Basketball

Nächster Towers-Heimgegner trauert um seinen Trainer

Lesedauer: 2 Minuten
Basketball-Coach Matthias Grothe litt an Lymphdrüsenkrebs

Basketball-Coach Matthias Grothe litt an Lymphdrüsenkrebs

Foto: Imago/Camera 4

Hagens Coach Matthias Grothe stirbt mit 39 Jahren. Spiel am Dienstag wurde abgesagt, am Sonntag muss der Zweitligist nach Hamburg.

Hagen. Der Basketball-Zweitligist Phönix Hagen trauert um Trainer Matthias Grothe. Der 39 Jahre alte Coach starb am Dienstag nach langer und schwerer Krankheit an Lymphdrüsenkrebs. "Leider müssen wir euch mitteilen, dass unser Headcoach Matthias Grothe heute Morgen verstorben ist. Aus diesem Grund wird die Begegnung zwischen Phoenix Hagen und Rasta Vechta heute ausfallen. Wir sind sprachlos und mit unseren Gedanken bei Matzes Familie und Freunden", teilte der Club mit.

Auch der Deutsche Basketball Bund zeigte sich geschockt vom Tod des ehemaligen Jugend-Nationalspielers und Nachwuchs-Bundestrainers. "Wir sind entsetzt und in Gedanken bei seiner Frau und seinen beiden Kindern. Ich habe Matthias seit der U18 gut gekannt, er war ein toller Mensch und dem Basketball immer mit vollem Herzen und großer Begeisterung verbunden. Er wird uns sehr fehlen und wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren", wurde DBB-Präsident Ingo Weiss in einer Mitteilung zitiert.

Grothe spielte mit Dirk Nowitzki

Der frühere Bundesligaspieler Grothe hatte das Amt als Cheftrainer in Hagen seit Saisonbeginn inne. Im September informierte er den Club, dass er seinen Aufgaben als Coach aus gesundheitlichen Gründen auf unbestimmte Zeit nicht nachkommen könne. In der deutschen U-22-Nationalmannschaft spielte Grothe unter anderem auch mit Superstar Dirk Nowitzki zusammen. In der Bundesliga brachte er es von 1998 bis 2002 für (damals noch Brandt) Hagen auf insgesamt 116 Spiele.

Seit 2004 stand er für den neugegründeten Verein Phoenix Hagen auf der Platte und stieg mit der Mannschaft als Kapitän 2009 in die Bundesliga auf. In diesem Sommer kehrte er nach einem Engagement bei Zweitligist Iserlohn Kangaroos als Trainer nach Hagen zurück, konnte den Posten aber aufgrund seines schlechter werdenden Gesundheitszustandes nicht selber ausüben.

Hagen muss am Sonntag zu den Towers

Bei allen Begegnungen des siebten Zweitliga-Spieltages wird es eine Schweigeminute für Matthias Grothe geben, so auch beim Spiel der Hamburg Towers am Mittwoch in Karlsruhe. Die schwere erste Partie nach dem Tod ihres Cheftrainers steht für Hagen dann am kommenden Sonntag bei den Towers an (17 Uhr, edel-optics.de-Arena in Wilhelmsburg), die dem nächsten Gegner ebenfalls ihr Mitgefühl aussprachen. "Wir sind traurig und fassungslos. Unser tiefstes Mitgefühl gilt Matthias Familie!", schrieben die Towers auf ihrer Facebookseite, die sie obendrein mit einem schwarzen Titelbild versahen.