Dortmund

Bosz bleibt beim BVB weiter Trainer auf Zeit

Dortmund hält trotz Talfahrt zum Niederländer – Stuttgart dementiert Wolf-Gerüchte

Dortmund.  Nur einen Punkt in Überzahl geholt, zwei Spieler nach Verletzungen verloren und den Befreiungsschlag erneut verpasst – Peter Bosz weiß, was die Stunde geschlagen hat. „Wir brauchen einen Sieg für die Wende, auch bei Real Madrid“, sagte der angezählte Cheftrainer von Borussia Dortmund und blickte schon auf die kommende Aufgabe am Mittwochabend (20.45 Uhr/Sky) beim Champions-League-Sieger.

49 Minuten in Überzahl reichten allerdings im Verfolgerduell bei Bayer Leverkusen nur zu einem 1:1. „Mit dem Punkt kann ich gut leben“, konstatierte der niederländische Fußballlehrer, immerhin fühle sich das Remis weit besser an als eine Woche zuvor das 4:4 im Derby gegen Schalke 04, als ein 4:0-Vorsprung in den letzten 30 Minuten vergeigt wurde. Bosz darf vorerst weitermachen. „Wir wollen alle zusammen mit Peter Bosz den Turnaround schaffen. Das ist unsere dringlichste Aufgabe“, betonte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

Wie lange der 54-Jährige allerdings die Verantwortung als Coach beim DFB-Pokalsieger tragen darf, muss abgewartet werden. Unter dem Strich bleiben sieben Bundesligaspiele in Folge ohne Sieg – auch in Leverkusen hätte es möglicherweise eine weitere Pleite gegeben, wenn nicht der Bayer-Brasilianer Wendell nach Videobeweis (41.) zu Recht die Rote Karte gesehen und damit dem BVB einen Sturmlauf in der zweiten Hälfte erst ermöglicht hätte.

Der Platzverweis war der Knackpunkt des Spiels, der Ukrainer Andrej Jarmolenko (73.) verhinderte mit seinem Ausgleichstreffer eine noch stärker werdende Trainerdiskussion rund um den Borsigplatz. Klar war allerdings, dass der Punkt vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena teuer erkauft wurde. Maximilian Philipp (8./schwere Knieverletzung) und Gonzalo Castro (44./schwere Sprunggelenkblessur) mussten schon in der ersten Hälfte verletzt ausgewechselt werden und dürften in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen.

Unterdessen hat der VfB Stuttgart die hartnäckigen Gerüchte um eine Rückkehr seines Trainers Hannes Wolf (36) zu seinem kriselnden Ex-Club zurückgewiesen. „Für ihn stellt sich im Moment weder das Thema Borussia Dortmund noch ein anderes Thema“, sagte VfB-Sportvorstand Michael Reschke auf der Mitgliederversammlung des Bundesligaclubs unter großem Beifall.