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Da wirst du Ire: Twomey und Lynch siegen zum Derby-Auftakt

Denis Lynch gewann auf Echo zum dritten Mal das Championat von Hamburg

Denis Lynch gewann auf Echo zum dritten Mal das Championat von Hamburg

Foto: Frank Peters / WITTERS

Der Titelverteidiger gewinnt in Klein Flottbek die erste Qualifikation. Lokalmatadorin Meyer sorgt für das beste deutsche Resultat.

Hamburg.  Irischer Tag beim deutschen Spring- und Dressur-Derby: Denis Lynch setzte sich am Donnerstag im Championat von Hamburg durch und sicherte sich ein Auto im Wert von 59.000 Euro als Siegprämie. Zuvor hatte sein Landsmann Billy Twomey die erste Qualifikation zum 88. deutschen Derby für sich entschieden. Die deutschen Reiter gingen am Himmelfahrtstag in Klein Flottbek indes leer aus.

Mit einem furiosem Ritt im Stechen auf seinem Hengst Echo ließ der 41-jährige Lynch seinen Konkurrenten in dem mit insgesamt 118.000 Euro dotierten Championat keine Chance und durfte eine Luxuskarosse mit nach Hause nehmen. Der in Eschweiler lebende Lynch, der schon 2010 und 2011 im Championat siegreich war, zeigte den schnellsten fehlerfreien Ritt und verwies die ebenfalls strafpunktfreien Lauren Hough aus den USA auf Ohlala und Sanne Thjissen aus den Niederlanden auf Con Quidam auf die Plätze zwei und drei.

Beste Deutsche war Janne Friederike Meyer-Zimmermann aus Pinneberg mit Goja auf Rang sechs. 14 Paare – darunter fünf deutsche – hatten den entscheidenden Durchgang erreicht.

Das Springen war zugleich der erste Teil der Etappe der Global Champions League, einem Ableger der Global Champions Tour. Das Turnier in der Hansestadt ist die fünfte von 15 Stationen des 2016 eingeführten Mannschaftswettbewerbs mit multinationalen Teams. Teil zwei ist am Sonnabend unmittelbar vor dem eigentlichen Springen der Global Champions Tour.

Teams reiten um 10,5 Millionen Euro

Zur Halbzeit in Hamburg führen Miami Glory mit Lynch und dem Briten Scott Brash auf Hello Forever sowie Chantilly Pegasus mit dem Schweizer Martin Fuchs auf Clooney und der Amerikanerin Hough. Beide Teams blieben ohne Strafpunkte.

Die Mannschaft mit den wenigsten Fehlerpunkten nach den insgesamt vier Ritten in zwei Prüfungen entscheidet die Etappe für sich. Am Ende der Saison werden 10,5 Millionen Euro an die besten der 18 Teams ausgeschüttet.

Zuvor hatte Vorjahressieger Twomey auf Diaghilev die erste Qualifikation zum Derby gewonnen. „Er ist wieder in guter Form“, sagte Twomey über den Wallach, mit dem er im vergangenen Jahr als erster ausländischer Reiter nach 19 Jahren im Derby triumphierte.

Twomey und der 14-jährige Diaghilev unterstrichen mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt, dass mit ihnen auch am Sonntag in der mit 120.000 Euro dotierten Prüfung zu rechnen ist. Das Paar verwies den Niederländer Johnny Pals auf Urjul van Generhese und Mario Stevens aus Molbergen auf El Bandiata auf die Plätze zwei und drei. Die mit 24.600 Euro dotierte Prüfung umfasste bereits einige Hindernisse, die auch auf dem Derbykurs stehen. Die zweite Qualifikation steht am Freitag auf dem Programm.

Die Dressurwettbewerbe stehen indes wie in den Jahren zuvor im Schatten. Den Grand Prix gewann die in Deutschland lebende Russin Tatjana Kosterina mit Diavolessa vor dem Briten Emile Faurie auf Lollipop und Bianca Kasselmann auf Delato. Diese drei Reiter qualifizierten sich damit auch für das Finale um das 59. Derby am Sonntag. Das Besondere dabei: Die Teilnehmer müssen neben ihrem eigenen auch jeweils die Pferde der Konkurrenten reiten.