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Nagelsmann bestätigt: Wagner will zu den Bayern

Hoffenheims Stürmer Sandro Wagner würde gerne zurück zu seinem Jugendverein Bayern München wechseln

Hoffenheims Stürmer Sandro Wagner würde gerne zurück zu seinem Jugendverein Bayern München wechseln

Foto: Imago/Sven Simon

Nationalstürmer Sandro Wagner liebäugelt offen mit einer Rückkehr zu seinem Jugendverein. Jupp Heynckes gibt sich reserviert.

Hoffenheim/München. Eigentlich dürfte Julian Nagelsmann ganz froh sein, dass sich nach zahlreichen Fragen zu einem möglichen Engagement bei Bayern München das Interesse nun auf einen seiner Spieler zu verlagern scheint. Doch auch die Gerüchte um einen bevorstehenden Wechsel des Nationalstürmers Sandro Wagner in der Winterpause schmecken dem Trainer der TSG Hoffenheim überhaupt nicht – weshalb er am Donnerstag in diesem Zusammenhang folgenden vielsagenden Spruch aus dem Ärmel schüttelte: "Es gibt nichts zu verkünden, außer dass es das Interesse gibt. Aber es ist ja nicht mehr so lange, bis wir um den Weihnachtsbaum laufen."

Damit bestätigte er letztlich Wagners Wechselwunsch. Zwischen dem Rekordmeister und den Kraichgauern gebe es bereits einen Austausch, sagte Nagelsmann. Laut "Sport Bild" soll Wagner bereits vor Wochen um eine Freigabe in der Winterpause gebeten haben. Als Ablöse für den 29 Jahre alten Angreifer stünden rund zehn Millionen Euro im Raum. Wagner hatte bereits in der Jugend für die Bayern gespielt und dort seine ersten Profispiele bestritten. Die Münchner suchen nach einem passenden Backup für Torjäger Robert Lewandowski.

"Jeder weiß, dass Sandro Kinder hat, die in Unterhaching (nahe München, d. Red.) leben, der FC Bayern sein Jugendverein und er nicht mehr ganz jung ist", sagte Nagelsmann, der deshalb "keinen Groll" gegen den Stürmer wegen des Wechselwunsch hege.

Heynckes äußert sich zurückhaltend

In München äußerte sich Bayern-Trainer Jupp Heynckes indes zurückhalten in der Debatte über einen möglichen Lewandowski-Ersatz. "Konkret“ sei darüber mit den Vereinsverantwortlichen nicht gesprochen worden, sagte der 72-Jährige dem „kicker“. Heynckes stellt nach eigener Aussage „sehr hohe Ansprüche“ an einen potenziellen Zugang im Angriff, der hohe sportliche Qualität besitzen und auch schnell integrierbar sein müsse. „Einen Südamerikaner, der nicht deutsch spricht, will ich nicht“, stellte der Trainerrückkehrer vor dem Bundesligaspiel am Sonnabend (15.30 Uhr) gegen den FC Augsburg klar. „Wen willst du im Winter holen?“

Lewandowski bevorzugt jungen Ersatzmann

Heynckes verwies vielmehr auf den vielseitigen Offensivmann Thomas Müller, der beim FC Bayern auch in der Sturmmitte aushelfen kann. Der 28-Jährige macht nach seinem Muskelfaserriss weiter Fortschritte zum Comeback. Zuletzt hatte Lewandowski selbst einen Ersatz für sich ins Gespräch gebracht. „Es wäre sicherlich eine Option, einen jungen, hungrigen Stürmer zu holen, der hinter einem erfahrenen Profi noch lernen will“, sagte der 29-Jährige der „Sport Bild“.