HAmburg

Eine starke Visitenkarte für die Stadt

Nach der gelungenen Erstaufführung soll im nächsten Jahr nur die Zahl der Startplätze erhöht werden

HAmburg. Die Anstrengungen der vergangenen Tage waren Björn Steinmetz anzusehen. Am frühen Sonntagabend aber löste sich auch beim Ironman-Geschäftsführer Germany die Anspannung. „Ich bin überglücklich. Ich habe riesigen Respekt vor den Leistungen der Athleten bei dieser perfekten Erstaustragung in Hamburg. Für uns als Team ist es eine Ehre, so ein Rennen in einer solchen Stadt ausrichten zu dürfen. Es war ein toller Wettbewerb für Athleten und Zuschauer. Das war eine starke Visitenkarte für die Stadt.“

13 Monate lang hatten Steinmetz und Hamburg-Chef Oliver Schiek die Premiere des Ironman in der Hansestadt vorbereitet, doch bevor nach Auswertung aller Daten und den Umfragen bei den Athleten das endgültige Fazit in einigen Wochen gezogen werden kann, wagten beide schon einen Ausblick: „Diese Veranstaltung hat Potenzial. Hier kann etwas Großes entstehen.“

Fest steht: Der zweite Ironman wird in Hamburg 2018 am 29. Juli ausgetragen, zwei Wochen früher als in diesem Jahr. Damit erhöht sich die Regenerationszeit für die Weltmeisterschaften auf Hawaii, die traditionell Mitte Oktober ausgetragen werden, und damit die Chance, dass noch mehr Spitzenathleten in Hamburg antreten. Dass der Standort ein besonderer ist, die Stimmung stimulierender als anderswo ist, hat sich in der Triathletenszene längst herumgesprochen. „Ich habe zweimal am Hamburger Triathlon teilgenommen. Als vergangenes Jahr dann feststand, dass es hier einen Ironman geben wird, war mir sofort klar: Ich will unbedingt in Hamburg starten“, erzählte Frauensiegerin Daniela Sämmler. Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Angesichts der gelungenen Erstaufführung erwarten Steinmetz und Schiek nur wenige Änderungen im nächsten Jahr, „möglicherweise kleine Korrekturen an der Streckenführung, ein paar Optimierungen hier und da, auch wenn vieles bereits hervorragend lief, es erstaunlich wenige organisatorische Pro­bleme gab“. Angedacht ist aber ein zweites Event am Sonnabend (28. Juli), an einen Schüler-Triath- oder Duathlon, mit oder ohne Schwimmen.

Ob der Hamburger Ironman irgendwann den Status einer offiziellen Meisterschaft, etwa einer EM erhält, darüber will Steinmetz nicht spekulieren. Frankfurt am Main besitzt die Lizenz für die Europameisterschaften bis einschließlich 2019. Ironman Germany organisiert auch dieses Event. Den Ironman in Hamburg mit Staffelrennen oder einem Halb-Ironman (70.3) zu ergänzen, dafür sieht Schiek keine Notwendigkeit: „Der Ironman ist ein starkes Produkt, das wollen wir nicht verwässern.“ Denkbar sei aber, die Zahl der Startplätze um ein paar Hundert auf 2800 zu erhöhen, die Strecke ließe dieses zu.