FC St. Pauli

Ein Quartett fiebert dem Comeback entgegen

Von St. Paulis acht verletzten Spielern stehen vier vor einer baldigen Rückkehr. Aber Sorgen um Hornschuh

Hamburg.  Eine große Auswahl hatte Markus Kauczinski nicht, als er für das letzte Spiel des Jahres 2017 den 18-Mann-Kader benannte. Trotz des Fehlens von neun Spielern, darunter Aziz Bouhaddouz wegen seiner Rotsperre, siegte St. Pauli bekanntlich 2:1 gegen den VfL Bochum.

Ein Dauerzustand allerdings kann und wird eine solche Notbesetzung nicht sein. Zum einen soll der Kader mit zwei Spielern – je einem für das Mittelfeld und den Angriff – verstärkt werden, zum anderen aber stehen nach aktuellem Stand vier der zuletzt acht gesundheitlich gehandicapten Akteure vor einem Comeback unmittelbar nach dem Jahreswechsel. Die anderen vier aber werden sich noch länger, zum Teil eventuell über das Saisonende hinaus gedulden müssen. Ein Überblick:
Philipp Ziereis:
Der Innenverteidiger hatte am 21. Mai in Bochum einen Sehnenabriss erlitten, ließ sich im November zudem die Mandeln entfernen und die Nasenscheidewand richten und nahm zuletzt schon wieder an Teilen des Mannschaftstrainings teil. Mit dem Trainingsbeginn am 2. Januar soll er wieder voll einsteigen.
Bernd Nehrig:
Der Kapitän und Mittelfeldspieler hatte sich im Training einen Bänderanriss im Knöchel zugezogen und fehlte daher gegen Bochum. Bis zum ersten Punktspiel 2018 am 25. Januar in Dresden dürfte er wieder in der Form für einen Startelfeinsatz sein.
Richard Neudecker:
Der Mittelfeldspieler hat sich von einem Bänderriss erholt, beteiligte sich zuletzt bereits wieder teilweise am Teamtraining und will sich in der Wintervorbereitung profilieren.
Clemens Schoppenhauer:
Der Innenverteidiger hatte sich Anfang des Monats im Training die Schulter ausgekugelt. Inzwischen hat auch er wieder partiell Übungseinheiten mitgemacht.
Christopher Buchtmann:Der Mittelfeldspieler und mit vier Treffern noch immer bester Torjäger des Teams hat wegen seiner Schambeinentzündung zunächst sechs Wochen absolute Ruhe verordnet bekommen. Danach kann er zunächst nur behutsam wieder trainieren und muss auch mit Rückschlägen rechnen. Ein Comeback in dieser Saison ist nur bei optimalem Verlauf möglich. Mats Möller Daehli: Der Offensivspieler ist an der Leiste operiert worden, wird aber im Januar wieder ins Training einsteigen können.
Marc Hornschuh:
Der Innenverteidiger leidet weiter an massiven, noch immer nicht genau diagnostizierten schmerzhaften Problemen an einer Bandscheibe. Jetzt soll eine weitere Reha für Linderung sorgen. Für eine Rückkehr ins Team ist noch kein Zeitpunkt absehbar.
Ryo Miyaichi:
Der Offensivspieler befindet sich nach seinem zweiten Kreuzbandriss im vergangenen Sommer weiter im Aufbautraining. Derzeit ist nicht zu prognostizieren, wann er sich nach der langen Pause wieder in der körperlichen Verfassung befindet, ein Punktspiel bestreiten zu können.

Während des Trainingslagers in Málaga (3. bis 12. Januar) bestreitet St. Pauli am 5. Januar (15 Uhr) in Marbella ein Testspiel gegen den Bundesliga-12. VfL Wolfsburg.