Sport

E-Sport: Eine neue Dimension

Endlich. Wie zu Königszeiten der heute insolventen Hamburg Freezers und der HSV-Handballer pilgern an diesem Wochenende wieder mehr als 10.000 sehnsüchtige Sportfans in die Barclaycard Arena. Da werden Erinnerungen wach. Doch mit der ESL One findet alles andere als ein gewöhnliches Sport-Event im Volkspark statt. Im Innenraum gleitet weder ein Puck über das Eis, noch klatscht ein Handball aufs Parkett. Nein. Zu sehen gibt es Computerspieler, die das Echtzeit-Strategiespiel „Dota 2“ zocken. Stichwort: elektronischer Sport.

Tausende Jugendliche werden auf den Rängen ausflippen, wenn die E-Sport-Stars versuchen, das animierte Hauptgebäude des Gegners mit ein paar Mausklicks zu zerstören und das eigene zu verteidigen. So lautet das simple Ziel des Spiels. Acht verschiedene Clans – bestehend aus jeweils fünf Teammitgliedern – kämpfen um ein Preisgeld von einer Million US-Dollar. Sagenhaft. Da soll noch einmal jemand behaupten, Computerspiele seien nur etwas für Nerds.

Der deutsche E-Sport-Held Kuro Salehi Takhasomi (Spitzname: KuroKy) ist seit August der finanziell erfolgreichste Spieler der Welt. Umgerechnet hat der iranischstämmige Kapitän des Teams Liquid schon 2,85 Millionen Euro in seiner Karriere eingeheimst.

Das Turnier wird am Wochenende in voller Länge im Livestream auf sport1.de gezeigt. Das Finale am Sonntagabend um 20.15 Uhr überträgt Sport1 sogar live im Free-TV. Eine neue Dimension des Sports hat nicht nur die Barclaycard Arena erreicht. Endlich.