Fußball-Ticker

Fix! Ex-HSV-Profi Nigel de Jong kehrt in Bundesliga zurück

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

De Jong wechselt nach Mainz

In der Rückrunde kommt es zum Wiedersehen zwischen dem HSV und seinem ehemaligen Angestellten Nigel de Jong: Wie Mainz 05 mitteilte, hat der 1. FSV den Niederländer ablösefrei von Galatasaray Istanbul, wo de Jong zuletzt keine Rolle mehr gespielt hat, verpflichtet. Der Vizeweltmeister von 2010 erhält einen Vertrag bis zum Saisonende.

"Die Mannschaft steht für eine sehr gute Organisation und den Willen, offensiven Fußball zu zeigen. Mir gefällt auch die Geschichte von Mainz 05, der Verein hat sich aus eigener Kraft in der Bundesliga etabliert", sagte der Jong. In Mainz soll der defensive Mittelfeldspieler, der von 2006 bis 2009 beim HSV aktiv war, den nach Basel abgewanderten Fabian Frei ersetzen. Am 3. März gastiert Mainz in Hamburg...

Der englische Fußballmeister FC Chelsea hat nach langem Ringen seinen Wunschspieler bekommen. Wie die Blues am Freitag mitteilten, wechselt Nationalspieler Ross Barkley (24) für eine kolportierte Ablösesumme von knapp 17 Millionen Euro vom Ligarivalen FC Everton an die Stamford Bridge. Der Mittelfeldspieler, der in der laufenden Saison wegen einer schweren Oberschenkelverletzung noch kein Spiel bestritten hat, erhält einen Vertrag bis Juni 2023.

Chelsea holt Barkley aus Everton

Chelsea hatte bereits im Sommer-Transferfenster energisch um den 22-maligen Nationalspieler Barkley gebuhlt. "Ross ist ein Spieler, den wir schon lange bewundern. Er verfügt über herausragende technische und physische Eigenschaften, gepaart mit großer Erfahrung in der Premier League und einem starken Bestreben, auf höchstem Niveau erfolgreich zu sein", sagte Clubdirektorin Marina Granowskaja.

Toffees kaufen Ex-Frankfurter Tosun

Everton wiederum gab am späten Freitagabend die Verpflichtung des türkischen Nationalstürmers Cenk Tosun für rund 30 Millionen Euro bekannt. Der in Wetzlar geborene Tosun (26) kommt von Besiktas Istanbul, Achtelfinal-Gegner von Bayern München in der Champions League. Der frühere Frankfurter Bundesliga-Profi unterzeichnete einen Vertrag bis 2022.

Babbel in der Schweiz entlassen

Der Schweizer Erstligist FC Luzern hat sich von seinem deutschen Trainer Markus Babbel getrennt. Der abstiegsgefährdete Club reagierte damit auf Aussagen des ehemaligen Nationalspielers zwei Tage zuvor, als der 45-jährige angekündigt hatte, den Club am Ende der Saison zu verlassen. Als Grund gab Babbel Differenzen mit der Vereinsführung an. „Die Aussagen von Markus Babbel haben mich überrascht“, sagte Sportchef Remo Meyer.

Wenger für drei Spiele gesperrt

Arsenal-Coach Arsène Wenger ist nach seiner heftigen Schiedsrichter-Kritik für drei Spiele gesperrt worden. Das Trainerurgestein muss zudem eine Geldstrafe von 40.000 Pfund (45.000 Euro) zahlen, wie der englische Fußball-Verband mitteilte. Wenger habe zuvor bei einer Anhörung eingeräumt, dass seine Aussagen und sein Verhalten in der Kabine der Schiedsrichter nach der Partie gegen West Bromwich Albion am Silvestertag „beleidigend und unangemessen gewesen seien und die Integrität der Referees infrage gestellt“ hätten.

Der 68 Jahre alte Wenger hatte nach dem 1:1 seiner Mannschaft beim bis dahin Tabellenletzten gemutmaßt, Arsenal werde systematisch von den Referees benachteiligt. West Brom war durch einen umstrittenen Strafstoß spät zum Ausgleich gekommen. „Es war sehr enttäuschend, wie das abgelaufen ist“, erklärte Wenger anschließend. „Ich muss sagen, was mich noch mehr frustriert, ist, dass es in dieser Saison schon oft passiert ist.“

Auch nach dem 2:2 gegen den FC Chelsea am Mittwoch hatte sich Wenger über einen Strafstoß beschwert, der Chelsea zugesprochen wurde. „Wenn sich so was wiederholt, ist es kein Zufall“, hatte Wenger nach der Partie gesagt. Auch nach diesem Vorfall hatte die FA den Trainer zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Pressesprecher übernimmt für Klopp

Am Abend tritt Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool im heißen Merseyside-Derby gegen Everton an. In der Pressekonferenz vor dem Hinspiel der 3. Runde im FA-Cup wurde der deutsche Trainer einmal mehr zu anhaltenden Transfergerüchten um seinen brasilianischen Star Coutinho befragt. Doch bevor Klopp antworten konnte, übernahm Liverpools Pressesprecher das Wort – und ließ einen sichtlich verwirrten Trainer zurück.

Hertha-Torhüter humpelt vom Trainingsplatz

Hertha-Torhüter Thomas Kraft hat am Freitag das Mannschafstraining abbrechen müssen. Der Ersatztorhüter verließ humpelnd den Schenckendorffplatz, nachdem er einen Schlag gegen das Schienbein abbekommen hatte.

Ob der 29-Jährige am Sonnabend beim Wintercup in Bielefeld teilnehmen kann, stand unmittelbar nach der Übungseinheit noch nicht fest. „Wir müssen die Diagnose abwarten“, sagte Hertha-Trainer Pal Dardai. Sollte Kraft ausfallen, stünde Herthas dritter Torhüter Jonathan Klinsmann bereit.

Insgesamt 22 Spieler werden die Reise zum Mini-Turnier nach Bielefeld antreten. Hertha spielt am Samstag zunächst im Halbfinale gegen den Bundesliga-Konkurrenten 1. FC Köln. Anschließend muss der Hauptstadtclub entweder gegen Arminia Bielefeld oder Hannover 96 antreten. Die Spielzeit beträgt jeweils zweimal 30 Minuten.

Leverkusen siegt gegen Fürth

Bayer Leverkusen hat sein erstes Testspiel vor dem Rückrundenbeginn der Bundesliga gewonnen. Beim 2:1 (1:0) gegen den Zweitliga-Tabellensiebzehnten SpVgg Greuther Fürth erzielten Dominik Kohr in der 6. Minute und Julian Brandt (66.) die Treffer für den Erstliga-Vierten. Tolcay Cigerci (89.) traf für die Franken. An diesem Sonnabend (14 Uhr) ist Drittligist Preußen Münster der zweite Testspielkonkurrent der Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich. Für Bayer beginnt die Rückrunde am 12. Januar (20.30 Uhr) mit der Partie gegen Tabellenführer Bayern München.

Alaba würde Ribéry aus mehreren Gründen halten

David Alaba macht sich für eine Vertragsverlängerung von Franck Ribery beim FC Bayern München stark. "Ich glaube, dass wir alle wissen, dass er wirklich ein sehr wichtiger Spieler für uns ist, in der Mannschaft, außerhalb vom Platz, aber natürlich auch am Platz", sagte der Österreicher im Trainingslager des deutschen Rekordmeisters in Doha/Katar. Alaba und Ribery bilden seit Jahren ein gut eingespieltes Gespann auf der linken Seite.

Der Vertrag von Ribery (34) läuft am Saisonende aus. Der Franzose war für Alaba nach dessen Angaben aber auch eine große Hilfe zu Beginn seiner Karriere bei den Bayern. "Er war einer der Spieler, die mich von Anfang an aufgenommen haben, die versucht haben, mich weiterzubringen, und mir viele Tipps gegeben haben. Das war für mich als junger Spieler sehr wichtig." Ribery war 2007 zum FC Bayern gekommen.

Werder verleiht Garcia

Zweitligist 1. FC Nürnberg leiht bis zum Saisonende den Linksverteidiger Ulisses Garcia (21) von Werder Bremen aus. Das gaben beide Clubs am Freitag bekannt. Der obligatorische Medizincheck steht allerdings noch aus. Auf der linken Abwehrseite hatte Tim Leibold (24) im bisherigen Saisonverlauf bei dem Tabellendritten aus Franken durchaus überzeugt.

Werder erhofft sich, dass Garcia trotzdem "Spielpraxis sammelt", wie Sportchef Frank Baumann sagte. Garcia war im Sommer 2015 von den Grasshoppers Zürich an die Weser gewechselt. Der Schweizer kam seither auf 19 Einsätze in der Bundesliga sowie auf vier Spiele im DFB-Pokal für die Hanseaten.

BVB-Kapitän Schmelzer außer Gefecht

Borussia Dortmund muss im Trainingslager und möglicherweise auch zum Rückrundenstart auf seinen Kapitän Marcel Schmelzer (29) verzichten. Der Linksverteidiger sagte am Freitag in Marbella, eine Muskelverletzung in der Wade werde ihn "noch einige Tage" außer Gefecht setzen: "Es stehen in den nächsten Tagen Behandlungen an. In Dortmund schauen wir dann genau."

Der Tabellendritte Dortmund bestreitet im Trainingslager (bis 9. Januar) Testspiele gegen den Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (6. Januar) und den belgischen Pokalsieger SV Zulte Waregem (8. Januar). Der Rückrundenauftakt erfolgt am 14. Januar gegen den VfL Wolfsburg.

Hertha-Fans suchen nach Nazi-Opfer

Die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen unterstützt Fußball-Fans bei der Erforschung der Biografie eines von den Nazis ermordeten jüdischen Vereinsmitglieds von Hertha BSC. Auftakt ist ein Workshop am Wochenende, teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten am Freitag in Oranienburg mit. Bis zum Frühjahr soll eine Biografie des NS-Opfers Eljasz Kaszke entstehen, der am 17. März 1940 im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet wurde.

Der Lebensweg des Mannes vor seiner Ermordung durch die Nazis sei weitgehend unbekannt, hieß es. Nun wollen sich 17 Fans des Bundesliga-Vereins in den kommenden Monaten auf Spurensuche begeben. Die Projektteilnehmer würden unter anderem in Archiven recherchieren und Orte in Berlin und Oranienburg erkunden, die mit dem Lebensweg von Eljasz Kaszke verbunden sind. Initiatoren des Projekts sind den Angaben zufolge die Fanbetreuung von Hertha BSC, das Fanprojekt Berlin und die Gedenkstätte Sachsenhausen.

Sabitzer vor Comeback bei RB Leipzig

Für Marcel Sabitzer läuft auf dem Weg zu seinem Comeback nach sechs Pflichtspielen Pause bei RB Leipzig alles nach Plan. Das bestätigte der offensive Mittelfeldspieler des Tabellenfünften der „Bild“-Zeitung). Die Schmerzen seien weg, versicherte Sabitzer.

Ohne den 23-Jährigen konnte RB die letzten fünf Spiele des vergangenen Jahres nicht gewinnen. Sabitzer hatte sich im Champions-League-Match gegen die AS Monaco die Schulter ausgekugelt. Bereits an diesem Sonnabend (15.30 Uhr) im Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten Dukla Prag könnte Sabitzer ins Team von Trainer Ralph Hasenhüttl zurückkehren.

Allerdings dürfte sein Coach kein Risiko eingehen. Und für einen Einsatz über 90 Minuten fühlt sich Sabitzer selbst noch nicht bereit. „Ich muss mich erst noch an die Belastung und die Abläufe gewöhnen. Ziel ist natürlich der Rückrundenstart gegen Schalke“, sagte der RB-Antreiber, der zuletzt zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt worden war.

Wichtig ist für die Leipziger, dass Sabitzer am 13. Januar wieder voll einsatzfähig ist. Dann empfangen die Roten Bullen den FC Schalke 04 in der Red Bull Arena. Mit einem Sieg würden die Leipziger am Tabellenzweiten wieder vorbeiziehen.

Boateng will sich Eintracht-Denkmal schaffen

Bundesliga-Rückkehrer Kevin-Prince Boateng will noch lange bei Eintracht Frankfurt bleiben und mit seinem neuen Verein auch Titel gewinnen. „Ich persönlich möchte hier ein kleines Denkmal schaffen, denn die Eintracht ist ein richtig geiler Verein“, sagte der 30-Jährige der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Es hat auch viel mit der Stadt zu tun. Wenn ich durch die Straßen laufe, sehe ich Leute, die alle positiv sind. Die ganze Stadt steht hinter der Mannschaft. Hinter dieser Multikulti-Truppe. Der Stadt und den Fans etwas zurückgeben, in naher Zukunft mal einen Pokal in den Händen zu halten, das ist die Vision, die ich habe.“ Der frühere Schalker und Berliner Boateng spielt seit August für die Eintracht.

Hoffenheim muss Co-Trainer ziehen lassen

1899 Hoffenheim verliert seinen Co-Trainer Alfred Schreuder. Der 45 Jahre alte Niederländer wechselt in gleicher Funktion zum sechsmaligen Europapokal-Sieger Ajax Amsterdam, um dort als Assistent des neuen Chefcoaches Erik ten Hag zu arbeiten. Das gaben die Hoffenheimer am Freitag bekannt. „Ich verlasse die TSG schweren Herzens“, sagte Schreuder. Er wolle jedoch „dem Ruf dieses legendären Clubs aus meinem Heimatland folgen“.

Der Niederländer kam im Oktober 2015 gemeinsam mit Huub Stevens nach Hoffenheim und war bis zuletzt ein enger Vertrauter des aktuellen Trainers Julian Nagelsmann. Die Zusammenarbeit mit dem jüngsten Coach der Bundesliga nannte Schreuder zum Abschied „außergewöhnlich“.

Ein neuer Nagelsmann-Assistent steht bereits fest. „Wir können den Namen des neuen Mannes aber erst Anfang der nächsten Woche bekannt geben, da er erst dann die Gelegenheit haben wird, sich von den Spielern und allen Mitarbeitern seines bisherigen Arbeitgebers zu verabschieden“, sagte der Hoffenheimer Sportdirektor Alexander Rosen.

Ex-Eintracht-Boss: Nazi-Vergangenheit?

Eintracht Frankfurt will die Nazi-Vergangenheit seines Ehrenpräsidenten Rudolf Gramlich untersuchen lassen. „Es wird nach der Mitgliederversammlung Ende Januar eine unabhängige Kommission geben, die die Zeit von Rudi Gramlich aufarbeitet. Der werden wir uns unterwerfen und den Ergebnissen anschließen“, sagte Präsident Peter Fischer der „Bild“-Zeitung.

Der 1988 verstorbene Gramlich war von 1955 bis 1970 Präsident der Eintracht. In seine Amtszeit fiel 1959 die bislang einzige deutsche Meisterschaft, die der Verein gewann. Von 1967 bis 1974 war er zudem Vorsitzender des DFB-Bundesliga-Ausschusses. Während des 2. Weltkriegs gehörte der frühere Nationalspieler der Waffen-SS an.

„Wir haben die Eintracht-Zeit zwischen 1933 und 1945 aufgearbeitet wir kein anderer Bundesliga-Club“, sagte Fischer. „Aber ehrlich gesagt hat uns die Aufarbeitung im Fall Gramlich aus Rücksicht auf noch lebende Angehörige gehemmt.“ So war Gramlichs Sohn Klaus Gramlich von 1983 bis 1988 ebenfalls Präsident der Eintracht.

Bochum leiht Hoffenheims Ochs aus

Zweitligist VfL Bochum leiht den U21-Nationalspieler Philipp Ochs bis zum Saisonende von Hoffenheim aus. Der 20-Jährige hat in seiner Statistik 19 Bundesligaspiele sowie fünf Einsätze (ein Tor) in der Europa League stehen. Für die deutsche U21 traf der Offensivspieler zuletzt in vier Einsätzen zweimal.

Ex-Trainer Kröner stirbt mit 75

Der frühere Bundesliga-Trainer Rudi Kröner ist tot. Wie sein langjähriger Verein KSV Hessen Kassel auf seiner Internetseite bestätigte, starb der frühere Coach des 1. FC Kaiserslautern und des 1. FC Nürnberg bereits am 16. Dezember im Alter von 75 Jahren nach einer schweren Krankheit. Die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) hatte bereits am Donnerstag auf ihrer Internetseite darüber berichtet.

Seine größten Erfolge feierte Kröner mit dem KSV Hessen Kassel, den er von 1979 bis 1982 sowie noch einmal 1986 trainierte und in seiner ersten Amtszeit aus dem Amateurlager bis an die Spitze der 2. Bundesliga führte. In den Saisons 1982/83 und 1983/84 war der frühere Bundesliga-Spieler von Hertha BSC für jeweils nur kurze Zeit in Kaiserslautern und Nürnberg tätig. Von Januar bis Mai 1985 arbeitete er zudem als Nationaltrainer von Nigeria.

Ulreich soll wieder spielen können

Sven Ulreich hat beim FC Bayern München nur zwei Tage nach der Verstauchung seines rechten Mittelfingers wieder das Torwarttraining aufgenommen. Der 29-Jährige könnte damit auch am Sonnabend (15.30 Uhr) im einzigen Testspiel während des Trainingslagers in Doha gegen den katarischen Erstligisten Al-Ahli SC im Tor des Herbstmeisters zum Einsatz kommen.

Pausieren dürften dagegen auch bei dem Test sechs Tage vor dem ersten Rückrundenspiel gegen Bayer 04 Leverkusen die angeschlagenen Mats Hummels (Adduktoren) und Robert Lewandowski (Patellasehne), die auch am Freitagvormittag noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnten. Nationalspieler Joshua Kimmich trainierte am drittletzten Tag in Katar nach weitgehend überstandener Erkältung individuell.

FCI-Kapitän Matip bricht sich die Nase

Ingolstadts Kapitän Marvin Matip hat sich im Trainingslager des Zweitligisten in Portugal die Nase gebrochen. Wie die Schanzer am Freitag mitteilten, zog sich der 32 Jahre alte Verteidiger die Verletzung bereits tags zuvor zu. Matip werde derzeit untersucht und soll schon bald wieder mit einer Maske trainieren. Abwehrspieler Paulo Otavio arbeitete im Trainingslager in Alcantarilha nahe Albufeira indes individuell im Kraftraum.

Mourinho gibt Hotel-Entwarnung

Teammanager Jose Mourinho will sein Leben im Hotel nicht als Zeichen für ein absehbares Ende seiner Zeit bei Manchester United gedeutet sehen. Offizielle des englischen Traditionsclubs hatten Befürchtungen geäußert, der Portugiese wolle zum Ende der Saison gehen.

"Wenn sich die Fans um meinen Komfort sorgen, ist das sehr angenehm. Ich bin sehr faul. Ich mag es, in einem Hotel zu leben. Ich will niemanden beunruhigen, ich lebe auch nicht in einem Zwei-Quadratmeter-Zimmer", sagte der Coach, der im Lowry-Hotel im Zentrum der Stadt wohnt.

Der Meistercoach erklärte, er müsse nicht um jeden Preis in einem Haus wohnen. "Wenn sie wollten, dass ich in einem Haus wohnen soll, einsam, weit weg von meinen Assistenten, dann wäre ich ein trauriger Typ - und traurige Typen arbeiten nicht sehr gut", meinte der 54-Jährige.

Mourinho übernahm 2016 den Job bei United und unterschrieb für drei Jahre. Derzeit liegt sein Team in der Premier League hinter Stadtrivale Manchester City auf Rang zwei. Immer noch aber bringen ihn viele Fans mit dem Liga-Rivalen FC Chelsea in Verbindung, für den er von 2004 bis 2007 und von 2013 bis 2015 gearbeitet hatte.

"Der Unterschied zwischen Chelsea und Manchester United ist, dass ich wirklich zur Historie von Chelsea gehöre", räumte Mourinho ein, sagte aber auch: "Dort habe ich eine Geschichte, hier ist meine Geschichte, dass ich jeden Tag sehr hart arbeite."

Bielefeld muss für Lizenz nachbessern

Zweitligist Arminia Bielefeld muss nach übereinstimmenden Medienberichten bis zum 15. Januar im Nachlizenzierungsverfahren der DFL nachbessern, um einem möglichen Punktabzug zu entgehen. „Wir stehen in Kontakt mit Vertretern der DFL und sind davon überzeugt, dass wir das Nachlizenzierungsverfahren erfolgreich abschließen“, erklärte Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek im „Westfalen-Blatt“ (Freitag). Auch „bild.de“ und „Neue Westfälische“ berichteten.

Nach Rejeks Angaben habe die Arminia einen Prozess eingeleitet, mit dem der Fußballverein wirtschaftlich zukunftsfähig gemacht werden soll. Der Prozess sei noch nicht abgeschlossen. Vielmehr befände sich der Club weiter in Gesprächen und Verhandlungen, zu denen Rejek öffentlich aber nichts sagen wollte. Die Verbindlichkeiten der Ostwestfalen sollen bei rund 22 Millionen Euro liegen. Konkrete Zahlen werden bei der Jahreshauptversammlung am 28. Januar erwartet.

Vor Beginn der aktuellen Saison hatte die DFL den ehemaligen Bundesligisten darüber informiert, dass der Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes die zuvor auferlegten Bedingungen als erfüllt und damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für 2017/18 in der 2. Bundesliga als nachgewiesen betrachtete.

Steinhaus verteidigt Videobeweis

Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat den Videobeweis verteidigt und hofft auf eine hilfreiche Aufarbeitung der Hinrunde beim derzeitigen DFB-Lehrgang der Spitzenreferees auf Mallorca. „Dass in der Hinrunde noch etwas Sand im Getriebe war, ist bei technischen Neuerungen häufig so“, sagt die 38-Jährige aus Hannover in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Jetzt nach einem halben Jahr können wir mit ganz konkreten Situationen arbeiten.“

Für 78 Unparteiische und Assistenten aus der 1. und 2. Liga ist der viel diskutierte Videobeweis ein großes Thema im Trainingslager. Lutz Michael Fröhlich, der Schiedsrichter-Chef des Deutschen Fußball-Bundes, hatte angekündigt, dass man die kurze Saisonpause nutzen werde, um noch einmal „alle Spielvorgänge der Hinrunde auszuwerten und einzuordnen“. Im „Tagesspiegel“ hatte er Fehler bei der Umsetzung des Projektes eingeräumt.

Steinhaus, die im September als erste Frau ein Bundesliga-Spiel gepfiffen hatte und insgesamt viermal zum Einsatz kam, fordert nun: „Es muss für den Zuschauer transparent sein, warum der Schiedsrichter so oder so entscheidet.“ Sie betont auch: „Wir haben einfach gelernt, dass die Entscheidungsgewalt immer der Schiedsrichter behält. Der Unparteiische auf dem Feld hat die Möglichkeit, in der Video-Area noch mal die Szene anzuschauen, und entscheidet nach seinem Ermessen.“

Das sei „ganz, ganz wichtig“ und in der öffentlichen Wahrnehmung vielleicht etwas untergegangen. „Dass da irgendwo in einem Keller in Köln der Videoassistent allein entscheidet, das ist ja nicht korrekt.“

Meppen bedient sich in Lotte

Drittligist SV Meppen hat den Angreifer Luka Tankulic verpflichtet. Der 26-Jährige kommt von den Sportfreunden Lotte und erhielt nach Vereinsangaben einen Vertrag bis bis zum Sommer 2019. Nicht mehr zum Meppener Kader gehört der im Sommer geholte Conor Gnerlich. Der Vertrag mit dem 19 Jahre alten Mittelfeldspieler wurde laut SVM aufgelöst.

Aubameyang in Afrika auf Platz drei

Mohamed Salah vom FC Liverpool ist Afrikas Fußballer des Jahres 2017. Der 25-Jährige aus Ägypten wurde am Donnerstagabend in Ghanas Hauptstadt Accra bei einer Gala des afrikanischen Kontinental-Verbandes geehrt. Der Stürmer, der 2017 für den Club von Trainer Jürgen Klopp 23 Mal in allen Wettbewerben traf, ist der erste Spieler seines Landes nach 34 Jahren, der ausgezeichnet wurde.

Auf Platz drei kam Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund. Vor dem Gabuner platzierte sich Salahs Vereinskollege Sadio Mané aus dem Senegal.