Tennis-Königin

Schwangere Serena Williams kündigt ihr Comeback an

Serena Williams war Anfang Juni bei den French Open nur als Zuschauerin dabei

Serena Williams war Anfang Juni bei den French Open nur als Zuschauerin dabei

Foto: Jimmy Bolcina / imago/Panoramic International

US-Amerikanerin will Titel bei Australian Open verteidigen – voraussichtlich nur drei Monate nach der Geburt ihres ersten Kindes.

Köln.  Tennis-Superstar Serena Williams (USA) will schon kurz nach der Geburt ihres ersten Kindes ihren Titel bei den Australian Open verteidigen. „Es ist ein sehr gewagter Plan“, sagte die 36-Jährige in einem Interview mit dem Magazin „Vogue“: „Das wollte ich nur mal gesagt haben. Das ist ungefähr drei Monate nach der Geburt. Ich mache keinen Rückzieher, aber ich merke an, dass es sehr fordernd ist.“

Williams ist nach 23 Grand-Slam-Turnier-Triumphen nur noch einen Titel vom Allzeitrekord von Margaret Court entfernt – dieses Ziel treibt sie noch immer an. „Wenn ich die Chance darauf habe, mit Margaret gleichzuziehen, werde ich mir das nicht entgehen lassen“, sagte Williams: „Wenn überhaupt, dann hat mir die Schwangerschaft eine neue Kraft verliehen.“

Williams sieht sich falsch dargestellt

Die laut „Forbes“-Liste bestverdienende Sportlerin der Welt pausiert wegen der Schwangerschaft seit ihrem siebten Triumph in Melbourne im Januar. Williams weiß, dass sie bei ihrem Comeback keine Schwäche zeigen darf. „Wenn ich verliere und dann noch mal verliere, wird es heißen: Sie ist fertig. Vor allem, weil ich keine 20 mehr bin“, äußerte sie: „Ich sage euch: Ich werde nicht weniger gewinnen. Entweder gewinne ich, oder ich spiele nicht.“

In dem Interview kritisierte sie zudem das öffentliche Bild, das oft von ihr gezeichnet werde. „Ich habe das Gefühl, dass die Leute denken, dass ich gemein bin. Ich glaube, dass die anderen Spielerinnen sagen würden: ‘Serena ist wirklich nett’“, sagte Williams: „Aber Maria Scharapowa, die nicht mit jedem spricht, wird in der Öffentlichkeit als netter angesehen. Warum ist das so? Weil ich schwarz bin und so böse aussehe? Das ist die Gesellschaft, in der wir leben.“