Handball

HSV-Coach Jansen schmeißt nach Sieg das Kopfkino an

Hamburgs Linksaußen Christopher Rix (hier gegen Torhüter Ivan Szabo) schenkte Oranienburg sechs Treffer ein

Hamburgs Linksaußen Christopher Rix (hier gegen Torhüter Ivan Szabo) schenkte Oranienburg sechs Treffer ein

Foto: Imago/Dreisicht

Hamburger distanzieren Oranienburg in der 3. Liga Nord deutlich. Gelungene Kombinationen im Angriff, schöne Torhüterparaden.

Hamburg.  Es war dieser eine Satz Torsten Jansens, dem Trainer des Handball Sport Vereins Hamburg, der nach dem 31:21 (15:7)-Sieg des HSV über den Oranienburger HC im Umlauf der Sporthalle ganz besondere Beachtung fand. „Egal ob Oranienburg, am nächsten Sonntag Flensborg oder Kiel, wir bereiten uns auf jeden Gegner gleich gewissenhaft vor“, hatte der Coach in der Talkrunde nach dem Spiel gesagt und mit der Nennung Kiels das Kopfkino der Besucher angeschmissen. „Ja, ja, da wollen wir irgendwann wieder hin“, reagierte Jansen mit einem Schmunzeln auf das hörbare Entzücken der Zuhörer.

Noch liegt Kiel, der THW zumindest, in der ferneren Zukunft, die Gegenwart heißt Dritte Liga Nord, und der Aufstieg in die Zweite Bundesliga ist angeblich nicht mal das allein glücklich machende Saisonziel. Doch bei aller Begeisterung der 2876 Zuschauer über gelungene Angriffskombinationen, schöne Torhüterparaden und schnelle Gegenstöße – die jungen Hamburger Handballer haben in dieser Klasse nur noch selten Gegner, die sie in ein spannendes Spiel verwickeln. Die Oranienburger jedenfalls lagen nach zwölf Minuten 3:7 zurück und hauchten der Begegnung auch später keine Spannung mehr ein.

Konzentriert von Anfang an

Kapitän Lukas Ossenkopp mit acht Treffern, davon sechs verwandelte Siebenmeter, Linksaußen Christopher Rix und Spielmachertalent Leif Tissier mit jeweils sechs Toren waren die erfolgreichsten Werfer bei einem fast von der ersten bis zur letzten Minute konzentrierten Auftritt. „Wir haben aus dem Heimspiel gegen den HSV Hannover (25:25) gelernt, als wir eine Sechs-Tore-Führung noch zu einem Unentschieden verspielt haben“, sagte Ossenkopp. „Wenn wir mit sechs Toren vorn liegen, wollen wir mit sieben führen, dann mit acht und so weiter.“ Diesmal wurden es zwischenzeitlich elf.

Zum ärgsten Aufstiegskonkurrenten des HSV, mit drei Minuspunkten gefühlter Tabellenführer, schienen sich zuletzt die Handballfreunde Springe geworfen zu haben. In der vergangenen Woche verpflichteten sie den erstligaerfahrenen polnischen Spielmacher Pawel Niewrzawa (25/4 Länderspiele). Am Sonntag aber verlor Springe mit ihm beim Tabellenletzten 1. VfL Potsdam mit 27:34 (13:17).