur Verfügung. Leif Tissier und Dominik Axmann werden zuvor noch am Freitagabend (20 Uhr, Volksbank Arena) in der U-19-Bundesliga Nord im Prestigeduell gegen den THW Kiel eingesetzt. Der Hamburger Nachwuchs kämpft als Tabellendritter um das Ticket zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft, der THW ist Sechster. Weil U-19-Trainer Hepp verhindert ist, springt Jansen für seinen Schwager ein. „Auch kein ganz so schlechter Trainer für die Jungs“, scherzt Hepp.

Im Drittliga-Abstiegskampf empfängt die HG Hamburg-Barmbek (10:26 Punkte) am Sonnabend (18 Uhr) den VfL Fredenbeck (13:25). Der Aufsteiger weicht im Saisonendspurt letztmals in die Sporthalle Wandsbek aus. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) hat ihr Kommen zugesagt. „Jetzt heißt es punkten“, sagt der Trainer des Tabellenletzten, Holger Bockelmann.